Astrid Wallmann
Als Nächster hat der Abgeordnete Dr. Büger der Freien Demokraten das Wort. Bitte schön. Dr. Matthias Büger (Freie Demokraten): Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren Kollegen! Hessen greift zu den Sternen – ich will sagen, das will ich gar nicht kritisieren –, aber leider tun sich die einen oder anderen ganz irdischen Probleme auf. Aber der Reihe nach. Hessen hat mit ESOC und EUMETSAT in Darmstadt zwei europäische Schwergewichte. Hessen entwickelt sich im Übrigen seit den 1970er-Jahren zu einem umfassenden Raumfahrtökosystem. Seit dem Jahr 2010 hat sich die hessische Raumfahrtpolitik positiv weiterentwickelt von einer passiven Standortpflege zu einer aktiven Gestaltung. Dazu kann ich sagen: Das begrüßen wir. So weit, so gut. Aber die Frage ist doch: Reicht Ich muss sagen, leider fehlen verbindliche Ziele. Wo keine Kriterien gibt, kann Erfolg am Ende nicht gemessen werden. Aber ohne verbindliche Ziele, ohne professionelle Umsetzung, ohne messbare Erfolgskontrolle droht am Ende seine Chancen zu verspielen. Wir müssen nur mal über die Grenzen schauen. Andere Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Bremen agieren aggressiver und insbesondere deutlich systematischer. Wir Freie Demokraten fordern daher den Übergang Slogan zur Steuerung, also KPIs statt nur Narrative, gets statt Absichtserklärungen, Clustermanagement loser Vernetzung. Denn ich sage Ihnen auch eines: so wird aus „Hessen in Space 2.0“ ein messbarer Standortvorsprung, technologisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch, und eben nicht ein „Lost in Space“. Noch ein Blick auf die hessischen Hochschulen. Weltraumforschung geht nur mit den hessischen schulen. Die hessischen Hochschulen haben im auch schon seit Jahren den Ball aufgegriffen und schungsexzellenz in Weltraumphysik schon längst von elektrischen Raumfahrtantrieben bis hin zur Weltraumwetterkunde. Explizit nennen möchte ich hier die Darmstadt, aber auch die Universitäten in Frankfurt, sel und Gießen. Aber nun kürzt diese Koalition massiv an den hessischen Hochschulen. Ich sage Ihnen auch: Das wird nicht am Wissenschaftsstandort vorübergehen. (Beifall Freie Demokraten und vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wie soll man Weltraumforschung stärken, wenn man Ende die Basis schwächt? Deshalb reicht es nicht, Weltraumforschung zu feiern, während man durch eigene Politik die Basis schwächt. Meine Damen und Herren, es ist spät geworden. Sie mich zusammenfassen: Heute freuen wir uns, auch Freie Demokraten, über die Weltraumforschung in Das Land sollte hier unterstützen. Das ist gut so. Aber wir brauchen deutlich mehr Verbindlichkeit. brauchen klare Ziele, und wir brauchen Kriterien. wir schon zu den Sternen greifen wollen, dann wir die wissenschaftliche Basis an den Hochschulen schwächen; denn wir wissen nicht, was kommt, was in Zukunft auf uns zukommt. Da will ich Ihnen eine von Yoda mitgeben: „Schwer zu sehen die Zukunft immer in Bewegung.“ – Danke sehr. (Beifall Freie Demokraten)
