Dominik Leyh
HesSehr geehrter Herr Präsident, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Als ich den Antrag gelesen habe, habe ich Am erst einmal überlegt, ob er mir schlaflose Nächste bereiten sollte. Ehrlich gesagt, ist mir dann aber aufgefallen, dass das meiste, was in dem Antrag steht, schon längst abgefrühstückt ist. Das heißt, wir sind auch da wieder vor der FeuersaLage. Wenn die AfD ein Problem sieht, sind wir schon im untersuBild und auf dem Lösungsweg. In er- Die Salamanderpest ist in der Tat keine Kleinigkeit. Sie infor- bedroht die Biodiversität. Es handelt sich um eine Pilzinfektion, die nur sehr schwer einzudämmen ist. Wir ergreikönnen, fen aber umfassende Maßnahmen. Die laufen schon seit dem Jahr 2018; die Kollegin Gronemann hat es eben erwähnt. Wir fahren ein Informationskonzept des HLNUG. Wir betreiben Monitoring und ein Hygienekonzept durch das HMLU und durch Hessen-Forst in Kooperation mit dem Nationalpark Kellerwald-Edersee. Ferner gibt es bundesweit eine Einbindung von Forschungseinrichtungen, die an diesem Thema arbeiten. Seit 2018 ist, wie eben schon erwähnt, auch die Universität Gießen im Rahmen des Projekts „Feuersalamander Hessen“ beteiligt. Die angesprochenen Sperrzonen à la ASP machen hier einfach keinen Sinn, allein schon aufgrund der fehlenden Verhältnismäßigkeit der Maßnahme. Sie fordern die Einrichtung einer Genesungsstation. Ich kontere das einfach einmal damit, dass es kein wirksames Gegenmittel gegen die Pilzinfektion gibt, und erspare mir den Hinweis auf die anfallenden Kosten und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme. Sie fordern ferner die Zucht genetisch resistenter Salamander. Daran wird geforscht. Das ist selbstverständlich ein langwieriger Prozess, der kostspielig ist. Deshalb kann man gerade den Leuten, die im Nationalpark KellerwaldEdersee ein schönes Wochenende verbringen wollen, nur den Ratschlag geben, auf den Wegen zu bleiben und die Gewässerränder nicht zu betreten, um eine Ausbreitung der Infektion zu vermeiden. In diesem Sinne freue ich mich auf die Diskussion im Ausschuss. (Beifall CDU, SPD und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
