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Christoph Sippel

GRÜNE 11.12.2025 Sitzungen 21/57

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir beschäftigen uns heute mit einem Antrag zum Thema E-Sport und Gaming. Als jemand, der zu Jugendzeiten selbst gezockt hat, kann ich das nur begrüßen; denn Gaming und insbesondere professioneller E-Sport ist mehr als einfaches Gedaddel am Handy: Es ist anstrengend, es ist herausfordernd, es geht um Präzision, Taktik und Teamwork, und ja, es ist ein ernst zu nehmender Sport. Ich bin froh, dass wir darüber eine große Einigkeit in diesem Parlament haben. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, vereinzelt CDU und SPD) Immer mehr Vereine bauen E-Sport-Sparten auf. Die Events ziehen zunehmend mehr Menschen an, und genau diese Events zeigen dann auch, dass E-Sport Menschen zusammenbringen kann und eben nicht vereinzelt. Sie bringen am Ende auch positive wirtschaftliche Effekte in die Regionen, sei es durch Übernachtung, Transport, Verpflegung und natürlich auch eine größere Bekanntheit der Austragungsstätte. Eine Frage an die Landesregierung: Werden durch die Landesregierung jetzt auch mehr Veranstaltungen, beispielsweise die olympischen E-Sports-Spiele, in Hessen unterstützt und vielleicht auch stattfinden? Es ist gut, dass die Bundesregierung im Oktober zum wiederholten Male das getan hat, was Robert Habeck schon vor einem Dreivierteljahr gefordert hat: E-Sport muss gemeinnützig werden. Das ist ein großer und wichtiger Schritt für den E-Sport in Deutschland und auch in Hessen. Grün wirkt, und das ist gut so, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Sie sprechen mit Ihrem Antrag auch den Bereich der Gaming-Industrie an, und ja, das ist ein stetig wachsender Geschäftszweig, und diesen müssen wir weiter stärken. Ich war in den letzten Tagen im Austausch mit Menschen aus der Gaming-Industrie, und natürlich war auch Ihr Antrag da Thema. Zur Wahrheit gehört aber leider auch, dass sich dort ein paar Fehler eingeschlichen haben. Mit Blick auf die Zeit will ich jetzt nicht alle nennen, aber vielleicht einen Punkt: Sie sprechen vom Glasfaserausbau und auch dem dazugehörigen Mobilfunkausbau, und da ist im hessischen Digitalministerium ehrlicherweise noch Platz für bisschen mehr Engagement. Sie haben den Mediencampus Dieburg und den gang „Games und Animation“ auch im Antrag Aber durch den Hochschulpakt sind diese Projekte fundamental bedroht; der Hochschulpakt ist hier leider Gefahr für den Gaming-Standort Hessen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf) Wer gestern auf hessenschau.de richtig geschaut hat, muss leider feststellen, dass Hessen 2024 im Ranking Branchenverbands Game vom 10. auf den letzten abgerutscht ist. (Oliver Stirböck (Freie Demokraten): 16. Platz!) – Ja, es ist der 16. Platz von 16 Bundesländern. – Das auch an den Förderungen. Ich zitiere: „Hessen kam 2024 insgesamt auf rund Euro an Games-Förderung. In Bayern, Berlin-Brandenburg und Nordrhein-Westfalen lag der der Förderprogramme jeweils im Millionenbereich.“ Felix Falk von Game sagt dazu: „Tatsächlich sehen wir, dass die Bundesländer einigen Jahren sehr viel tun, um diese attraktive Games-Branche bei sich anzusiedeln. Je mehr re Bundesländer das tun, desto weiter ist Hessen gestürzt, weil hier lange wenig für die Games-Branche passiert ist.“ Liebe Landesregierung, die Zeit zum Handeln ist jetzt. liegen im Herzen von Europa, am richtigen Standort die Gaming-Industrie – tun Sie auch was dafür. und E-Sports spielen mittlerweile bei allen Generationen eine wichtige Rolle, nicht mehr nur bei jungen Menschen. Es ist gut, dass sich der Landtag heute damit befasst, ich hoffe, dass es nicht das Ende, sondern der Anfang Stehen wir nicht wie Noobs AFK rum, sondern wir die Games-Förderung und diesen Antrag; denn gibt es leider nicht free to play. – Vielen Dank. (Heiterkeit und Beifall BÜNDNIS 90/DIE NEN)

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