Astrid Wallmann
kann Vielen Dank, Frau Abgeordnete. – Ich darf das Wort an den Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und vernahezu ländlichen Raum geben. Herr Staatsminister Mansoori, bitsind te schön, Sie haben das Wort. (Heiterkeit auf der Regierungsbank) – Entschuldigung, das Wort hat der zuständige Staatssekretär Sönmez. Bitte schön, Sie haben jetzt das Wort. Umut Sönmez, Staatssekretär im Ministerium für einmal Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Sie Raum: Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Sehr geehrte Frau Abgeordnete Barth, vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworten möchte. Start-ups und innovative Unternehmen sind von zentraler Bedeutung für die Wirtschaftskraft die und Zukunftsfähigkeit, die Arbeitsplatzsicherung und den Wohlstand unseres Landes. Das Hessische Ministerium Fra- für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen persön- Raum misst jungen und bestehenden Unternehmen, die Innovationen voranbringen, einen hohen Stellenwert bei, und entsprechend zahlreich sind die Wirtschaftsfördermaßnahmen meines Hauses in diesem Zusammenhang. Ich möchte an dieser Stelle beispielhaft einige zentrale Maßnahmen skizzieren, die das hessische Wirtschaftsministerium angestoßen hat und umsetzt. Von besonderer Bedeutung ist dabei natürlich die finanzielle Förderung von Start-ups und innovativen Unternehmen. Sie erhalten beispielsweise Beteiligungskapital über die landesbeteiligten Fonds. Im Jahr 2024 wurden 48 hessische Start-ups und innovative Unternehmen mit insgesamt 27,3 Millionen Euro gefördert. Mit dem neuen Hessenfonds „Beteiligung“ stehen auch in Zukunft ausreichend finanzielle Mittel für die Förderung von Start-ups und innovativen Unternehmen zur Verfügung. Damit aus innovativen Ideen erfolgreiche Unternehmen werden, benötigen Gründende jedoch vielfältige Unterstützung – nicht nur finanziell, sondern auch bei der praktischen Umsetzung. Ich freue mich sehr, dass wir Start-ups in Hessen mittlerweile eine geschlossene Förderkette anbieten können. Dazu tragen neben unseren Angeboten auch die Angebote des hessischen Wissenschaftsministeriums und des hessischen Digitalministeriums bei. Ich möchte mich an dieser Stelle bei beiden Häusern für die produktive und kollegiale Zusammenarbeit im Bereich der Start-ups und innovativen Unternehmen ganz herzlich bedanken. Im Jahr 2020 wurde der „StartHub Hessen“ bei der HTAI als zentraler hessenweiter Ansprechpartner und Lotse für Start-ups und Start-up-Ökosysteme von meinem Haus eingerichtet. Seine Angebote reichen von allgemeiner Unterstützung über Beratung und Vernetzung bis zu Kommunikation und Standortmarketing. Diese werden stark nachgefragt. Das zeigen zum Beispiel die über 500 durchgeführten Beratungen im Jahr 2024. Für das Jahr 2025 sind es aktuell – Stand 17. September 2025 – bereits 375 durchgeführte Beratungen. Auf der Grundlage der „Richtlinie zur Förderung von Start-ups und Scale-ups“ fördert das Wirtschaftsressort zudem branchenübergreifend frühphasige Start-ups über das Start-up-Stipendium „push!