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Heike Hofmann

09.12.2025 Sitzungen 21/55

und Wenn 50 % der Frauen in Teilzeit arbeiten, obwohl sie die gerne mehr arbeiten möchten, dann stellen sie ein großes arbeiten Potenzial an Fach- und Arbeitskräften für unseren ArbeitsSchichtmarkt dar, auf die wir dringend angewiesen sind. Ich sage abholt, Ihnen deutlich: Angesichts des Fach- und Arbeitskräfteweiteren mangels müssen wir alle Potenziale heben, auch an inlängute dischen Fachkräften. Genau hier müssen wir ansetzen. ob aber (Beifall CDU und SPD – Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Und was machen Sie?) Zudem ist es wichtig, zusammen mit Arbeitgebern und ArBeiträge beitnehmern entsprechende Strukturen zu schaffen, damit klei– mehr Frauen am Arbeitsleben teilhaben können und auch mehr Aufstiegschancen an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz in haben. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Was heißt das konkret?) ist Ich komme zu einem weiteren Punkt – das sage ich auch Renten an die Männer in unserem Land und an die Männer in diesem Raum gewandt –: Liebe Männer, es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Gleichberechtigung zu erreichen. Jeder Einzelne von uns – auch von Ihnen – profitiert davon. Es ist kein Naturgesetz, dass die Kindererziehung mit und die Pflege von Angehörigen überwiegend von Frauen übernommen werden. Meine Damen und Herren – vor allen Dingen: meine Herren –, in unserer Gesellschaft sollte wenileider es noch selbstverständlicher sein, dass der Papa das Kind von der Kita abholt, dass der Papa auf dem Spielplatz im Sandkasten mit seinen Kindern Förmchen backt. unserem (Zurufe) Wirtstellen Meine Damen und Herren, ich wünsche mir mehr selbstdabewusste Männer und Väter in unserer Gesellschaft, in unserer unserem Land. Einige dieser Männer gibt es bereits. (Beifall CDU und SPD – Zurufe AfD) Auch die Politik ist in der Verantwortung. Ich wünsche mir, dass künftige Kabinette noch weiblicher werden. (Zuruf BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Da waren wir schon einmal weiter!) Die Landesregierung – ich knüpfe daran an – hat schon einiges auf den Weg gebracht, und wir bleiben da weiter dran, etwa im Bereich der frühkindlichen Bildung. Wir werden nachher unseren Kita-Gesetzentwurf verabschieden. Damit wird die frühkindliche Bildung gestärkt. Das setzt genau da an, wo wir das System stabilisieren und stärken müssen, indem wir mehr Menschen in das System bringen, indem wir intensiver für den wundervollen Beruf der Erzieherin, des Erziehers werben. Wir stärken unsere Kindergärten und ermöglichen damit eine gute Betreuung in Hessen. Das erreichen wir unter anderem durch die Förderung von PivA-Plätzen – wir haben über 1.000 Plätze geschaffen –, und indem wir die Fachkräfte mittels KitaAssistenzen entlasten. Meine Damen und Herren, das sind die richtigen Stellschrauben, an denen wir ansetzen, damit die frühkindliche Bildung in unserem Land gestärkt wird. Ich sage Ihnen eines: Trotz der Herausforderungen, die wir in diesem Bereich haben, investieren wir über 1 Milliarde Euro jährlich in die frühkindliche Bildung und Betreuung. Das kann sich sehen lassen. (Beifall CDU und SPD) Wir wissen nämlich, dass die Stärkung der frühkindlichen Bildung ein Schlüssel dafür ist – das gilt insbesondere für Frauen –, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert wird. Zweitens komme ich auf das Feld der Sicherheit zu sprechen. Wir wissen, dass Gewalt gegen Frauen in unserem Land leider tägliche Realität ist. Deshalb hat das Kabinett im November 2024 das Frauensicherheitspaket beschlossen – ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Frauen müssen in unserem Land sicher leben können. Deshalb ist der Schutz von Frauen vor Gewalt richtigerweise ein Schwerpunktthema dieser Landesregierung. Wir wenden die elektronische Fußfessel bei Gewalttätern an. Wir sind als Land Hessen beim Einsatz der elektronischen Fußfessel deutschlandweit Vorreiter. (Beifall CDU und SPD) Aber auch in anderen Bereichen, etwa im Bereich Catcalling, verfolgen wir Fehlverhalten noch konsequenter. