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Matthias Körner

SPD 09.09.2025 Sitzungen 21/45

Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich glaube nicht, dass es so schwer ist, an Ausbildungsordnungen und an Anerkennungsverfahren von Berufen zu arbeiten, die eine lange und tiefe Tradition haben, mit denen wir vertraut sind und die eine wichtige und verantwortungsvolle Arbeit in unserer Gesellschaft leisten. Umso dankbarer bin ich dafür, dass wir uns an dieser Stelle auf den Weg machen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir uns in vielen einzelnen Ausbildungsordnungen und Anerkennungsverfahren ebenfalls auf den Weg machen müssen, jedenfalls dann, wenn wir praxisgerechte und zukunftsgerechte Anerkennungsverfahren schaffen wollen. (Beifall SPD und CDU) Eine tröstliche Botschaft ist in der Debatte auch schon entstanden. Ich weiß nicht, ob Sie es gemerkt haben, es stand nicht so im Mittelpunkt. Erinnern Sie sich an die vielen Stunden, die Sie als Parlamentarier damit verbracht haben; ich erinnere mich an die vielen Stunden, die ich auch manchmal als Anzuhörender in meinem vorherigen Beruf damit verbracht habe: Aber Anhörungen führen zu besseren Gesetzen. Ich finde, das ist eine sehr wichtige und eine sehr tröstliche Botschaft am heutigen Tage. (Beifall SPD) Wir machen aus einem Erprobungsmodell eine Regel. Die studienintegrierte Praxisphase wird verbindlich verankert, mindestens 100 Tage, eingebettet in Studiengänge. Das schafft Planungssicherheit. Wir richten uns in Zukunft nach einem Qualifikationsrahmen und eben nicht mehr nach Studienbezeichnungen. Ich halte das für den zukunftsfähigen Weg, insbesondere dann, wenn wir in der Anerkennung von Ausbildungen und mitgebrachten Qualifikationen Schritte erreichen wollen, aus mitgebrachten Zusammenhängen, nicht nur aus dem Ausland, sondern auch aus anderen Werdegängen. Es ist auch schon angesprochen worden. Natürlich haben wir, habe ich auch Zuschriften bekommen, in denen Sorge zum Ausdruck gekommen ist. Es ist auch aus der Anhörung zitiert worden; das wird sich nicht unterscheiden. Wir als SPD nehmen das außerordentlich ernst. Wir haben aber auch die feste Überzeugung, mit dem Entwurf eine Balance zwischen zeitgemäßer Öffnung und erforderlichen Standards gefunden zu haben. Besonders hervorheben möchte ich: Der Kinderschutz wird erstmalig ausdrücklich als Kompetenzfeld mit aufgenommen. Wir sichern Chancengleichheit. Wer eine Praxisphase nach dem Studium absolviert, bekommt Credit Points. Auch das ist ein Fortschritt für die Betroffenen, die diese Ausbildung absolvieren. (Beifall SPD und CDU) Schließlich: Wir vertrauen den Hochschulen. Wir schaffen zwar einen Rahmen, lassen es aber gleichzeitig auch zu, dass sie ihren verfassungsmäßig garantierten Gestaltungsspielraum ausfüllen können. Ich halte das für einen sehr wichtigen, sehr guten und zukunftsfähigen Weg, den wir hoffentlich bei weiteren noch auf uns zukommenden Reformvorhaben in der Frage der besseren Findung und der besseren Rekrutierung von Fachkräften für die unterschiedlichen Bereiche unseres öffentlichen Gemeinwesens gehen werden. Mit diesem Gesetz öffnen wir Türen für die Soziale Arbeit. Genau diesen Weg, den Zugang zur Ausbildung zu erleichtern und Talente zu fördern, müssen wir in vielen Bereichen weitergehen. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall SPD und CDU)

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