MatTimon Gremmels
heißt Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Dr. Büger, Sie haben Konsoin Ihrem Eingangsstatement von einer „Liste des Grauens“ gesprochen, die die Landesregierung vorgelegt hat. Komspamen wir einmal zu den harten Fakten zurück. Es gab FDP einen Dringlichen Berichtsantrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und da gab es eine Frage 8: „Mit welchen Überlegungen bzw. Vorschlägen zur zuschie– Schließung von Studienangeboten sind die [hessischen] Hochschulen seit dem 01.01.2025 an die Lanin desregierung … herangetreten?“ läuft die Als Antwort auf diese Frage hat mein Haus, haben wir HochIhnen eine Liste vorgelegt. Weswegen haben wir die so vorgelegt? Da ich mir als Abgeordneter immer gewünscht habe, dass man möglichst ausführlich und sachlich und Finankomplett informiert wird. Das war immer mein Herangeder hen, und ich habe meinem Haus auch gesagt, das machen Er wir so. Jetzt haben wir die Liste so vorgelegt. Das sind VerÜberlegungen der Hochschulen – unabhängig vom HochNachschulpakt, weil der erst im Sommer unterzeichnet worden ist. den des (Lucas Schmitz (CDU): So ist es!) Das haben wir Ihnen vorgelegt, da wir kollegial sind und Sie diesen Anspruch aus meiner Sicht auch haben. Daraus Hessendann eine Pressemitteilung zu machen, wie die GRÜNEN, vor die in der Überschrift suggeriert, dass das Überlegungen ankurder Landesregierung seien, finde ich, ehrlich gesagt, unredlich. (Vereinzelter Beifall CDU und SPD – Zuruf Lara Klaes (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Spiel Natürlich müssen wir daraus dann auch unsere Konsequenzu zen ziehen, wie detailliert wir zukünftig antworten. Das ist Zeiten. halt so. Das ärgert mich, und das finde ich, ehrlich gesagt, Staub, nicht okay. Zweitens. Wenn Sie uns als Landesregierung schon nicht glauben – ja, das ist völlig okay als Opposition –, Knell (Freie (Zuruf Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) dann hören Sie bitte zu, was Prof. Khakzar, der Präsident nicht der Hochschule Fulda, gegenüber der „Fuldaer Zeitung“ erklärt hat – nachzulesen im Pressespiegel von heute, 13. November 2025. (Freie (Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): SchulHaben Sie sich gestern Abend einmal mit denen unterhalten?) zum – Ja, das habe ich, Herr Frömmrich, natürlich. Ich unterhalden te mich ständig und bin im regelmäßigen Austausch mit unseren Hochschulpräsidenten. – Ich hoffe, Sie sind das Wirtauch; denn dann hätten Sie, liebe FDP, vorher einmal mit –: Herrn Khakzar gesprochen, der gegenüber der „Fuldaer Zeitung“ gesagt hat: „Nun stellt Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar auf Anfrage unserer Zeitung klar: Von einem Kahlschlag könne keine Rede sein. ‚Das Angebot der Hochschule Fulda umfasst über 60 Bachelor- und Masterstudiengänge und wird kontinuierlich weiterentwickelt und angepasst‘ … Es sei an Hochschulen völlig normal, dass Studiengänge überarbeitet, eingestellt oder ersetzt werden.“ Meine sehr verehrten Damen und Herren, es gibt also keinen Kahlschlag. (Beifall CDU und SPD – Nina Eisenhardt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Was ist mit den Geowissenschaften an der TU Darmstadt?) Der Bachelor „Internationale Ingenieurwissenschaften“ ist in der Tat eingestellt worden, aber aus ganz anderen Gründen als denen, die Sie uns unterstellen. Er wurde vor zehn Jahren eingeführt, um den geflüchteten jungen Menschen den Einstieg in das deutsche Hochschulsystem zu erleichtern. Die Nachfrage der Studierenden sei mit zehn bis 15 stets rückläufig gewesen. Da müssen die Hochschulen ihre Studienpläne anpassen. Die beiden besagten Masterstudiengänge wiederum verschwinden nicht ersatzlos. Sie sind in den neuen englischsprachigen Masterstudiengang Electric Engineering eingegangen. Es gibt also Überarbeitungen, die sinnvoll sind. Ich war in der letzten Woche an der Hochschule in Fulda. Da hatte ich auch mit den Studierenden eine Diskussion. Der ehemalige AStA-Vorsitzende hat ausdrücklich gefordert, mehr englischsprachige Studiengänge einzurichten. Das ist der richtige Hinweis. Dafür müssen andere Studiengänge eingestellt werden. Das ist ein ganz normaler Vorgang. (Beifall CDU und vereinzelt SPD) So einen Vorgang gibt es nicht nur an der Fachhochschule Fulda. So soll beispielsweise auch der Studiengang „Informatik – Mobile Anwendungen“ an der Frankfurt University of Applied Sciences eingestellt werden. Er wird durch den Nachfolgestudiengang „Informatik – Smart Systems“ ersetzt. Wir haben dann für einen gewissen Zeitraum zwei Studiengänge. Der eine läuft aus, der andere hat schon begonnen. Wenn der Studiengang ausgelaufen ist, dann ist das nicht minus eins. Vielmehr hat die Hochschule einen anderen Studiengang geschaffen. Das ist ganz einfache Mathematik. Herr Büger, als studierter Mathematiker sollten Sie das wissen und kennen. Meine sehr verehrten Damen und Herren, nehmen Sie das zur Kenntnis. (Vereinzelter Beifall CDU und SPD) Gestern waren viele beim Abend der Fachhochschulen. Da hat der Vertreter der Hochschule RheinMain vorgetragen, dass 16 Bachelorstudiengänge in einem Studiengang Angewandte Ingenieurwissenschaften aufgehen sollen. Es gibt da verschiedene Studienrichtungen und verschiedene Studienschwerpunkte. Das ist ein neuer Weg. Aber da kann man doch nicht sagen, es seien 16 Studiengänge weniger. Vielmehr gibt einen neuen, der breiter angelegt ist. Dort wird die Spezialisierung erst während des Studiums ermöglicht. Wenn die jungen Leute das Studienfach wechseln, bekommen sie keine Probleme mit dem BAföG. Wenn die jungen Leute den Studiengang gewählt haben, dann können sie auch schauen, wann und wo sie sich spezialisieren. Ich finde, in der Vergangenheit haben wir bei dem Bachelorabschluss zu früh und zu stark spezialisiert. Deswegen ist das der richtige Weg. Die MINT-Fächer haben bei dieser Landesregierung eine gute Zukunft. – Glück auf. Ich danke Ihnen. (Beifall CDU und SPD)
