Marcus Resch
Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Monitoring dieser solo lebenden und nachtaktiven Tiere ist tatsächlich nicht einfach. Da gebe ich dem Herrn Minister durchaus recht. Das Problem ist allerdings, dass das zum Beispiel auf der 9. Hessischen Landesnaturschutztagung angesprochen wurde und erstaunlicherweise ich – Sie haben gerade alle bekundet, wie wichtig Ihnen das ist – der einzige Abgeordnete dort war. (Beifall AfD – Zurufe CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Robert Lambrou (AfD): So war es!) Zusätzlich konnte ich dort mit den betreffenden Amphibienexperten sprechen, unter anderem mit Frau Dr. Dittrich, die ganz klar sagte, die aus Zuchtstationen freigelassenen Salamander würden zum größten Teil sterben. Warum das so ist, weiß man noch gar nicht. Die Resistenzforschung stützt sich momentan auf einen kleinen Pool von sechs Salamandern in Rheinland-Pfalz: Sechs Salamander sind, nachdem Bsal seit über 20 Jahren auftritt, resistent. Die Resistenzforschung steckt noch in den Kinderschuhen, und sie braucht Geld. Frau Knell, darin sind wir uns auch völlig einig. Ohne Geld geht es nicht. Wie ich eben gesagt habe: Die Arbeitsgruppe Ziemek in Gießen bekommt kein Geld mehr. Das steht auf der Homepage, das kann man nachlesen. Wo ist da das Zukunftsdenken? Das will ich hier einfach einmal anbringen. (Beifall AfD) Im Moment ist Sachsen, mit dem Elbsandsteingebirge, das einzige Bundesland, das komplett Bsal-frei ist. Dort ist die größte in Europa vorhandene Feuersalamanderpopulation noch unberührt. Die Wissenschaftlerkollegen schauen mit großer Angst auf den nächsten Sommer; denn, wenn auch dort das Massensterben einsetzt, war es das mit dem Feuersalamander. Die Zahlen sind dramatisch. Heute sind vier neue Verdachtsfälle in Niedersachsen gemeldet worden, das bis jetzt ebenfalls ausgenommen war. Bsal schreitet also voran, und die bisherigen Methoden helfen nicht. Mehr habe ich nicht gesagt. Wenn der Antrag ein Mehr an Geldern und ein Mehr an Aufmerksamkeit gebracht hat, hat er das erreicht, was ich wollte. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall AfD)
