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Prof. Dr. Kristina Sinemus

01.10.2025 Sitzungen 21/49

Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren! weitere Wir haben jetzt einiges gehört; vieles steht auch im AnBuntrag. Aber eines ist klar: „KI made in Hessen“ ist nicht nur Vergangenheit, sondern auch Zukunft. Ich möchte ein Techno- bisschen skizzieren, woher wir kommen und welches die VorderHerausforderungen sind, denen wir uns stellen und die wir Zentrum auch annehmen werden. IGD Zielen Wir kommen von einer Digitalstrategieentwicklung her, mit der wir im Übrigen nicht 2022, sondern 2019 begonnen haben, als wir als Allererstes im November 2019 in weiteres Bild Hessen das Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisieich: rung als einen Baustein der KI-Zukunftsagenda eingerichtet haben. Das ist unser Weg: werteorientierte KI in Europa entwickeln, um unseren Standort in Europa konkurrenzfähig zu machen. Das ist unser Weg. (Beifall CDU und SPD) DeleKristina In der Folge – so macht man das üblicherweise – haben wir waren eine Digitalstrategie geschrieben, dann die KI-Zukunftsoder agenda als ein Momentum daraus entwickelt und parallel dabei. die Säulen aufgegleist. Zu diesen Säulen gehören neben Haltung ZEVEDI – das ist die erste – vier weitere. Die zweite des Säule war, dass wir hessian.AI als ressortübergreifendes zwar Forschungsinstitut in Hessen etabliert und dort 38 Millionen Euro investiert haben. unserer werden, Wir haben als Drittes in ein KI-Innovationslabor investiert. diese Das steht im GSI und kann von Start-up-Unternehmern wie auch vom Mittelstand genutzt werden. Das wird sehr vor gut angenommen. Wir haben in den AI Quality & Testing Hub investiert. die Ich weiß nicht, wer von Ihnen gestern Abend den parlamentarischen Abend des VDE hat besuchen können. Einige waren dabei, wobei ich in Richtung Oliver Stirböck, und aber auch in Richtung Bijan Kaffenberger und Annette Wetekam blicke, als diejenigen, die hier die Vertretung der Wirtschaft übernommen haben. Dort wurde eines gesagt: Der VDE hat sich auf einen Weg begeben, der ungewöhnlich ist. Er hat nämlich gemeinsam mit dem Digitalministerium des Landes Hessen eine GmbH gegründet, die AI zertifizieren will, und zwar als qualitative, werteorientierte KI. Das ist nicht nur ein „Wir wollen“, sondern auch ein „Wir haben“. Wir haben ein den erstes Produkt entwickelt, eine zertifizierte medizintechniweische Anwendung. Das ist es, was wir tun. Wir reden nicht, Wohlsondern wir machen. den (Beifall CDU und SPD) Nun komme ich zum fünften Baustein. Der fünfte Baustein ist eine Investition in 164 Start-ups, in Ideen, Produkte und Prozesse. In diese Ideen, Produkte und Prozesse haben wir 50 Millionen Euro aus unserem Distr@l-Programm investiert. Ich weiß nicht mehr, wer von Ihnen gefragt hat, was wir davon haben. Wir haben KPIs, die genau mit diesen Projekten verbunden sind, und diese KPIs sagen uns nicht nur, dass wir in 164 Unternehmen investiert haben, sondern dass diese auch skalierbare Produkte haben und dass, vor allen Dingen, Arbeitsplätze hier geschaffen und hier gesichert werden. Das ist doch das, was wir wollen. (Beifall CDU und vereinzelt SPD) In Ergänzung dazu: Gestern wurde gefragt, wie es eigentlich um die Start-ups in Hessen bestellt sei; wir seien da doch nicht weit. Doch, wir sind weiter. Wir sind sogar weiter als andere Länder im Süden und auch im Norden. Allein im Jahr 2024 hatten wir hier bei KI-Start-ups ein Wachstum um 47,5 %. Das können Sie im „Startup Monitor“ nachlesen. Ich kann Ihnen eines sagen: Ich habe am Montag mit Verena Pausder vom Startup-Verband gesprochen, die gesagt hat, Hessen sei mittlerweile bei der KIStart-up-Gründung ganz vorne mit dabei. Darüber freuen wir uns. (Beifall CDU und SPD) Ja, wir stehen gut da, und wir stehen auch – das ist richtig – wegen einer unternehmerischen Entscheidung gut da. Dieses Jahr wurde der 