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir es in zähen Verhandlungen erreicht haben, dass die vertrauliche Spurensicherung endlich durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Hessen übernommen wird. Meine Damen und Herren, das ist ein großer Erfolg beim Gewaltschutz für Frauen. (Beifall CDU und SPD) Mit unserer Kampagne „… und was tust du?“ sensibilisieren wir die Öffentlichkeit. Das ist eine wirklich sehr wirksame Werbekampagne für den Schutz vor Gewalt. Ich sage Ihnen: Gewalt gegen Frauen geht uns alle an. Wir alle stellen uns konsequent und entschlossen gegen Gewalt an Frauen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir beherzt fortführen, meine Damen und Herren. Ich bin sehr stolz darauf und sehr dankbar dafür, dass das Gewalthilfegesetz des Bundes verabschiedet worden ist. Wir haben von Hessen aus daran mitgewirkt. Ich bin dankbar, dass dieser Meilenstein geschafft worden ist. Es gibt nun für Frauen, die Gewalt erfahren, einen Rechtsanspruch auf einen Frauenhausplatz, aber auch auf Schutz und Beratung. Das ist ein richtiger Gamechanger, meine Damen und Herren. (Beifall CDU, SPD und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Ich sage Ihnen: Wir in Hessen haben den Anspruch, dieses Gewalthilfegesetz für die Frauen bestmöglich umzusetzen. Mit einem eigenen Ausführungsgesetz, das wir bereits erarbeiten, wollen wir in Hessen erreichen, dass Frauen, die Gewalt erfahren haben, schnell und unbürokratischer einen Frauenhausplatz bekommen, dass sie Schutz und Beratung erhalten. Das werden wir in Hessen mithilfe der bundesgesetzlichen Vorgaben und des Rechtsanspruchs bestmöglich realisieren. (Beifall CDU und SPD – Felix Martin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie viel Geld geben Sie dafür?) Ich spreche das dritte Feld an: die Arbeitswelt. Mit passgenauen Angeboten helfen wir Frauen, nach der Familienphase in den Beruf zurückzukehren. Wir tun das mit Qualifikationen, Empowerment und Wiedereingliederungsmaßnahmen. Dabei sind wir mit vielen über die Träger ergriffenen Maßnahmen sehr erfolgreich. Das vierte Feld: die Integration. Wir müssen noch bewusster auf Frauen mit Integrationserfahrung schauen; denn auch hier liegen im Hinblick auf die Arbeitswelt noch erhebliche Potenziale, die wir ausschöpfen sollten. Ich sage Ihnen eines: Viele Migranten bringen so viele Kompetenzen, so viele Erfahrungen und einen Schatz an Potenzialen mit, die aber leider bei Weitem noch nicht abgeschöpft werden. Wir wollen, dass diese Potenziale, die viele Menschen, gerade Migrantinnen, mitbringen, gehoben werden, etwa durch deren Einsatz als Integrationslotsinnen. Wir fördern auch mit Projekten, die sehr erfolgreich sind, viele Frauen, um sie zu empowern, um sie zu befähigen und um sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren, etwa über das Projekt „Vielfaltsfreundin“ oder das Projekt „Digitale Brücken bauen – Frauen in Aktion“ oder „Integration durch Karriere für geflüchtete Frauen und Migrantinnen“. Meine Damen und Herren, das sind wirklich tolle Maßnahmen im Bereich der Integration und der Arbeitsmarktpolitik, und die werden wir fortführen. (Beifall CDU und SPD) Aber ich will auch eine weitere wichtige Initiative meiner Kollegin Prof. Sinemus anführen: „Women go digital“ ist ein Projekt, das vom Digitalministerium unterstützt wird, und bei dem es darum geht, Führungskräfte