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Frank Lortz

09.12.2025 Sitzungen 21/55

Vielen Dank, Kollege Bocklet. – Daniela, bitte. Dr. Daniela Sommer (Waldeck-Frankenberg) (SPD): Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Marcus Bocklet, da ist jetzt ganz schön viel durcheinandergekommen. Noch einmal: Hilfe hat Vorrang. Das ist so. Das setzen wir mit dem Änderungsantrag jetzt auch um, das habe ich schon erzählt. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Sie haben das vorher anders gesagt!) Ich wollte noch einmal sagen: Sozialpsychiatrische Dienste sind das eine, das andere sind Krisendienste. Das darf man nicht zusammenschmeißen. Vielleicht sollte man sich die Definition von den einzelnen Bereichen einfach noch einmal anschauen. (Beifall SPD und Ingo Schon (CDU)) Wie gesagt, Hilfe gelingt am besten im Zusammenspiel aller beteiligten Akteure. Wir schaffen jetzt Fallkonferenzen mit § 28. Neu ist, dass diese stattfinden, bevor man entlassen wird. Vorher wurde man im schlimmsten Fall entlassen, ohne eine Hilfe an die Hand zu bekommen. Jetzt sitzen alle Akteure – medizinisch, sozial und sicherheitsrelevant – miteinander zusammen und schauen, wie man koordiniert eine Hilfeplanung zusammenstellen kann, und dann (Marcus Bocklet (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ja, und dann?) schaut man (Zuruf Marcus Bocklet (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) – nein –, wer welchen Part übernimmt, Herr Bocklet. (Lisa Gnadl (SPD), an Marcus Bocklet (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) gewandt: Hör doch einmal zu! Das ist völlig unverschämt!) Ich sage es gerne noch einmal: Wir haben neben den SpDis Tageskliniken, und wir haben die ambulante Versorgung. Wir haben das tolle Programm der stationsäquivalenten Versorgung. Schauen Sie es sich bitte an. Wenn wir diese Fallkonferenzen als Herzstück stärken, dann stärken wir die psychisch erkrankten Menschen, ihre Rechte und vor allem ihre Chance auf eine stabile Perspektive nach der Entlassung. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Meine Damen und Herren, das ist ein wichtiger Schritt für die Betroffenen, für ihre Angehörigen und für die gesamte Gesellschaft. Wenn Sie das nicht registrieren können – ich sage es noch einmal –, ist das wirklich schade und führt zur Stigmatisierung und hilft uns in der Debatte tatsächlich nicht weiter. (Beifall SPD und vereinzelt CDU – Zuruf Christoph Sippel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN))

Alle Reden von Frank Lortz Protokoll ↗