Frank Lortz
Vielen Dank. – Das Wort hat der Kollege Dr. Stefan Naas, Vorsitzender der FDP-Fraktion. Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe mich gefreut, als ich den Antrag gelesen habe. Wir haben schon so oft über das Thema A 49 und über all die Schwierigkeiten beim Bau und die Hindernisse gesprochen. Nachdem das Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, ist es nun an der Zeit, sich über den Erfolg zu freuen, Frau Kollegin Walther. Das sage ich insbesondere in diese Richtung, weil wir gemeinsam im Dannenröder Forst waren. Wir waren damals parlamentarische Beobachter. (Zuruf Katy Walther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Für dich haben sie immer noch ein Plätzchen auf dem Baumhaus frei gehalten. Ich habe noch Fotos davon. Das war wunderbar. Da gab es das große Banner mit der Aufschrift: Dieser Platz ist frei für Katy Walther. (Vereinzelte Heiterkeit) Das war damals ein kleines Problem mit eurem Verkehrsminister, weil dieser sich an Recht und Gesetz gehalten hat. Deswegen gebührt heute nicht nur Dieter Posch Dank, der dieses Thema vorangetrieben hat, sondern vielleicht auch Tarek Al-Wazir, weil er das Projekt in seinen zehn Jahren nicht weiter verhindert hat. Auch dafür kann man heute einmal klatschen. (Beifall Freie Demokraten) Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich habe mich auch deswegen gefreut, weil man natürlich sieht, dass mit solch einer Straße unglaubliche Chancen für die Region und für ganz Hessen verbunden sind. Wir bringen Kassel und das Rhein-Main-Gebiet enger zusammen. Wir vernetzen Hessen. Wir machen die Fahrt kürzer, einfacher und schneller. Das sind nicht nur sechs Minuten im Verhältnis zu 1,5 Milliarden Euro, oder wie viel auch immer das sein mögen, sondern das sind jedes Jahr sechs Minuten mal Millionen Fahrer. Deswegen ist es natürlich ein immenser volkswirtschaftlicher Nutzen. Deswegen hat der Kollege Leyh völlig recht, wenn er sagt, dass das auch eine CO einsparende Autobahn ist. So ist es, und zwar weil es kürzer ist. (Beifall Freie Demokraten und vereinzelt CDU) Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir können viel über Chancen reden. Ich freue mich immer, wenn ich über diesen Dannenröder Abschnitt fahre. Es ist wirklich eine schöne Trasse geworden. Die Straße ist nun auf dem neuesten Stand. Kollege Ziegler, was die Bestandsstrecke angeht, muss man dafür kämpfen, dass natürlich auch hier ein Lärmschutz stattfindet. Ich finde es gegenüber den Anwohnern in der Region gerecht, dass man nicht auf den Stand von 1990 oder 2000 abstellt, sondern dass man einen neuen Standard einbezieht. Dafür kann man kämpfen. Das ist legitim und ehrenhaft. Wir sollten aber auch einmal darüber reden, wie wir das letzte verbliebene Bauwerk vollenden, das letzte verbliebene Projekt, das wir noch aus dem Bereich der Vollendung der deutschen Einheit haben. 1990 ist schon ein paar Jährchen her. 35 Jahre sind es. Das ist die A 44. Die A 44 ist natürlich ein Projekt der Liste von heute Morgen, nämlich der Streichliste von 28 Projekten, die ich heute Morgen dargestellt habe. Deswegen ist das die entscheidende Frage, die wir jetzt angehen müssen. Insofern möchte ich Sie ganz herzlich bitten, sich für Ihren Bundesverkehrsminister starkzumachen gegen den sozialdemokratischen Finanzminister. Es kann nicht sein, dass wir so viel neues Geld aufnehmen, dass wir so viele Schulden machen und am Ende dieses letzte hessische Projekt der deutschen Einheit nicht vollendet wird. (Beifall Freie Demokraten) Die A 44 muss vollendet werden. Die letzten Teilabschnitte müssen gebaut werden. Ich glaube, das sind wir den Menschen in Hessen schuldig. Das sind wir der Prosperität in diesem Land schuldig. Deswegen ist heute ein guter Tag, Kollege Leyh. Es ist ein super CDU-Antrag. Da feiern wir gerne mit. Es ist ein sehr gutes Projekt. Glück auf der A 49. – Vielen Dank. (Beifall Freie Demokraten)
