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Nina Heidt-Sommer

SPD 13.11.2025 Sitzungen 21/54

Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Schulabschlüsse sind mehr als ein Zeugnis. Schulabschlüsse sind ein Versprechen darauf, dass Bildung Wege und Teilhabe eröffnet – bestenfalls unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Hintergrund; denn der Schulabschluss ist nicht irgendein Formular, das man im Lebenslauf abhaken kann. Dieser Abschluss ist der Startschuss ins Leben. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Er öffnet Türen, schafft Chancen und macht junge Menschen handlungsfähig. Nach Jahren harter Arbeit der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und aller an Schulen Tätigen ist er der Beweis für Können und Qualifikation. Das ist Teilhabe, Aufstieg und ein selbstbestimmter Weg in gute Arbeit. Jeder Abschluss ist ein Gewinn für die Einzelnen, aber auch für unsere gesamte Gesellschaft. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Heute sprechen wir auch über die Schülerinnen und Schüler, die Hilfen benötigen, um einen Schulabschluss zu erlangen. Das sind ganz unterschiedliche Gruppen, und hier leisten unsere hessischen Schulen Großes. Trotz teilweise herausfordernder Bedingungen liegt Hessen beim Erreichen von Schulabschlüssen auf dem zweiten Rang aller Bundesländer. Das ist ein guter Wert, auf den man aufbauen kann. Wir sehen zum Beispiel Förderschülerinnen und Förderschüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Sie schaffen einen berufsorientierten Förderabschluss und anschließend teilweise einen Hauptschulabschluss. Das sind großartige Leistungen, und das zeigt: Inklusion kann funktionieren, meine Damen und Herren. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Wir haben ehemalige Intensivschülerinnen und Intensivschüler, die einen Haupt- oder Realschulabschluss machen oder das Abitur schaffen. Das gelingt, weil wir in Hessen den jungen Menschen schnell und effektiv Deutsch beibringen. Viele Menschen erreichen ihre Abschlüsse auch, weil wir in Hessen wissen: Auf den Anfang kommt es an. In unseren Kitas legen wir den Grundstein für eine erfolgreiche Sprachförderung. Unser Ziel ist klar: Wir wollen alle Kinder und Jugendlichen erreichen und sie dabei unterstützen, ihr volles Potenzial zu entfalten. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, wir haben aber auch Schülerinnen und Schüler, die auf dem ersten Bildungsweg keinen Schulabschluss erreichen können. Das sind Förderschülerinnen und Förderschüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Das sind Intensivschülerinnen und Intensivschüler, die erst im späten Jugendalter zu uns kommen und aufgrund der Bedingungen in ihren Herkunftsländern nicht alphabetisiert sind. Auch diese jungen Leute lassen wir nicht zurück. Auch hier bieten wir verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten. Unsere Berufsschulen und Jobcenter leisten dabei einen wichtigen Beitrag, auch diesen Menschen eine Perspektive zu geben. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Wir dürfen uns auf diesen Erfolgen nicht ausruhen. Wir stellen klar: Kein Jugendlicher wird zurückgelassen. Wir müssen uns auch den Schülerinnen und Schülern zuwenden, die auch unter diesen Bedingungen in Hessen noch keinen Abschluss erhalten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft leben diese Menschen in herausfordernden psychosozialen Problemlagen. Deshalb haben wir viele sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt und die Zahl der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen erhöht. Wir arbeiten stetig daran, die Arbeit von Jugendhilfe und Schulen noch besser zu verzahnen; denn wir wissen, jede Investition in Prävention zahlt sich aus. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Als Koalition aus CDU und SPD legen wir besonderen Wert auf die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, die besondere Hilfe beim Erreichen der Abschlüsse benötigen. Meine Erfahrung als Lehrerin in einem ehemaligen sozialen Brennpunkt hat mir gezeigt: Gerade Schulen, die besondere Schwierigkeiten haben, müssen Mittel gezielt einsetzen. Das Startchancen-Programm ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. (Beifall SPD, vereinzelt CDU und Freie Demokraten) Abschließend möchte ich mich bei den Lehrkräften, leitungen sowie den sozialpädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auch bei den Schulpsychologinnen Schulpsychologen für ihr Engagement bedanken. Sie zen sich mit vollem Einsatz für diese Ziele ein und lichen so den Schülerinnen und Schülern an hessischen Schulen eine gute Zukunft. – Vielen Dank. (Beifall SPD und vereinzelt CDU)

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