Heike Hofmann
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Wohnungslosigkeit ist eine der sichtbarsten und zugleich bedrückendsten Formen sozialer Not. Sie betrifft – das haben einige Vorredner zu Recht gesagt – viele Menschen in unserem Land, leider mit steigenden Zahlen, und sie kommt zunehmend in der Mitte unserer Gesellschaft an. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns gesamtgesellschaftlich und gesamtpolitisch dieser drängenden Aufgabe weiter mit voller Kraft stellen. (Beifall CDU, SPD und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Warum verlieren Menschen ihre Wohnungen? Einmal durch den angespannten Wohnungsmarkt, gestiegene Mieten, aber auch durch persönliche Schicksalsschläge. Es sind Menschen, die oft verschiedenste Problemlagen haben und denen wir uns zuwenden müssen. Frau Nguyen, deshalb finde ich es sehr schlimm, wie verächtlich Sie über diesen Personenkreis gesprochen haben, dass Sie bei diesem sensiblen Thema Dinge in die Debatte hineingerührt haben, die hier nichts verloren haben. Sie sollten einmal über Ihr Menschenbild nachdenken. (Beifall CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Freie Demokraten) Ja, auch das Thema Obdachlosigkeit wird aktuell mehr in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatten gerückt. Ich sage Ihnen aber deutlich, dass das Thema Obdachlosigkeit und das, was es für die Menschen bedeutet, jetzt nicht nur in der kälteren Jahreszeit von großer Bedeutung ist, also kein saisonales, sondern ein ganzjähriges gesellschaftliches Problem ist.
