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Frank Lortz

02.10.2025 Sitzungen 21/50

Vielen Dank, Kollege Schenk. – Das Wort hat der ordnete Sebastian Müller, CDU-Fraktion. Bitte sehr, bastian. Sebastian Müller (Fulda) (CDU): Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und gen! Nach dem Vortrag der AfD könnte man fast zu Vermutung geraten, dass Reden vertauscht worden Ich will jetzt wieder zum Thema sprechen. Das Grundsätzliche vorweg: Wir stehen uneingeschränkt zur Sicherung des Waldes in seinen Funktionen als Natur-, Erholungsund Wirtschaftsraum. Unser Ziel ist es, diese Vielfalt erhaft zu erhalten und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. (Beifall CDU und SPD) In diesem Sinne steht auch die aktuelle Überarbeitung Naturschutzleitlinie für den Staatswald. Übergeordnetes Ziel ist ein pragmatischer, verantwortungsvoller mit dem Wald. Dazu gehören die gezielte Pflege, der sequente Umbau hin zu klimaresilienten Baumarten eine nachhaltige Bewirtschaftung im Einklang mit Naturschutz. Dabei ist eine verantwortungsvolle schaftung gerade keine Ausbeutung unserer Wälder, dern Teil einer vorausschauenden und generationenübergreifenden Forstpolitik. Op- (Beifall CDU und SPD) Die stoffliche Nutzung von Holz, also die langfristige Einich bindung in Produkte, unterstützt eine CO -Bindung und ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Bewirtschaftete Wälder wachsen schneller, binden mehr CO und bieten auch strukturreiche klimaresiliente Bestände und damit eiGRÜne höhere ökologische Stabilität. Angesichts der gravierenden Schäden im hessischen Staatswald – man muss es sich vor Augen führen: rund 40.000 Hektar sind stark betroffen – ist entschlossenes Handeln dringend geboten. Eine klimaangepasste Durchforstung ist notwendig, um unsere Wälder langfristig zu In erhalten und widerstandsfähiger gegen Extremwetter und sind Schädlinge zu machen. Liebe Kollegin Gronemann, ja, es zeigt sich bereits heute, dass die Aussetzung der FSC-Zertifizierung ein richti90/ ger und notwendiger Schritt war. Sie hat den Handlungsspielraum erweitert, um schneller geeignete klimaresiliente – Baumarten einbringen zu können und die Bewirtschaftung anzupassen. Auch der Punkt, dass es nicht im Koalitionsvertrag geregelt war, zeigt, dass wir eine handlungsfähige WindKoalition haben, (Lachen Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/ 90/DIE DIE GRÜNEN)) die auf die neuen Gegebenheiten, die der Wald einfach benötigt, eingehen und auch situativ reagieren kann. Das haben ist ein großer Vorteil und ein großer Pluspunkt dieser Kovorne alition. (Beifall CDU und vereinzelt SPD – Zuruf BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Sie sprechen im Titel der Aktuellen Stunde von einem Vertrauensbruch und erheben in einer Pressemitteilung Ihrer Fraktion Vorwürfe, auf die ich hier in fünf Punkten noch einmal konkret eingehen möchte; denn die Naturschutzleitlinie ist sehr umfassend. Wir müssen uns mit den Details beschäftigen. Wir können nicht einfach allgemein bleiben. AbgeSie schreiben, wir wollten Gift im Wald einsetzen. Das Seist in dem Sinne falsch. Wir wollen eine Mäusebekämpfung vornehmen. Wenn Sie im Wald unterwegs sind und sehen, dass gerade neu begründete Laubholzbestände massiv durch Mäuse geschädigt werden, bedeutet das einen Totalausfall, gerade bei der Eiche. Dann ist das ist ein groKolleßes Problem, und unsere Baumschulen sind unter Vollausder lastung. Wir müssen die Forstpflanzen schützen, und wir sind. können nicht fünf-, sechsmal nachpflanzen, bis ein Bestand begründet ist. Diese Kapazitäten haben wir nicht. Deswegen ist es an dieser Stelle sinnvoll, punktuell und dau- unter Beachtung des Naturraums und der Gegebenheiten eine Mäusebekämpfung vorzunehmen. Wenn Sie da von Gift im Wald sprechen, halte ich das für nicht redlich. (Beifall CDU und SPD) der Weil Sie so fragend schauen: Ihre Pressemitteilung der Fraktion kritisiert, dass wir den Lebensraum für SchmetterUmgang linge entsprechend reduzieren wollen. Gerade für Schmetkon- terlinge sind frühe Entwicklungsstadien entscheidend. Wir und haben so viele Schmetterlinge in frühen Entwicklungsstadem dien im Staatswald wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Bewirt- Das liegt an den Kalamitäten. Die werden auch nicht durch son- die Naturschutzleitlinie abgeschafft. Diese frühen Entwicklungsstadien sind wichtig und entscheidend dafür, dass sich dort eine Begleitvegetation bilden kann. Das wird durch die Naturschutzleitlinie gefördert. Wenn Sie behaupten, die Landesregierung wolle den Lebensraum für Schmetterlinge reduzieren, frage ich Sie: Woher ziehen Sie diese Erkenntnis? Ich frage mich das tatsächlich. (Beifall CDU und SPD – Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Ja, Ihre Pressemitteilung. – Sie sprechen davon, dass die Schonung der Waldböden abgeschafft werden solle. Der Waldboden ist das Kapital in der Forstwirtschaft. Es gibt nichts Wichtigeres als ein intakter Waldboden – auch für die Wasserrückhaltung, für die Wasserspeicherung. Das ist unser Kapital, mit dem wir arbeiten, mit dem unsere Försterinnen und Förster arbeiten. Es ist eine Grundlage, die in dem Zusammenhang im Fokus steht. Die Redezeit geht zu Ende. Ich will mich beeilen. Auf Habitatbäume werden bestimmt auch noch der Minister und der Kollege Hofmann eingehen. Das haben Sie als einzigen konkreten Punkt genannt. (Vanessa Gronemann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ich dachte, der andere Teil nicht? Was denn nun?) Das ist eine Mindestzahl bei den Habitatbäumen. Wir werden keinen einzigen Habitatbaum fällen. Das heißt, auch da kann Entwarnung gegeben werden. (Beifall CDU und SPD) Ich möchte einen Satz aus Ihrer Pressemitteilung zitieren: „Die Landesregierung will sogar Maßnahmen streichen, die der Wasserversorgung unserer Wälder dienen.“ Punkt 7.5 der Naturschutzlinie ist unverändert, ohne eine Änderung.

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