Dr. Daniela Sommer
Als Nächstem erteile ich Herrn Abgeordneten Bletzer von reicht der AfD-Fraktion das Wort. bis die dass Karsten Bletzer (AfD): Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Wieder einmal hören wir griffige Formulierungen von der Regierung. Sie wollen jetzt „digital durchstarten“. Warum haben Sie das eigentlich bisher nicht getan? Mit (Beifall AfD) Immerhin geben Sie damit zu, dass das digitale Durchschafstarten bisher nicht erfolgte. Eigentlich sagt man: Selbsterund kenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Allerdings habe ich da bei Ihnen berechtigte Zweifel. Sie Hessen wollen Innovationen und Gleichberechtigung in der Digigrüntalwirtschaft. Was zunächst gut klingt, entpuppt sich als der Bevormundungsversuch der staatlichen Seite. Sie wollen auch durch entsprechende Programme dafür sorgen, dass mehr weiter Frauen einen Beruf in der IT-Branche ergreifen. Sie übersehen dabei, dass die Frauen unbeeinflusst selbst entscheiden können, was für sie gut ist und was nicht. (Beifall AfD) Sie werben sogar damit, dass die Frauen durch Remote Work und Homeoffice Familie und Beruf kombinieren könnten. Das führt fast zu dem Eindruck, in Ihrer Welt seien die Frauen am Herd zu Hause. Da gedeihen offenbar ausgeprägte Rollenklischees in ihrer linken, schwarz-roten Blase. (Beifall AfD) Des Weiteren beklagen Sie, dass der Anteil der Frauen in der IT-Branche bei nur 30 % liegt. Umgekehrt müsste man die Frage stellen: Was ist eigentlich mit den klassischen Frauenberufen? – Der Anteil der Frauen in der Pflege liegt bei 82 %. Die Lehrkräfte an den Grundschulen sind zu 90 % weiblich. In der Kosmetik sind es ganze 99 %. Bei den Hebammen haben wir sogar 100 % Frauenanteil. Was kommt als Nächstes? Ist das die Motivierung der Männer für Frauenberufe? (Beifall AfD) Schluss damit. Schluss mit der Gleichmacherei der beiden Geschlechter. Wir haben unterschiedliche Begabungen und Interessen. Das ist natürlich und ganz wunderbar. Deswegen darf es keine staatliche Lenkung oder Bevormundung geben. Weiterhin behaupten Sie, die Unterrepräsentanz der Frauen in der Digitalwirtschaft sei ein Innovationshemmnis. Das ist sachlich falsch und in der Tonlage fast anmaßend. Innovationen entstehen durch gute Bildung und brillante Ideen. Wer alles auf das Geschlecht reduziert, wertet die Leistung ab. (Beifall AfD) Wir brauchen eine Gesellschaft, die die Leistung wieder anerkennt. Wir brauchen eine Gesellschaft, die die Leistung wieder belohnt, und zwar unabhängig davon, ob es eine Frau oder ein Mann ist. (Beifall AfD) Sie fordern mit Ihrem Antrag eine Unternehmensgründungskultur für Frauen in Hessen. So etwas lässt sich doch nicht einfach staatlich verordnen. Nach Ihrem Willen soll die Weiterentwicklung der frauenspezifischen Netzwerke sowie die der Gründungs- und Innovationszentren erfolgen. Das klingt alles reichlich sozialistisch. Das erinnert an die staatliche Förderung der Frauen, insbesondere in technischen Berufen, wie es in der DDR üblich war. (Beifall AfD) Das zeigt, wie weit die CDU den linken Parteien bereits auf den Schoß gerückt ist. Das möchte ich keineswegs kritisieren. Besiegeln Sie ruhig Ihren schleichenden Untergang gemäß Ihrem Wahlslogan aus dem Jahr 1987: „Weiter so“. (Heiterkeit und Beifall AfD) Meinen Beitrag möchte ich allerdings mit Ihrem Slogan aus dem Jahr 1976 schließen. Für Sie ist das längst Geschichte. Für uns ist das aktueller denn je. Denn er lautet: „Freiheit statt Sozialismus“. – In diesem Sinne: vielen Dank. (Beifall AfD)
