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Timon Gremmels

11.11.2025 Sitzungen 21/52

Sehr geehrte Frau Abgeordnete Eisenhardt, für die Hessische Landesregierung sind die unterschiedlichen Fächer, seien es MINT-Fächer, seien es aber auch Fächer der Geistes- und der Sozialwissenschaften, für den Diskurs in Wissenschaft, Forschung und Lehre gleich wichtig. Es ergibt keinen Sinn, hier nur auf eine Fachrichtung zu setzen, sondern wir brauchen gerade in der heutigen Zeit, einer Zeit der gesellschaftlichen Herausforderungen aufgrund der globalen Situation, auch die Geistes- und Sozialwissenschaften, um Krisen zu bewältigen. Wir brauchen die MINT-Fächer, und gleichermaßen brauchen wir die „kleinen Fächer“. Ich möchte aber noch einmal betonen – weil hier der Eindruck entsteht, als ob wir als Landesregierung Fächer- und Studiengangschließungen unterstützen würden –, dass das mitnichten der Fall ist. Es gibt in der hessischen Wissenschaftslandschaft, an den Hochschulen, ein Kommen und Gehen von Studiengängen. Es ist so, dass bestimmte Studiengänge nicht fortgeführt werden. Sie hatten sich in der vergangenen Ausschusssitzung, auf der Grundlage eines Berichtsantrags Ihrer Fraktion, auch mit dem Staatssekretär darüber unterhalten. Dafür entstehen aber auch neue Studiengänge. Das haben Sie in Ihrer anschließenden Pressekommunikation leider unterschlagen. Wir hatten Ihnen auf Ihre Anfrage hin dargelegt, dass es in den Hochschulen Überlegungen gibt – ganz unabhängig vom Hochschulpakt –, den einen oder anderen Studiengang zu modifizieren oder nicht fortzuführen. Das ist so. Das hat es aber auch immer schon gegeben. (Zuruf Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Ich möchte aber darauf hinweisen – das ist leider in der Diskussion untergegangen –, dass auch sehr viele neue Studiengänge entstehen. Ich möchte einmal deutlich machen, dass allein an der Uni Kassel zum Wintersemester 2025/2026 neun neue Studiengänge auf den Weg gebracht worden sind. Dazu kommen weitere Studiengänge, zum Beispiel in Fulda oder in Marburg. Es ist so, dass Studiengänge immer im Wandel waren, dass immer auch neue geschaffen worden sind, dass die aktuellen Fragen der Zeit diskutiert werden. In Kassel ist es zum Beispiel der Schwerpunkt der Nachhaltigkeit, der dazu geführt hat, dass dort weitere Studiengänge auf den Weg gebracht worden sind. Das ist aus meiner Sicht genau der richtige Weg. Wir als Hessische Landesregierung begleiten das aktiv. Wir unterstützen die Hochschulen dabei. Aber wir respektieren auch die eigene Schwerpunktsetzung, die jede Hochschule für sich vor Ort vornimmt. Das hat etwas mit Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit und der Hochschulautonomie zu tun, die diese Landesregierung ausdrücklich respektiert und unterstützt. – Vielen Dank. (Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Und mit Kaputtsparen hat es zu tun!)

Protokoll ↗