Gerhard Bärsch
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ich muss noch einmal ganz kurz auf Frau Ministerin Hofmann eingehen. Sie haben eben insinuiert, dass wir bei Lärmproblemen in Kindertagesstätten von Kinderlachen gesprochen hätten. Ich möchte Ihnen nur einmal ganz kurz aus dem Artikel der „Frankfurter Rundschau“ mit der Überschrift „Lärm wie auf der Baustelle – unter welchen Bedingungen Erzieherinnen arbeiten“ zitieren. Dort steht: „Stress als Folge permanenter Lärmbelastung gilt als häufiger Grund, warum Erzieherinnen und Erzieher den Job wechseln oder vorzeitig aus dem Beruf ausscheiden.“ (Zuruf AfD: Hört, hört!) „Nun ist eine Kindertagesstätte zwar keine Baustelle oder ein Betrieb, wo Sägen kreischen und gehämmert wird. Aber auch ein Pegel unter der Schwelle, die das Gehör direkt schädigt, kann die körperliche und psychische Gesundheit schwer beeinträchtigen, wenn man ihm ständig ausgesetzt ist.“ Sehr geehrte Frau Hofmann, wenn Sie diesen Umstand verkennen, deutet das leider auf eine erschreckende Praxisferne der Landesregierung hin. (Beifall AfD und Maximilian Müger (fraktionslos)) Ich empfehle Ihnen dringend, dass Sie noch einmal das Gespräch mit erzieherischen Fachkräften suchen und sich aus erster Hand informieren oder einmal einen ganzen Tag in einer Kindertagesstätte verbringen. Vielleicht können Sie dann nachvollziehen, welche Problematik sich dahinter verbirgt. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall AfD und Maximilian Müger (fraktionslos))
