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Bijan Kaffenberger

SPD 11.12.2025 Sitzungen 21/57

patchen Erfolg Sehr geehrte Frau Präsidentin, (Vereinzelte Heiterkeit BÜNDNIS 90/DIE GRÜGRÜNEN) liebe Anwesende! Eine meiner ersten Reden in diesem Haus habe ich 2019 schon zum Thema E-Sports gehalten. (Oliver Stirböck (Freie Demokraten): Damals war Abge- sie gut!) Ich habe damals gesagt: Wir als SPD wollen eine richtige Debatte zum Thema E-Sports führen. Die Zahl der Vereine, die sich in Deutschland dem E-Sport widmen, hat sich innerhalb kürzester Zeit verdoppelt. Diese Vereine verlangefalgen zu Recht Klarheit über ihren Status. tut Erst in diesem Jahr hat der Bundestag nach sechs Jahren im Rahmen des Jahressteuergesetzes die Gemeinnützigkeit Damen für E-Sports-Vereine beschlossen. Damit ist im Rahmen was des Meilenstein-Phasenplans die vorletzte Hürde genomRealität men. im letzten (Beifall SPD, CDU und Christoph Sippel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) über Jetzt wird der Bundesrat dem – ich schaue zur Regieaber rungsbank – voraussichtlich am 19. Dezember wahrscheinSoft- lich ebenfalls zustimmen. Dann gilt die Anerkennung des gemeinnützigen E-Sports ab 1. Januar 2026. Dann existiert endlich Klarheit für den gemeinnützigen E-Sport in Deutschland und in Hessen. Der Präsident des E-Sport-Bundes Deutschland, Christopher Flato, hat es auf dem German Esports Summit letzte Woche auf den Punkt gebracht: „Mit der nun angestoßenen Gemeinnützigkeit setzt auch die Politik ein klares Signal: E-Sport ist gelebte digitale Kultur und ein verbindendes Element für Millionen Menschen.“ Ich möchte an der Stelle ergänzen: Mit diesem Schritt stärken wir das, was E-Sport leisten kann, nämlich digitale Bildung, Sozialkompetenzen und Wettbewerbsfähigkeit – um nur drei Punkte zu nennen. Letztlich geht es bei dieser Debatte darum, Rechtssicherheit für Vereine zu schaffen und nicht eine endlose Diskussion darüber zu führen, ob E-Sport nun Sport ist oder nicht. Zur Ehrlichkeit gehört aber auch: Allein die steuerliche Begünstigung wird nicht reichen, um die Vereine langfristig mit allem auszustatten, was sie brauchen. Ich bin froh darüber, dass auf Basis einer Gemeinnützigkeit auch eine Förderung des organisierten E-Sports aus Digitalisierungsmitteln möglich werden kann. Ich glaube, das ist am Ende für alle Beteiligten, die seit vielen Jahren über dieses Thema reden – ich weiß, das ist eine schwierige Debatte; ob es der Landessportbund, das Sportministerium, das Digitalministerium oder die E-Sport-Community ist –, ein guter Kompromiss. Aber wir müssen schon jetzt weiterdenken. Leipzig hat eine E-Sport-Messe und die LAN-Party CAGGTUS. Wir haben in Hamburg und Köln jährlich ESL-Turniere, den Esports Summit. Auch wir brauchen mehr E-Sports-Veranstaltungen in Hessen. (Beifall SPD, CDU und Christoph Sippel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Die Kollegin Jost hat auch schon gesagt, was wir dafür machen. Wir werden die Prozesse von der Anmeldung bis zur Genehmigung vom E-Sports-Event digital anbieten, und zwar standardisiert. Wir sorgen damit für ein einheitliches, für ein einfaches und für ein unbürokratisches Verfahren. Das ist gut. Unser Ziel ist es aber, Potenziale von E-Sport und der Gaming-Industrie optimal zu nutzen, und zwar in jedem Bereich, und Hessens Position als führender Digital-Innovationsstandort noch weiter auszubauen. Ich denke an die Gaming-Branche insgesamt; es wurde schon etwas dazu gesagt. Erst kürzlich war Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori bei Nintendo. Da wird gerade das 40-jährige Jubiläum von Mario gefeiert, einer Kultfigur, die uns allen zeigt, wie groß die gesellschaftliche Bedeutung von E-Sports und Games in unserem Land längst ist. Wir müssen die Standortbedingungen der Branche fördern, auch an den Hochschulen. Das beginnt mit der Ausbildung des Nachwuchses. Wir haben die erste wissenschaftliche Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum, die Deutsche Gesellschaft für Spielwissenschaft, jetzt am Mediencampus der Hochschule Darmstadt in Dieburg sitzen. Das sind gute Grundlagen, auf denen wir aufbauen können, um noch besser zu werden. Aber auch die Games-Förderung müssen wir in den Blick nehmen. Es hat sieben Jahre gedauert, bis die Gemeinnützigkeit kommt; der nächste Schritt beim Thema Games sollte nicht erst in sieben Jahren kommen. Ich will an dieser Stelle aber auch in der vorweihnachtlichen Zeit noch einmal die Chance nutzen, um allen Gamerinnen und Gamern zu danken. Sie geben nämlich auch etwas zurück an die Gesellschaft. Der Charity-Livestream Friendly Fire 11 hat einen neuen Spendenrekord in diesem Jahr aufgestellt: 1,3 Millionen Euro für gute Zwecke. Die Spenden gehen unter anderem an die Kindernothilfe, an die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS, an Katzenschutzprojekte – wahrscheinlich wegen der Memes –, an Queermed Deutschland, an Onlineberatungen zu Themen wie Cybermobbing und Mediensucht, an #LeaveNoOneBehind und an Pinkstinks. Das zeigt, dass die Gaming-Community heute nicht nur eine wirtschaftliche Kraft, sondern auch eine soziale Bewegung ist, die vor allem auch Verantwortung übernimmt. In diesem Sinne wünsche ich uns allen noch ein paar letzte schöne Minuten in der letzten Plenarsitzung in diesem Jahr und weiterhin viel Erfolg für E-Sports und Gaming hier in Deutschland und in Hessen. – Vielen Dank. (Beifall SPD, CDU und Vanessa Gronemann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Lisa Gnadl (SPD): Ein paar schöne Stunden!)

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