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Frank Lortz

01.10.2025 Sitzungen 21/49

Vielen Dank, Kollege Leyh. – Das Wort hat Frau Abgeordnete Wiebke Knell, FDP-Fraktion. Wiebke Knell (Freie Demokraten): Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Wir sind uns einig: Die Salamanderpest ist eine ernste Angelegenheit. Über Ausbrüche dieser Krankheit und über die Risiken wird zunehmend berichtet, und die Fachleute in Hessen, vom HLNUG bis zu den Forschungseinrichtungen an unseren Universitäten, arbeiten seit Jahren daran. Deshalb sagen wir den Beteiligten ausdrücklich ein Dankeschön. Werte Kolleginnen und Kollegen von der AfD-Fraktion, Sie haben ein Thema gefunden, das zweifellos relevant ist; aber Sie sollten sich natürlich auch die Frage stellen, ob Sie eine tragfähige Lösung anbieten. Ihre Grundstrategie ist ja, Probleme großzureden und dabei zu vergessen, dass man auch konkrete Lösungsvorschläge vorlegen muss. Mit Ihrem heute zu behandelnden Antrag unternehmen Sie zumindest den Versuch, eine Lösung aufzuzeigen. Das ist schon einmal ein Fortschritt. Dieser Antrag ist an Absurdität aber eigentlich nicht zu überbieten. Ich zitiere einmal aus Punkt 5 des Antrags: „Hierzu prüft die Hessische Landesregierung die Machbarkeit und Kosten von verschiedenen Ansätzen, wie zum Beispiel die Aufrechterhaltung bestehender Projekte oder die Züchtung Bsal-resistenter Salamander, und setzt dieses um, …“ Wenn Sie diesen Punkt aus Ihrem Antrag aufmerksam lesen, wenn Sie ihn verstehen und auch zu Ende denken, dann stellen Sie fest, was Sie hier tatsächlich fordern. Sie fordern nämlich, wörtlich genommen, die Landesregierung auf, selbst Salamander zu züchten. Wie stellen Sie sich das denn vor? Soll sich der Minister Rotlichtlampen ins Büro stellen und sich der Züchtung von Feuersalamandern widmen? (Heiterkeit und Beifall Freie Demokraten, CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zurufe AfD) Genug Personal wäre im M-Büro wahrscheinlich vorhanden, (Große Heiterkeit Freie Demokraten und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) aber ich bezweifle, dass das eine tragfähige Lösung ist. Wir haben Vertrauen in diejenigen, die sich dem Thema ernsthaft und professionell widmen, beispielsweise in das HLNUG, aber auch in die Forscherinnen und Forscher an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Frau Kollegin Gronemann hat weitere Projekte aufgezählt; die muss ich jetzt nicht wiederholen. Am 1. November findet sogar eine Salamander-Tagung statt. Auf dieser wird umfassend über die Salamanderpest diskutiert. Ich denke, das ist auf jeden Fall erfolgversprechender als Ihr Antrag. (Beifall Freie Demokraten, vereinzelt CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich muss noch einmal ganz deutlich sagen: Wer glaubt, dass man mit einem solchen Antrag die Salamander retten kann, der glaubt wahrscheinlich auch, dass der Populismus Probleme löst. Beides ist falsch. (Beifall Freie Demokraten, vereinzelt CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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