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Frank Lortz

02.10.2025 Sitzungen 21/50

Vielen Dank. – Das Wort erhält Herr Kollege Gerhard Schenk für die AfD-Fraktion. Gerhard Schenk (Bebra) (AfD): Herr Präsident, verehrte Damen und Herren! Die GRÜNEN wärmen mit dieser Aktuellen Stunde ein weiteres Mal ihren Dringlichen Berichtsantrag von letztem Donnerstag auf – (Zuruf Vanessa Gronemann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) eine gute Gelegenheit, das Märchen von den grünen Umweltschützern zu entlarven. Die Waldbewirtschaftung in Deutschland ist ein Paradebeispiel dafür, wie dies im Einklang mit der Natur mittlerweile seit Jahrhunderten gelungen ist. Es ist ein Mehrgenerationenprojekt: Heute gepflanzte Bäume können erst in 75, 100 oder 150 Jahren geerntet werden. So geht Nachhaltigkeit. (Beifall AfD) Die Tierwelt des Waldes war und ist Teil des Ökosystems und wurde gehegt und gepflegt, wie auch die Baumbestände. Regulierend und optimierend eingegriffen haben schon immer Förster und Jäger. Dazu bedarf es keiner grünen Besserwisserei, weder einer unbeeinflussten Waldentwicklung noch eines Einschlagmoratoriums oder eines Habitatbaumbürokratismus. Wollen wir doch mal über den rosa Elefanten sprechen: die gewaltige Naturzerstörung, die Sie alle mit Ihrer Energiewende bewirken. Insoweit sind sich alle einig. (Beifall AfD – Zurufe) – Ja, so ist es. – Beginnend mit der grünen Kanzlerin Angela Merkel, (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Die war grün? – Weitere Zurufe) bis heute zum fluiden Bundeskanzler Friedrich Merz: Sie sprechen von unbeeinflusster Waldentwicklung. Dazu passt das Stichwort Flächenversiegelung. Ein Beispiel: Für den sicheren Stand einer einzigen Windenergieanlage mittlerer Größe – das sind also nur die kleinen –, zum Beispiel vom Typ E-126, braucht es ein Fundament von 1.400 Kubikmeter Stahlbeton. In dieser Baugrube könnte man zum Beispiel 150 Fahrzeuge des Typs Polo von VW verscharren. Das Fundament wiegt 3.500 Tonnen, was ebenfalls 3.500 Fahrzeugen entspricht. Noch viel gewaltiger sind die im Bau befindlichen und geplanten Windenergieanlagen im Reinhardswald: Heute wird die Nabenhöhe durchschnittlich mit 240 Metern geplant. In Brandenburg wird gerade das größte Windkraftwerk errichtet, das hat 300 Metern Nabenhöhe. Insgesamt ist es 365 Meter hoch. Der Commerzbank Tower in Frankfurt hat lediglich 259 Meter. (Lena Arnoldt (CDU): Ist das jetzt Ihre Rede zur Aktuellen Stunde?) – Das passt wunderbar dazu; denn das gehört zur Umweltzerstörung, die Sie alle hier betreiben. (Beifall AfD – Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Aktuell gibt es in Hessen 1.181 Windenergieanlagen, Hunderte weitere sind im Bau oder in Planung. Sie stehen regelmäßig auf Kammlagen unserer Mittelgebirge, meist mitten in den Wäldern: ein gigantischer Raubbau an der Natur und den Wäldern. (Zuruf Katy Walther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Millionen Bäume wurden in der Zwischenzeit gefällt und Millionen Quadratmeter dauerhaft versiegelt. Erneuerbare Energien – das sollten Sie eigentlich wissen – benötigen immer auch konventionelle Kraftwerke als Reserve, wenn Wind und Sonne fehlen, und auch zwingend zur Frequenzvorgabe. Mit dem Netzausbau und der CO -Bepreisung kommt es zu den höchsten Strompreisen in Europa, wahrscheinlich in Kürze auch weltweit. (Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Das sind lange fünf Minuten!) Die deutsche Industrie verliert Marktanteile oder wandert gleich aus. Wenn Sie PV-Anlagen nehmen, ist das alles auch ein Konjunkturprogramm für die chinesische Industrie und auch für die Amerikaner. Windenergieanlagen in Wald und Flur machen nicht nur Anwohner krank und trocknen Böden aus, auch der Rückbau und die Entsorgung der Rotorblätter sind ungeklärt. Der toxische Rotorblätterabrieb verseucht Erdreich und Grundwasser. Ohrenbetäubender Lärm und Infraschall zerstören Lebens- und Erholungsraum im Wald. (Beifall AfD – Zurufe) Massenhaft werden Fledermäuse, Vögel und Insekten fer der Rotorblätter. So sieht nicht nur grüner Naturschutz aus, Sie alle machen mit. Wie so etwas aussieht, zeige Ihnen hier einmal mit Erlaubnis des Präsidenten. (Der Redner hält ein Foto hoch.) Sehen Sie, und Sie wollen den Wald schützen, liebe NE. Das ist Ihr Waldschutz. Schauen Sie mal genau hin. (Beifall AfD – Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Glockenzeichen) Alles Heuchelei, was Sie machen, wenn Sie vorgeben, sich für Umwelt- und Naturschutz einsetzen zu wollen. Wahrheit sichert das diese subventionsgetriebene Maschine und Ihre grüne Existenz. Sie sind in Instituten, Sie bei den NGOs oder in den Unternehmen der sogenannten erneuerbaren Energien. (Beifall AfD – Vanessa Gronemann (BÜNDNIS DIE GRÜNEN): Was unterstellen Sie uns gerade? Weitere Zurufe) – So ist das eben. Schauen Sie sich den Graichen-Plan doch an, der hat da Maßstäbe gesetzt. – Kommt das rad, stirbt der Wald. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS GRÜNEN): Ganz im Gegenteil! – Weitere Zurufe) – Das ist so eine Studie. – Für uns ist es ein Hauptgrund für den Niedergang unserer eigenen Wirtschaft. Das wir Ihnen zu verdanken, und die CDU ist auch ganz mit dabei; das hatte ich schon erwähnt. (Lachen und Zurufe) Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall AfD – Zurufe)

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