30. Jahrestag der Ansiedlung von DE-CIX in Frankfurt gefeiert. Das war gut; denn mit dem DE-CIX können wir aufgrund der geringen Latenzzeiten Wirtschaftswachstum generieren; denn hier werden die KIModelle gerechnet. Das ist der Grund, warum DE-CIX und ein wachsender Rechenzentrumsstandort der Bitbooster für uns in Hessen sind, und den wollen wir weiter unterstützen. (Beifall CDU und vereinzelt SPD) Die fünf Säulen, die ich gerade beschrieben habe, und deren Ergebnisse sind der Ausfluss einer „KI made in Hessen“-Zukunftsagenda. Bis zum Jahr 2024 wurden 100 Millionen Euro investiert. Jetzt geht es weiter. Es sind drei Handlungsfelder, die wir uns ganz besonders vorgenommen haben. Das erste Handlungsfeld ist, den Rechenzentrumsstandort zu stärken. Sie können das auf Seite 68 des Koalitionsvertrags des Bundes nachlesen, aber auch in unserem hessischen Koalitionsvertrag; da gibt es mehrere Seiten dazu. Wir werden diesen Rechenzentrumsstandort so in die Zukunft entwickeln, dass das digitale Herz Europas noch stärker schlagen kann, als es das jetzt schon tut. Wie tun wir das? Wir schauen uns in einer regionalen Rechenzentrumsstrategie, die wir am 16. September mit den Stakeholdern gestartet haben, an, wie wir den Rechenzentrumsstandort nicht nur durch Investitionen von außen, sondern sozusagen auch mit den Kommunen in die Zukunft entwickeln. Eines ist klar: Ohne die Kommunen geht es nicht. Hanau ist hier im Übrigen vorbildlich. Dort haben wir nicht nur das erste energieunabhängige Rechenzentrum mit Google gegründet, sondern vor drei Wochen hatte ich gemeinsam mit dem französischen Partner, dem Generalkonsul und dem Vorstand von Data4 das Vergnügen, den Grundstein für das erste französische Rechenzentrum in Deutschland zu legen, mit einer Investitionssumme von 2 Milliarden Euro in den hessischen Kommunalbereich. (Beifall CDU und SPD) Diese 2 Milliarden Euro sind nur eine Teilmenge der Gesamtinvestitionssumme, die wir im Jahr 2025 zu erwarten haben. Insgesamt sind es nämlich 10 Milliarden Euro. Es könnte mehr sein, wenn sich auch andere Kommunen ein Stück weit bewegen würden. So haben wir es zumindest während unseres Stakeholderdialogs gehört. Auch in Frankfurt könnten wir durchaus noch eine etwas bessere kommunale Ansiedlung von Rechenzentren vorsehen; denn das ist ein Stück weit unsere Zukunft: den Rechenzentrumsstandort zu stärken und die Nutzung von Daten in wirtschaftliche Prosperität umzusetzen. (Beifall CDU und SPD) Der Bitkom-Studie kann man entnehmen, dass das Potenzial bei 400 Milliarden Euro im Jahr liegt. Neben dem reinen Abschöpfen des Investments wollen wir dadurch selbstverständlich auch das KI-Ökosystem nähren, was Wachstum in der Wirtschaft, Wachstum im Start-up-Bereich und im Mittelstand sowie in der Umsetzung bedeutet. Das tun wir, wie ich es schon bei der Regierungserklärung avisiert hatte – das Pre-Opening hat stattgefunden –, am Bertramshof. An diesem Campus wird Zukunft entstehen. Hier werden die KI-Unternehmerinnen und KI-Unternehmer mit dem Reallabor und auch mit denen zusammenarbeiten, die die Machbarkeit herstellen, nämlich der Forschung. Liebe Frau Eisenhardt, um noch einmal auf Sie einzugehen: Auch AI Startup Rising will dort einziehen, und zwar weil wir dort ein lebendiges KI-Ökosystem entwickeln. Die Finanzierung ist bis 2026 gesichert. Danach sorgen wir dafür, dass es weitergeht, entweder über JUPITER oder über andere Bereiche. Wir haben die Zukunft im Blick, auch und gerade in Bezug auf das KI-Ökosystem. (Beifall CDU und SPD) Dieses weiterzuentwickeln und daraus Zukunft zu bauen, ist der zweite Bereich. Nach der Rechenzentrumsstrategie, die wir entwickeln, um den Rechenzentrumsstandort und das KI-Ökosystem zu stärken, komme ich jetzt zum dritten Bereich: der Verwaltung. Klar haben wir Luft nach oben, gerade beim Implementieren von KI in der Verwaltung.

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