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Heike Hofmann

24.06.2025 Sitzungen 21/42

Ich denke, ich muss das Ganze noch einmal einordnen und klarstellen. Empowerment-Angebote zielen genau darauf ab, die gesellschaftliche Teilhabe benachteiligter Gruppen zu fördern und bestehende Nachteile abzubauen oder auszugleichen. Empowerment-Angebote für BIPoC/PoC-Kinder bieten geschützte Räume, die ausschließlich für diese Kinder vorgesehen sind. Ziel dieser Art von Maßnahmen ist es, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich mit ihren Erfahrungen gesellschaftlicher Diskriminierung aufgrund ihrer ethnischen Herkunft und rassistischen Zuschreibungen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig sollen ihre Identität und ihre Teilhabe gefördert werden. Vergleichbare geschützte Räume sind zum Beispiel Empowerment-Angebote für Menschen mit Behinderungen, queere Jugendzentren sowie geschützte Räume für Frauen und Selbsthilfeangebote. Sie sind seit Jahrzehnten Teil sozialstaatlicher Praxis. Zudem: Empowerment ist ein Beitrag zur Demokratiebildung. Kinder und Jugendliche lernen, mit Ausgrenzungserfahrungen umzugehen, Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen. In zielgruppenspezifischer Empowerment-Arbeit für marginalisierte und von Diskriminierung betroffene Gruppen sieht die Hessische Landesregierung deshalb keine Diskriminierung.

Protokoll ↗