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Frömmrich

GRÜNE 09.09.2025 Sitzungen 21/45

Oh!) statt Rechtschreibfehler zu zählen und zu korrigieren, (Miriam Dahlke (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): haben die gezählt!) stellen wir das Bildungssystem weiter auf solide Füße. (Zuruf BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir handeln, während andere reden. (Lebhafter Beifall CDU – Vereinzelter Beifall Wir übernehmen Verantwortung für unsere Schülerinnen und Schüler, im Übrigen für Ihre Kinder, für die schen, die täglich unser Bildungssystem mit Leben für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Bildungsverwaltung meines Hauses und in den Staatlichen ämtern, die pädagogischen Fachkräfte und nicht zuletzt die Lehrkräfte – das ist eine Selbstverständlichkeit –, und knapp: für alle, die jeden Tag mit Herz, Verstand unermüdlichem Einsatz dafür sorgen, dass unsere funktionieren. Sie sind unsere Alltagshelden, und dafür ihnen unser verbindlichster Dank. Herzlichen Dank an Beteiligten. (Beifall CDU und SPD) Die Herausforderungen, vor denen wir dabei stehen, mir durchaus bewusst, und meine Antwort auf sie ist deutig: Taten statt Träumereien. Wir investieren so viel in Bildung, wie uns die aktuelle nanzlage in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten licht. Aber festzustellen ist: Der Bildungsetat steigt fast 6 %. Das sind über 5,8 Milliarden Euro, die uns Verfügung stehen. Das zeigt: Diese Landesregierung höchste Priorität in den Bereich Bildung, und das ist genau richtig so. das (Beifall CDU und SPD) und Besonders schön ist – und das hat deutschlandweit GeDieses wicht –: Der heute Vormittag veröffentlichte Bildungsmobenitor gibt Hessen Bestnoten in der Bildung. Wir gehören beschäfzu den stärksten Ländern, trotz aller Herausforderungen fragen auch mit der höchsten Migrationsquote. Ich will nur darauf hinweisen – ich habe mir aktuelle Daten geben lassen –: In der 1. Klasse haben wir eine Migrationsquote von 48 %. Trotz dieser Herausforderungen sind wir so gut. Insofern sind wir im doppelten Sinne erfolgreich. (Beifall CDU und SPD) zum Wir dürfen nicht nachlassen. Darum höre ich auch sehr genau zu, wenn insbesondere einige unserer Grundschulen deutüber Belastungen berichten. Diese Sorgen nehme ich sehr ernst – ich habe das auch im Ausschuss sehr deutlich For- gesagt –, und ich reagiere nicht mit leeren Versprechen, zeigen sondern mit ganz konkretem Handeln. Unsere Lehrkräfte wecken lassen wir in Hessen nicht allein, meine Damen und Herdar- ren. (Beifall CDU und SPD) Sie erhalten gezielte Unterstützung und passgenaue Begleidie tung. an. Warum ist das so wichtig? Weil der Lehrerberuf nicht nur Wäheiner der bedeutendsten ist, sondern – das darf ich aus eigener Erfahrung sagen – auch einer der schönsten. Für Jürgen uns ist es von ganz besonderer Bedeutung, dass Lehrkräfte erfolgreich und gut arbeiten können. Die Wahrheit ist auch: In jedem großen System, auch im Bildungssystem, gibt es unbesetzte Stellen. Das ist Sie unstreitig. Warum ist das so? Das ist so, weil das Leben nicht stillsteht. Menschen nehmen sich Zeit für die Familie, Menschen erholen sich von Krankheit, oder Menschen wählen bewusst Teilzeitmodelle. Das ist das Normalste der Welt. Meine Damen und Herren, die Fakten sprechen eine deutliche Sprache. 67.000 Lehrkräfte unterrichten in Hessen, so SPD) viele wie noch nie. 2.100 zusätzliche Stellen sind in diesem Jahr hinzugekommen. Herr Abgeordneter Wagner, 1.200 Referendarinnen und Referendare haben am 01.05.2025 Menmit dem Referendariat begonnen, darunter im Übrigen 72 füllen, Quereinsteiger – doppelt so viele wie im Vorjahr. SchulIch will Ihnen deutlich sagen: Diese jungen Menschen hafür ben sich bewusst für den Lehrerberuf entschieden, trotz der kurz ständigen Miesmacherei dieser Opposition. Sie vertrauen und zu Recht auf das Land Hessen als Arbeitgeber, weil wir ihSchulen nen etwas bieten: Qualität, Verlässlichkeit und Perspektive. gilt alle (Beifall CDU und