“ mit bis zu 40.000 Euro. Damit verschaffen wir hessischen Start-up-Gründerinnen und -Gründern die notwendige Liquidität, um aus ihrer innovativen Geschäftsidee ein marktfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Darüber hinaus fördern wir einzelne Projekte, um bestehende Förderlücken zu schließen. Damit können insbesondere Start-up-Zentren, Akzeleratoren und Inkubatoren sowie Technologie- und Gründerzentren gezielt Start-ups oder Scale-ups unterstützen. Das geschieht zum Beispiel durch Vernetzung, Coaching und Mentoring sowie durch die Vermittlung von Informationen, Kenntnissen und Fähigkeiten im Rahmen von Workshops und Veranstaltungen. Zu solchen Projekten zählen beispielsweise „genesis“, eine Förderung für Green Energy Start-ups durch das House of Energy, das Mentoring-Programm „Hessen10“ vom TechQuartier oder der „Venture Client Incubator Hessen“ von ekipa, der dem gezielten Matching von Start-ups bzw. Scale-ups mit etablierten Unternehmen dient. Daneben gibt es weitere Förderprogramme und Wettbewerbe zur Unterstützung von Start-ups und zur Steigerung von deren Sichtbarkeit, wie den Businessplan-Wettbewerb „Science4Life“ oder den Hessischen Gründerpreis. Im Start-up-Kontext sind Hochschulen von großer Bedeutung. Dort entstehen zahlreiche Projekt- und Gründungsideen bzw. Forschungsergebnisse, die unternehmerisch genutzt werden können. Ein erheblicher Teil davon schafft es bislang allerdings nach wie vor nicht in den Transfer. Die vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum im Jahr 2024 erstmals geförderten Projekte „Company Builder“ von HIGHEST, TU Darmstadt, sowie „Product School“ und „IP Transfer“ – beides von Futury – sollen demnächst diesem Umstand gegensteuern. Sie zahlen auch auf dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgeschriebenen EXIST-Leuchtturmwettbewerb „Startup Factories“ ein, bei dem „The Future Factory“ von Futury in Frankfurt Rhein-Main von einer Expertenjury als eine von bundesweit insgesamt zehn Start-up-Factories ausgewählt wurde. Ziel der Startup-Factories ist es, mehr innovative Ideen aus den Hochschulen in Unternehmensgründungen zu überführen. Das möchten wir weiter unterstützen. Auch etablierte innovative Unternehmen unterstützen wir über verschiedene Programme. Dazu zählt beispielsweise das Förderprogramm „F&E-Vorhaben in Unternehmen“. „EFRE F&E“ ist das Kürzel für diejenigen, die sich für das konkrete Programm interessieren sollten. Damit fördert das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum das nachhaltige Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen. Unterstützt werden KMU in der Entwicklung und Erprobung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen mit bis zu 500.000 Euro. Mit dem Programm „PIUS-Invest“ unterstützt das Land Hessen kleine und mittlere Unternehmen, die in innovative ressourcenschonende Produktionsabläufe und Prozesse investieren. Es wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. In der aktuellen EFREPeriode 2021 bis 2027 stehen dafür 20 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Bis zum Jahr 2024 konnten wir bereits 17 Millionen Euro in Projekten binden. Im vierten Quartal 2025 planen wir einen weiteren Förderaufruf. Des Weiteren ist das „Ressourcenwende-Paket“ eine Maßnahme aus dem Klimaplan, mit der Start-ups, KMU und auch größere Unternehmen, die an Recyclingtechnologien forschen und diese entwickeln, seit Ende des Jahres 2023 unterstützt werden. Es werden aktuell sechs Unternehmen mit insgesamt 3,9 Millionen Euro gefördert. Abschließend möchte ich gerne anmerken, dass Frauen bei der Start-up-Gründung speziellen Herausforderungen gegenüberstehen. Laut „Start-up State Hessen – Facts & Figures 2024“ lag ihr Anteil bei den Gründungen in Hessen im Jahr 2024 bei 16,5 %. Um sie gezielt zu unterstützen, gibt es „Start-up Females“. Das im Jahr 2025 gestartete Projekt von MAFEX der Philips-Universität Marburg fördert gezielt Start-up-Gründerinnen zum Beispiel durch Beratung, Mentoring, Veranstaltungen, Videotutorien und Vernetzung – zumeist virtuell und punktuell, aber auch offline.
