Angela Dorn
Als nächste Rednerin hat sich die Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten zu Wort gemeldet. Frau Abgeordnete Knell, bitte. (Wiebke Knell (Freie Demokraten) fährt das Rednerpult herunter. – Zuruf – Gegenruf Wiebke Knell (Freie Demokraten): Ich kann nichts dafür, dass anderen so groß sind und es deswegen mit dem so lang dauert! Dabei habe ich schon hohe an!) Wiebke Knell (Freie Demokraten): Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir lehnen den Antrag der AfD zur führung eines kombinierten Alt- und Wertholzkatasters hessischen Staatswald ab, und das aus gutem Grund. geht nämlich an den tatsächlichen Bedarfen im Wald, der Realität der Forstpraxis und auch an der personellen Lage bei Hessen-Forst komplett vorbei. Zudem werden im Antrag zwei völlig unterschiedliche le in einen Topf geworfen: Erst soll ein Wertholzkataster für den hessischen Staatswalt erstellt werden. Ein Wertholzkataster verfolgt das Ziel, besonders wertvolle, alte, dicke Bäume zu katalogisieren, um sie bei Gelegenheit mit gutem Gewinn zu vermarkten, zum spiel auf Submissionen. Das können alte, dicke sein, Ahorne, Elsbeeren und Weiteres mehr. Im Atemzug fordern Sie aber ein Altholzkataster, das Naturschutz dienen soll. Ein solches Altholzkataster dann aber das Ziel, dieselben Bäume, die Sie eben vermarkten wollten, vor der Vermarktung zu schützen. passt schon einmal gar nicht zusammen. Dann geht es um einen realitätsfremden Verwaltungsaufwand. Die Geschäftsanweisung des Landesbetriebs sen-Forst empfiehlt auf Revierebene ein freiwilliges holzkataster, und das aus gutem Grund; denn der schaftliche Nutzen ist marginal. Wertholz macht als 1 % der gesamten Holzerlöse aus, und ein verbindliches Kataster, wie es der Antrag der AfD fordert, würde massiven Verwaltungsaufwand für die Revierleitungen deuten, ohne dass dieser Aufwand nur in irgendeinem listischen Verhältnis zu den Einnahmen stünde. (Beifall Freie Demokraten) Hinzu kommt – das sollten Sie auch wissen –, dass seit Schadensjahren ab 2018 unsere Försterinnen und mit enormer Arbeitsbelastung und Unterbesetzung fen. In dieser Lage zusätzliche Bürokratie zu fordern, überhaupt nichts bringt, zeigt, dass der Antragsteller doch keine Ahnung vom forstlichen Alltag hat. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, die Daten längst vor – es wurde eben schon gesagt –; regelmäßig zehn Jahre erfolgt mit der Forsteinrichtung eine flächendeckende Inventur. Diese dokumentiert sowohl die Bestände als auch Wertholzerwartungen. Diese Daten reichen aus, um fundierte forstliche Entscheidungen zu Was dieser Antrag verlangt, ist also keine sinnvolle zung, sondern unnötige Doppelarbeit. Die Revierleitungen wissen übrigens längst, wo potenzielles Wertholz steht. Ein weiteres Kataster braucht es nicht. (Beifall Freie Demokraten, J. Michael (Lahn-Dill) (CDU) und Hans-Jürgen Müller zenhausen) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) – Danke. – Werte Kolleginnen und Kollegen, der der AfD suggeriert dann auch noch, dass es ihm den Naturschutz gehen würde. Gleichzeitig fordert dass keine weiteren Flächenstilllegungen zu Naturschutzdie zwecken vorgenommen werden sollen. Auch das ist ein Pult Widerspruch. Wir sind auch kein großer Fan weiterer FläSchuhe chenstilllegungen, aber dann muss man auch ein bisschen bei der Wahrheit bleiben. Dieser Antrag versucht, unter dem Deckmantel von Nachhaltigkeit und Datengrundlage ein Bürokratiemonster zu schaffen, das mit der Realität im Forstbetrieb nichts zu tun hat. Deswegen ist er inkonsistent, er ist widersprüchlich, Ein- und er würde auch unsere Revierleitungen zusätzlich belasim ten, ohne irgendeinen Mehrwert zu schaffen. Deswegen saEr gen wir als FDP ganz klar Nein zu noch mehr Bürokratie, an Nein zu einem Antrag, der mehr Verwirrung als Nutzen bringt, und Nein zu einem Antrag, der Naturschutz nur vorschiebt, aber nicht ernst meint. Zie- (Beifall Freie Demokraten, vereinzelt CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) solches Sehr geehrter Herr Marxen, Sie haben eben gesagt, Sie guter wollen der Landesregierung und auch uns als Parlament helfen: Uns allen wäre geholfen gewesen, wenn Sie sich Beidiesen Antrag erspart hätten; denn der hat uns wirklich nur Eichen gleichen Lebenszeit gekostet. – Vielen Dank. dem (Beifall Freie Demokraten, vereinzelt CDU, SPD hätte und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) noch Das