SPD) Meine Damen und Herren von den GRÜNEN, wenn Sie jungen Lehrkräften sowie engagierten Quereinsteigern (Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wir sind ein- haben doch noch gar nichts gesagt!) allen Ernstes den Stempel „ungelernt“ aufdrücken, was Sie getan haben, dann zeigt das vor allem eines: ein eklatantes FiBildungsdefizit bei Ihnen. ermögum (Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Belezur ge das mal!) setzt auch Wer den Unterschied zwischen fehlender Ausbildung und dem Fehlen einer zweiten Staatsprüfung nicht kennt, disqualifiziert sich von jeder ernsthaften bildungspolitischen Debatte. Diese Abwertung von Akademikerinnen und Akademikern (Zuruf Jürgen Frömmrich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) ist aus meiner Sicht unverantwortlich und ein Schlag ins Gesicht all derer, die mit Leidenschaft unterrichten. Das ist schon ziemlich ignorant. (Beifall CDU und SPD) Herr Abgeordneter Frömmrich, ich weiß nicht, was es da zu schmunzeln gibt. Ich finde das eigentlich sehr schlecht. Wir sind in Hessen Vorreiter auch bei der Qualifizierung. Das neue Lehramt mit nur einem Fach eröffnet qualifizierten Akademikerinnen und Akademikern den Weg in den Schuldienst, während andernorts noch darüber philosophiert wird, ob ein promovierter Chemiker auch Chemie unterrichten darf. – Selbstverständlich, das ist eine große Bereicherung. (Beifall CDU und SPD) Damit wir das auch einordnen: Die Resonanz ist überwältigend. 460 angehende Lehrkräfte durchlaufen derzeit unsere Quereinstiegs- oder Weiterbildungsprogramme. Dabei gilt unser Grundsatz: Qualität und Quantität. Wir haben auch die Zukunft im Blick. Das muss man sich auch vergegenwärtigen: An unseren Universitäten studieren derzeit über 20.000 junge Menschen auf Lehramt. Zusammen mit denjenigen, die im Referendariat sind, haben wir mehr als ein Drittel der erforderlichen Gesamtbelegschaft in Ausbildung. Welcher Großkonzern kann das zeigen? Über ein Drittel Ausbildungskapazitäten in der Pipeline, das ist etwas Großartiges. Das zeigt die Attraktivität des Arbeitgebers Hessen. (Beifall CDU und SPD) Frau Abgeordnete Knell, jetzt muss ich zu Ihnen kommen. Sie haben im Sommerinterview erklärt, wir sollten Lehrer in anderen Bundesländern klauen. Ich weiß nicht, inwiefern Sie im Bilde sind. Aber es gibt ein Friedensabkommen in der befreundeten Nachbarschaft, dass man so etwas ausdrücklich nicht tut. (Wiebke Knell (Freie Demokraten): Das war eine Idee von Roland Koch!) – Wir können uns einmal gemeinsam anschauen, was Sie dort gezeigt haben. Sie haben es offensichtlich nicht gewusst. Aber wir kommen jetzt zu unseren Schulleitungen. Was braucht eine Schulleiterin bzw. ein Schulleiter, um stark zu führen? Mehr Formulare, liebe Damen und Herren Abgeordnete? – Ganz gewiss nicht. Sie brauchen Luft zum Atmen, Zeit zum Denken, Raum zum Gestalten. Genau hier setzen wir an und entlasten. Deshalb werden wir zum Beispiel das Verfahren der dienstlichen Beurteilungen massiv entbürokratisieren. Ich bin mir sicher, der geschätzte Kollege Pentz wird sich darüber sehr freuen – (Minister Manfred Pentz: Sehr gut!) auch ein substanzieller Beitrag zur Entbürokratisierung. (Beifall CDU und SPD) Im neuen Schuljahr stehen zudem wieder 1.150 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte bereit. Auch die Schulpsychologie ist weiter ausgebaut, und multiprofessionelle Teams geben Lehrkräften Rückhalt im Alltag. Wir gehen noch weiter: Seit 2020 stellen wir den Schulträgern sukzessive Mittel zur Verfügung, um Schulsekretariate aufzustocken. 