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Frank Lortz

26.06.2025 Sitzungen 21/44

Vielen Dank, Kollege Franz. – Jetzt hat der Wissenschaftsminister das Wort, Staatsminister Gremmels. Timon, bun- Timon Gremmels, Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur: es Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen durchund Herren! Der 22. Mai 2025 war ein guter, ein sehr guter für Tag für den Wissensstandort Hessen. der zurück (Beifall CDU, SPD und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Ich gratuliere allen sechs Exzellenzcluster-Initiativen; denn sind es ist allein ihr Verdienst. Es ist ihr wissenschaftliches ein Verdienst, dass sie die Jury inhaltlich mit guter Forschung, und mit guten Konzepten und mit einer hervorragenden wissenBijan schaftlichen Ausrichtung überzeugt haben. Es ist allein der Bio- Erfolg der beteiligten Universitäten und Max-Planck-Instineuen tute, dass das möglich war. Spitze. Ich sage an dieser Stelle natürlich auch, dass es dazu einer Vorarbeit bedurfte. Diese Vorarbeit hat meine Vorgängerin geleistet. Und ich erinnere mich noch – Angela, ich habe diese Geschichte schon einmal erzählt; ich erzähle sie jetzt hier auch und löse ein bisschen die Vertraulichkeit – an das Übergabegespräch zwischen ihr und mir über die Frage: Was sind die wichtigen Themen? komDa sagte sie: Timon, wir haben hier Exzellenzskizzen, und es wäre gut, wenn möglichst viele durchkommen. – Ich fragte: Was bedeutet denn „möglichst viele“? Wir hatten vor sechs Jahren gerade einmal eine einzige geschafft. – Dann sagte Angela Dorn zu mir: Vier wären schon richtig gut. – Ich sagte: Okay, hohe Latte. – Wir haben es dann geschafft, sechs durchzubekommen. Das ist die Vorarbeit, und die ihr geleistet habt. sehr Wir haben es dann noch geschafft, dass alle, die die Skizzenphase überstanden haben, LOEWE-Professuren, bis zu GRÜ- 3 Millionen Euro bekommen haben. Wir haben dann insgesamt – Sie wissen, dass der Nachtrag hart war und wir schon sparen mussten – noch einmal zusätzlich 1,4 Millionen Euro auf den Weg gebracht, um die Projekte von der Skizze zum Vollantrag zu unterstützen. sei Ich habe bei jeder Gelegenheit meine Vorgänger einbezogen, liebe Frau Eisenhardt. Wir hatten einen Empfang anlässlich der erfolgreichen Skizzenprojekte. Dazu waren Frau Asar und Frau Dorn eingeladen. Wir hatten nach dem 22. Mai einen Empfang, zu dem wir alle Exzellenzcluster eingeladen haben. Natürlich waren Frau Asar und Frau dass Dorn eingeladen. Beide waren auch da, worüber ich mich Prozess, sehr gefreut habe. eiEhrlich gesagt, an der Frage, wer den größeren Anteil dar– wir an hatte, beteilige ich mich nicht. Da stehe ich drüber, und dieser ich weiß, dass Angela Dorn da auch drübersteht. (Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sagen, Wir haben das gemeinsam auf den Weg gebracht. (Zuruf Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Und es ist doch toll für den Wissenschaftsstandort, dass 90/ wir heute da stehen, wo wir stehen. (Beifall CDU und SPD) Aber eines muss ich Ihnen doch heute sagen, Frau Eisenhardt: Sie hätten doch einfach einmal fragen können. Sie sagten, Sie hätten gehört, die erfolgreichen Skizzen müssbitte. ten das aus dem Hochschulbudget bezahlen. (Zuruf Nina Eisenhardt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) Nein. Dann müssten das alle 14 Hochschulen gleichsam ausschwitzen. Nein, das ist nicht der Fall. Ich bin dem Ministerpräsidenten und insbesondere auch dem Finanzminister sehr dankbar. Nachdem wir so erfolgreich waren, bin ich zu beiden gegangen und habe gesagt: Wir müssen eine Lösung finden. – Jetzt ist das natürlich die Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers im November und damit Ihre Entscheidung. Aber ich darf berichten, dass wir natürlich diese zusätzlichen Mittel, die diese Cluster brauchen, nicht aus dem Hochschulbudget finanzieren, sondern dass wir das auf andere Weise hinbekommen. Sehr herzlichen Dank, dass das möglich war. (Beifall CDU und SPD) Ehrlich gesagt, ich musste weder beim Ministerpräsidenten, der mein Vorvorgänger im Amt war, noch beim Finanzminister lange Überzeugungsarbeit leisten, weil wir wissen, was es bedeutet, ein Spitzenstandort zu sein. Herr Dr. Grobe, man kann unterschiedlicher Auffassung sein, aber wir müssen doch erst einmal ein Basiswissen haben. Ehrlich gesagt, das fehlt bei Ihnen völlig. (Dr. Frank Grobe (AfD) winkt ab.) Wenn Sie davon schwadronieren, Hessen habe keine Exzellenzuniversität, und wir würden uns darum nicht kümmern, entgegne ich: (Dr. Frank Grobe (AfD): Haben wir sie, oder haben wir sie nicht?) Die Voraussetzung dafür, sich darauf zu bewerben, Exzellenzuniversität zu werden, ist, dass eine Hochschule mindestens zwei Exzellenzcluster hat. (Dr. Frank Grobe (AfD): Das ist doch schon seit 30 Jahren so! Warum haben wir sie dann nicht?) Diese Voraussetzung ist am 22. Mai erfüllt worden, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Vier von fünf hessischen Universitäten haben jetzt die Chance, sich als Exzellenzuniversität zu bewerben – vier von fünf. Das ist eine sehr gute Chance. Ich bin den vier Universitäten dankbar, dass sie jetzt nicht gegeneinander ins Rennen ziehen, sondern dass die TU Darmstadt und die Goethe-Universität zusammen mit der Universität Mainz einen Verbund bilden und sich gemeinsam bewerben. Der Bewerbungsschluss ist morgen. Sie werden ihre Interessenbekundung bekannt geben. Ich darf exklusiv vom Redepult als neue Meldung kundtun: Ich bin auch der Phillips-Universität in Marburg und der Justus-Liebig-Universität in Gießen sehr dankbar, dass sie sich gemeinsam auf den Weg machen. Wir werden also zwei Verbünde haben, die sich bewerben. (Beifall CDU, SPD, vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Dr. Matthias Büger (Freie Demokraten)) Das bedeutet: zusätzlich 21 Millionen Euro vom Bund, 7 Millionen Euro vom Land, Jahr für Jahr für die Verbünde, die sich da bewerben. – Das ist Hochschulpolitik. Das ist Forschungsstärkung. Das ist Exzellenz at its best. Es ist unsere Aufgabe, diesen Prozess in den nächsten Jahren zu begleiten, sodass wir in Hessen auch erfolgreiche Verbünde haben, die wir auf dem Weg, Exzellenzuniversitäten zu werden, begleiten und unterstützen, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall CDU und SPD) In diesem Sinne: Die Richtung stimmt. Der Weg stimmt. Vielen Dank an alle, die sich daran beteiligt haben. Liebe Angela, weil es heute die letzte Chance ist, mich persönlich von dir zu verabschieden, mache ich das sehr gerne. Wir haben gemeinsam angefangen, um jedes Windrad zu kämpfen. Ich erinnere mich an Situationen mit Bürgerinitiativen, die wirklich hart gewesen sind. Da mussten wir hinterher schauen, ob die Autoreifen noch funktionierten. (René Rock (Freie Demokraten): Ja, ja, ja, ja!) Das waren harte Diskussionen, die wir gemeinsam miteinander geführt haben, in denen wir immer auf der gleichen Seite gekämpft haben. Ich danke dir für die exzellente Übergabe des Hauses, eines gut bestellten Hauses. Es macht echt Spaß, da weiterzuarbeiten. Ich weiß, dass wir viele Projekte gemeinsam vorangebracht haben. Herzlichen Dank dir, alles Gute für die Zukunft. (Beifall CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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