in der IT-Branche zu stärken und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Auch das ist ein tolles Projekt, das viele Frauen fördert und unterstützt. (Beifall CDU und SPD – Unruhe – Glockenzeichen) Das fünfte Feld: die öffentliche Verwaltung. Wir als Sozialministerium gehen hier mit gutem Beispiel voran. Wir sind Vorbild für andere Ministerien und fördern weibliche Führungskräfte mit sehr großem Erfolg. Rund die Hälfte unserer Führungskräfte ist weiblich, von den Abteilungsund Referatsleitungen über die Beauftragten und Stabsstellenleitungen bis hin zur Hausspitze mit mir und meinen Staatssekretärinnen. Ich glaube, das ist ein gutes Best-Practice-Beispiel, meine Damen und Herren. Um diese wicklung weiter zu forcieren, werden wir deshalb im menden Jahr ein eigenes Mentoringprogramm auflegen. Die Maßnahmen in diesen fünf Handlungsfeldern Wir als Landesregierung bringen die Dinge voran, schreiten weiter voran im Feld der echten Gleichberechtigung von Frauen und Männern. (Beifall CDU und SPD – Zuruf Mathias (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Aber auch mit weiteren Maßnahmen richten wir den auf die Frauen, etwa durch den Landessozialbericht, dem wir einen Schwerpunkt auf die Jugenderwerbslosigkeit, insbesondere mit Blick auf junge Frauen, legen den, oder auch mit dem Aktionsplan gegen Armut. Meine Damen und Herren, Armut hat viele Gesichter. mut bedeutet nicht nur, keine Wohnung zu haben, ist auch das Geld für Lebensmittel zu knapp. Armut tet oft auch, kein Vertrauen mehr in staatliche Institutionen zu haben. Deshalb werden wir mit dem Aktionsplan Armut mit ganz konkreten Maßnahmen dort ansetzen, Menschen – das betrifft gerade auch Frauen und insbesondere alleinerziehende Frauen – von Armut betroffen Mit dem Aktionsplan werden wir das aufgrund empirischer Befunde ganz konkret an der Wurzel anpacken. (Beifall CDU und SPD) Es gibt eine letzte Sache, die mir sehr wichtig ist: Damen und Herren, die Zukunft von uns allen – von Frauen und Mädchen – beginnt im Sandkasten nicht erst im Hörsaal oder an der Werkbank. Die Mädchen und jungen Frauen von heute sind die Ingenieurinnen, Forscherinnen, Astronautinnen, Mathematikerinnen, Führungskräfte und Nobelpreisträgerinnen morgen. Deshalb werden wir gemeinsam mit der schaft und der Wissenschaft ein Bündnis schmieden, mehr junge Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen; die Zukunftsberufe in Technik, Mathematik und Naturwissenschaften dürfen nicht männlich dominiert bleiben. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Deshalb werden wir im kommenden Jahr einen plan für MINT-Angebote in der frühen Bildung vorlegen. Wir nutzen dafür die im Bildungs- und Erziehungsplan Hessens schon angelegten Strukturen und stärken rationen mit Verbänden und der Wirtschaft, um in der Kita bei den Kindern noch mehr Interesse für MINT-Bereiche zu wecken und sie dazu zu ermutigen. Wenn wir da ansetzen, werden wir erreichen, dass mehr Mädchen und junge Frauen später bereit sind, entsprechende Berufe zu gehen. Ich glaube, das ist richtige Ansatz, meine Damen und Herren. (Beifall CDU und SPD) Wir wollen das Führen in Teilzeit noch stärker implementieren. In unserem Land muss eine moderne Arbeitskultur gelebt werden, mit Jobsharing-Modellen und Führungskonzepten. Selbst in der Landesverwaltung len wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sern, etwa durch flexible Arbeitszeiten, Familienzeitkonten oder die Notfall-Kinderbetreuung. Mit dem Vorsitz in der Arbeits- und Sozialministerkonferenz, ASMK, im kommenden Jahr werden wir auch Ent- den Bund unsere Möglichkeiten ausschöpfen, damit wir kom- diese Themen voranbringen. (Beifall CDU und SPD) zeigen: wir

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