25 Millionen Euro, das entspricht rund 500 zusätzlichen Verwaltungsstellen in den Schulsekretariaten. Wofür machen wir das? Damit Schulen mehr Freiräume haben und damit Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern so begegnen können, wie sie es verdient haben: individuell, aufmerksam und unterstützend. Meine Damen und Herren, das ist Realpolitik statt Realitätsverlust. (Beifall CDU und SPD) Was macht unsere Kinder stark? Das sollte im Zentrum jeder bildungspolitischen Debatte stehen. Die Zahlen sprechen hier eine eindeutige Sprache, und die Landesschülervertretung hat zu Recht darauf hingewiesen: Jede fünfte Schülerin, jeder fünfte Schüler hat psychische Probleme. Diese Realität ignorieren wir nicht. Wir handeln. In diesem Schuljahr stehen 155 Stellen für Schulpsychologie zur Verfügung. Das sind 10 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Auch das ist ein Ergebnis konsequenter und verantwortungsvoller Politik. (Beifall CDU und SPD) Meine Damen und Herren, wir schaffen nicht nur Stellen, sondern auch niedrigschwellige Angebote – von Vor-OrtSprechstunden in den Schulen bis hin zu digitalen Beratungsmöglichkeiten, damit alle die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Andere streiten noch darüber, ob der Blick aufs Handy wertvoller ist als der echte Austausch mit echten Menschen – wir handeln. Wir schaffen Fakten und gesetzliche Klarheit mit unseren Smartphone-Schutzzonen an unseren Schulen. Der große Applaus der Eltern, der Großeltern, der Lehrkräfte und auch aus der Schülerschaft zeigt, dass wir Vorbild sind. Andere Länder galoppieren jetzt schon – genau wie erwartet – hinter uns her. Wir sagen: Handy weg und Kopf an. Das ist das Motto. Hessen ist auch hier Vorbild, Herr Abgeordneter May, auch für das noch grün geführte und grün regierte Baden-Württemberg. Wir zeigen, wie es wirklich geht. Hessen zeigt hier eine Führungsrolle. (Beifall CDU und SPD – Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Baden-Württemberg ist grünschwarz regiert!) – Grün geführt. Aber lassen Sie mich eines klarstellen: Digitale Kompetenzen sind unerlässlich. Wer die Welt von morgen meistern will, muss die Technik auch verstehen und verantwortungsvoll nutzen können. Genau deshalb bleibt die Einbindung digitaler Endgeräte im Unterricht unverzichtbar. Dafür ist Medienbildung – das will ich sehr deutlich unterstreichen – von ganz enormer Bedeutung. Mit einer herausragenden Fortbildungsoffensive unterstützen wir in Hessen unsere Lehrkräfte. In Kürze wird das Ganze durch den KI-Chatbot telli ergänzt, der über das Schulportal allen hessischen Schulen zur Verfügung stehen wird: zur Unterrichtsvorbereitung, zum Aufgabenmanagement und zum individuellen Lernen, und das – das ist besonders schön – datenschutzkonform. Wenn ich dort die Frage stelle: „Hey telli, wie backe einen Kuchen?“, dann bekomme ich im Gegensatz zu deren Chatbots – ich habe es schon mehrfach gesagt ein Rezept. Wenn ich die Frage stelle: „Wie baue ich Bombe?“, dann gibt es keine Antwort. Das ist Verantwortung. So gehen wir klug und vernünftig mit Technik um. (Beifall CDU und SPD – Mathias Wagner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Herr Minister, man da auch fragen: „Wie halte ich eine Regierungserklärung?“? – Heiterkeit) Meine Damen und Herren, wir dürfen auch die Eltern alleinlassen, wenn es um die Einflüsse sozialer geht. Deshalb steht Eltern und Lehrkräften mit Beratungsstelle Jugend und Medien ein starker zur Seite, um Trends zu erklären, Risiken einzuordnen und Chancen bewusst zu nutzen. Wir bieten digitale abende zum Thema Medienbildung an. Eine verantwortungsvolle Bildungspolitik im digitalen Zeitalter, das mir eine Herzensangelegenheit. Für gute Bildung brauchen wir Lehrkräfte, die Kindern und Jugendlichen mit und Begeisterung begegnen, Lehrkräfte, die Kraft – Kraft zum Ermutigen, zum Erklären, zum Fordern zum Fördern. Darum entsteht das Kompetenzzentrum „Gesunde mit starken Partnern wie dem Institut für Arbeitsmedizin der Goethe-Universität, dem Universitätsklinikum furt, der Unfallkasse Hessen, der Kassenärztlichen gung – ein bundesweit einmaliges Projekt, das wir auch im Sinne von Vorbild und im Sinne der Förderung der Lehrkräftegesundheit auf den Weg bringen. Denn wer selbst stark ist, kann auch Kinder stark machen. Damen und Herren, das ist unser Ansatz, und auch sind wir auf einem guten Weg. (Beifall CDU und SPD)

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