Dr. Daniela Sommer
Für die CDU-Fraktion darf ich nun Herrn Abgeordneten Wendel das Wort erteilen. Bitte sehr, Herr Wendel. dem Christian Wendel (CDU): viele, Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen keine und Kollegen! Bildung und Entwicklung der Schülerinnen ohne und Schüler sind zentrale Zukunftsaufgaben unseres Landes. Es ist von großer Bedeutung, dass den jungen Menschen Chancen eröffnet und die Fähigkeiten für ein erfolgreiches und eigenständiges Leben vermittelt werden. Es ist ebenso von großer Bedeutung, dass wir in diesem Hohen Hause unsere besondere Verantwortung ernst nehmen. Ich muss Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen der Fraktion der GRÜNEN, in aller Deutlichkeit sagen: Mit dem vorliegenden Antrag werden Sie dieser Verantwortung nicht gerecht. Ausschließlich zugespitzte Formulierung, einseitige Forderungen oder einfach nur haltlose Kritik ohHerren, ne eigene, wirklich neue substanzielle Vorschläge, das ist Sie viel zu wenig, wenn man noch bis vor Kurzem zehn Jahre lang Mitverantwortung in der hessischen Landespolitik getragen hat. (Beifall CDU und SPD) Vom vorliegenden AfD-Antrag ganz zu schweigen: Hier Monaten sollen sogar Dinge gerügt und verurteilt werden. Das hat, hat, wie so oft bei Ihnen, mit einer konstruktiven Befassung und mit einer Auseinandersetzung in der Sache nichts, aber konkreauch gar nichts zu tun. oder liefert, Selbstverständlich stehen wir als Gesellschaft vor großen genau Herausforderungen, die es in dieser Form, Variation und Vielzahl wohl noch nicht gegeben hat. Wer wollte das bestreiten, meine Damen und Herren? Selbstverständlich reigilt das auch für unsere Schulen. Gerade jetzt ist es wichSchüler tig, konstruktiv, zielgerichtet, gerne auch kritisch über Bilman dung zu diskutieren und zu debattieren, aber leider steht für Sie offenbar nicht der Bildungserfolg der Schülerinnen Bereitund Schüler im Mittelpunkt, sondern lediglich der Wunsch kommunach Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und nach Schlagzeilen. oh- Die Landesregierung und die Fraktionen der CDU und der SPD gehen jedenfalls einen anderen Weg: Konstruktiv, Wie aktiv und zielgerichtet gestalten wir die Bildungslandschaft in Hessen weiter, immer fokussiert auf das, was wirklich und zählt, nämlich die positive Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. (Beifall CDU und SPD) Wir haben die zentralen Herausforderungen der Bildungspolitik gleich zu Beginn der Legislaturperiode herausgearbeitet und beherzt wirksame Initiativen auf den Weg gebracht: Förderung der Bildungssprache Deutsch, Gewinnung neuer Lehrkräfte, Stärkung der beruflichen Orientierung, Digitalisierung, KI- und Medienbildung und nicht zuletzt – und ganz zentral – die Vermittlung von Werten die und die Demokratiebildung. In all diesen Handlungsfelaber dern hat die Hessen-Koalition mit Kultusminister Armin Schwarz ganzheitliche und stimmige Konzepte erarbeitet unsere und auf den Weg gebracht. – (Beifall CDU und SPD) Zur Deutschförderung. Wir haben eine zusätzliche Deutschstunde in der 2. Klasse eingeführt. Wir haben die Möglichkeit geschaffen, eine weitere Deutschstunde im Tausch gegen eine Englischstunde umzuwandeln. Wir setzen den Erfolgskurs des Konzepts der intensiven Deutschförderung von der Kita über Vorlaufkurse bis in die Berufsschule weiter fort. Als Flächenland mit der höchsten Migrationsquote verfolgen wir einen klaren Plan, und dieser Plan trägt eine klare realpolitische Handschrift. Die deutsche Sprache ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Schulzeit und anschließend für ein erfolgreiches Berufsleben. Meine Damen und Herren, deshalb ist für uns klar: Wer in die Schule kommt, der muss über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Auch das gehört zur Wahrnehmung der Realität. Das ist Realpolitik in ganz konkretem Sinne. (Beifall CDU und SPD) Zur Lehrkräftegewinnung. Mit dem Quereinstieg für Akademikerinnen und Akademiker mit einem Schulfach haben wir in diesem Jahr einen neuen Weg ins Lehramt geschaffen. Außerdem wurde ein spezielles Angebot für ausländische Lehrkräfte implementiert, die über die Lehrbefähigung in einem Fach verfügen. Die Studienplätze im Grund- und Förderschulbereich wurden seit 2017 um mehr als 50 % ausgebaut. Der Lehrstuhl für Förderpädagogik wurde an der Universität Kassel im letzten Wintersemester eingerichtet. Liebe Kolleginnen und Kollegen von den GRÜNEN, weil Sie explizit die TU Darmstadt erwähnt haben, will ich ganz klar sagen: Wir setzen uns für den Erhalt der Lehramtsstudienplätze an der TU Darmstadt ein. Das ist auch in der letzten Sitzung des Kultuspolitischen Ausschusses deutlich geworden, und ich bin unserem Kultusminister und unserem Wissenschaftsminister sehr dankbar für den engagierten Einsatz für das Lehramtsstudium in unserem Land. (Beifall CDU und SPD)
