Marcus Resch
Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Alle Jahre wieder: tausend- oft sogar millionenfaches leid, horrende wirtschaftliche Schäden in Deutschland. aviäre Influenza, umgangssprachlich auch Vogelgrippe nannt, wütet derzeit wieder in Deutschland. Auch Hessen ist davon im Jahr 2025 wieder stark fen. Die Vogelgrippe kann sich von Wildvögeln auf geflügel übertragen. Beim Ausbruch dieser Krankheit der gesamte betroffene Bestand an Geflügel gekeult den, wie etwa im November dieses Jahres in Rockenberg in der Wetterau. Die Gefahr durch die jährlichen Vogelzüge bleibt aber weiterhin bestehen. Die niedersächsische Agrarministerin erwartet dieses Jahr Schäden im Wert über 26 Millionen Euro alleine in Niedersachsen. Das FLI bewertet derzeit das Risiko der Einbringung Vogelgrippe immer noch als hoch. Die Vogelgrippe allerdings auch als Zoonose auf andere Tiere sowie Menschen übertragen werden. Infizierte Kühe können Beispiel das Virus auf andere Säugetiere über die weitergeben. Seit Neuestem wissen wir, dass auch milchprodukte von einer aktiven Viruslast betroffen können. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass 7 % der gefährdeten US-Farmarbeiter infiziert wurden, doch nur mit schwachen Symptomen erkrankt waren. Allerdings kann eine Infektion auch dramatische heitliche Auswirkungen haben, wie wir am Beispiel vor Kurzem an Vogelgrippe verstorbenen US-Amerikaners sehen können. Die Infektionsviren haben sich hier tisch angepasst, sodass sich diese an die menschlichen Atemwegsrezeptoren binden konnten. Eine weitere Gefahr ist die genetische Reassortierung verschiedenen Virenstämmen, in diesem Fall die menschliche und aviäre Influenza. Genetisches Material wird tauscht und kann so extrem infektiös und gefährlich den. Das wäre nicht das erste Mal. Beispiele für diese sche Reassortierung sind die Virustypen H2N2 und von 1968. Besonders in der Saison der menschlichen pe sowie bei einem hohen Aufkommen von H5N1 te eine solche Reassortierung vonstattengehen und schnelle Erhöhung menschlicher Infektionen bedingen. Der renommierte Virologe Klaus Stöhr hat daher auch 29. Oktober 2025 in der „Mitteldeutschen Zeitung“ einmal auf die Gefahr einer Pandemie hingewiesen, das wenn dieses Szenario zum Glück im Moment wenig wahrscheinlich erscheint. (Unruhe – Glockenzeichen) Sofern tatsächlich eine Pandemie durch die Vogelgrippe verursacht werden sollte, dürfte diese bisherige Pandemien in den Auswirkungen noch weit übertreffen, wie die Leiterin der verantwortlichen Abteilung des Institut Pasteur, Frau Dr. Rameix-Welti, vorhersagt. Um Menschen vor der Vogelgrippe zu schützen, muss der Eintrag in die Geflügelbetriebe verhindert werden, um zukünftige Ansteckungen maüber die Landwirtschaft sowie eine potenzielle Reassortierung zu verhindern. Resch, Diese Maßnahmen müssen über bessere Gesetze in der EU, im Bund, im Land, aber auch über die Anpassung der Veterinärrichtlinien in den Kreisen implementiert werden. (Beifall AfD) Tier- Die Sinnhaftigkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen wurDie de mir in persönlichen Gesprächen mit Vertretern der hesge- sischen Regierungspräsidien und der zuständigen Veterinärbehörden bestätigt. Das ist nicht nur in Hessen so, wie ich im zweiten Teil auch noch ausführen werde. Bereits betrofetablierte Maßnahmen reichen hierfür bei Weitem nicht Nutzaus. Daher müssen dringend neue Maßnahmen implemenmuss tiert werden: werErstens. Anlassbezogene Impfungen. Diese zeigen vielversprechende Ergebnisse in wissenschaftlichen Untersuchungen und stehen im Einklang mit der EU-Verordnung von 2023/361. Zweitens. Implementierung weitreichender Biosicherheitsder maßnahmen in der Stallhygiene, Reduzierung des Kontakts kann zwischen Wildvögeln und anderen Tieren sowie Einsatz den moderner Analytikverfahren, um die Ausbrüche schnellstzum möglich zu erfassen. Hierzu müssen innovative Ansätze Milch wie Zuluftreinigungen und Biosensoren gefördert werden. Frischsein Drittens. Überprüfung der Rohmilchbestände in Regionen etwa mit bestätigten H5N1-Infektionen oder -Verdachtsfällen jesowie die Ausweitung auf Abwasseranalytik in diesen Gebieten. gesundViertens. Förderung weiterer wissenschaftlicher Forschung eines zur Übertragung der Maßnahmen gegen die Vogelgrippe. geneNeben diesen Maßnahmen, die dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung sowie des Tierwohls dienen, müssen auch wirtschaftliche Interessen der Betriebe beachtet werden. bei Hier sind Maßnahmen zu ergreifen, die diese unbürokratisch von Landesseite unterstützen, falls die Wirtschaftlichkeit durch die erforderlichen gesundheitspolitischen Maßausgewer- nahmen nicht mehr gegeben wäre. Ich zitiere an dieser Stelle die niedersächsische Landwirtgeneti- schaftsministerin Staudte: „‚Wir machen so weiter wie bisH3N2 her‘, kann nicht die Antwort sein.“ Gripkönn- Stimmen Sie für unseren Antrag, um Menschen, Tiere und Landwirtschaft zu schützen. – Vielen herzlichen Dank. eine (Anhaltender Beifall AfD – Verzögerung bei der am nächsten Worterteilung – Wiebke Knell (Freie Denoch mokraten): Können wir bitte weitermachen? – Heiauch terkeit)
