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Frank Lortz

09.09.2025 Sitzungen 21/45

Vielen Dank, Kollege Roos. – Das Wort hat der Abgeordnete Yanki Pürsün, FDP-Fraktion. Yanki Pürsün (Freie Demokraten): Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Gesetzentwurf zur Änderung des Sozialberufeanerkennungsgesetzes berührt zentrale Fragen: Wie sichern wir die Qualität in der Ausbildung? Wie schaffen wir Durchlässigkeit in einem vielfältiger werdenden Hochschulsystem? Wie reagieren wir auf den akuten Fachkräftemangel in den Sozialberufen? Drei Punkte möchte ich dabei besonders hervorheben: Erstens. Es gibt eine Öffnung für vergleichbare Studiengänge. Wir als Freie Demokraten halten das für richtig. Die Hochschullandschaft hat sich weiterentwickelt, neue Profile sind entstanden. Aber – das ist entscheidend – es darf nicht beliebig werden. „Vergleichbar“ muss heißen: orientiert am Qualifikationsrahmen Soziale Arbeit. Nur so stellen wir sicher, dass die staatliche Anerkennung nicht verwässert wird und die Berufsbezeichnungen „Sozialarbeiterin“ oder „Sozialpädagoge“ nicht entwertet werden. Öffnung ja, aber mit klaren Leitplanken. Zweitens. Die Verkürzung der Praxisphase auf 100 Tage bzw. 800 Stunden wurde seit Jahren im Rahmen der Erprobungsklausel genutzt und offiziell evaluiert – mit Erfolg. Was sich bewährt hat, wird jetzt gesetzlich verankert. Für uns ist entscheidend, dass die Qualität erhalten bleibt. Das braucht strukturierte Anleitung, enge Begleitung und bindliche Inhalte. (Beifall Freie Demokraten) Damit wird die Praxisphase nicht abgewertet, sondern litativ geschärft. Drittens. ECTS-Einrichtung – das ist ein kleiner Satz Gesetz, aber von großer Bedeutung –: Praxisphasen den künftig im ECTS-System abgebildet. Das stärkt dierende, erhöht die Anschlussfähigkeit im europäischen Hochschulraum und macht den Studiengang attraktiver. Das ist ein zeitgemäßer Schritt, den wir ausdrücklich grüßen. (Beifall Freie Demokraten) Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, all sind sinnvolle Modernisierungen. Aber wir müssen Blick weiten; denn der Fachkräftemangel ist die che Herausforderung. Es ist schön, dass Sie sich um engänge und Praxisphasen kümmern. Aber in Hessen es unzählige Menschen mit ausländischen Abschlüssen, der Pflege, im Gesundheitssektor, in den Ingenieurwissenschaften, im Handwerk, die hier leben und arbeiten Manche warten ein Jahr und länger, ohne ihren Unterhalt selbst bestreiten zu dürfen. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein Schildbürgerstreich. Wir brauchen eine zentrale Ausländerbehörde in Hessen, die Verfahren bündelt, beschleunigt und Transparenz schafft. (Beifall Freie Demokraten) Alles andere ist Stillstand im Bürokratiedschungel. Gesetzentwurf ist nur ein kleiner Schritt nach vorn. eigentliche Aufgabe ist größer: Qualität sichern, Fachkräfte gewinnen, Integration erleichtern. (Beifall Freie Demokraten)

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