Heike Hofmann
Nein, ich will fortsetzen. – Ich will einige Punkte nennen, wo wir an einen Strang ziehen und wo wir einer Meinung sind, nämlich etwa bei den PivA-Plätzen der Praxisintegrierten vergüteten Ausbildung. Das ist ein Erfolg. Wir haben die Plätze auf 1.000 erhöht. Wir wollen und werden sie auch praxistauglich anpassen. PivA ist ein Erfolg. Den wollen wir fortführen, meine Damen und Herren. (Beifall CDU und SPD) Gleichermaßen gilt das für unser Förderprogramm „Starke Teams, starke Kitas“. Auch das ist ein Erfolg, weil wir mit diesem Programm, das wir fortführen, weit über 4.000 Kitas unterstützen, damit sie diese multiprofessionellen Teams durch zahlreiche Maßnahmen bilden können. Sie schlagen vor, das schon gesetzlich zu verankern. Das ist etwas zu vorschnell, wie es auch Frau Dr. Koebe gesagt hat; denn dieses Programm wollen wir evaluieren, um es in der Praxis weiter erfolgreich fortzuführen. Lassen Sie uns doch erst einmal die Evaluation vornehmen, um dann zu schauen, wie wir es erfolgreich fortführen können, meine Damen und Herren. Ein weiteres Beispiel – Sie haben es angeführt – ist die Muster-Kita. Da sind wir auch gerade dran. Ja, es wird die Muster-Kita, die Hessen-Kita geben – ein Modell für die Träger, für die Kommunen, von dem sie sagen können: Da schließen wir uns an, ein guter Vorschlag von Hessen. (Beifall CDU und SPD) Auch die Kita-Assistenz – eine Maßnahme, die ich mit der Regierungserklärung im Dezember vorgestellt habe – ist eine wichtige Neuerung, mit der wir mehr Menschen, die sich für diesen Beruf oder diesen Bereich engagieren wollen, ab Juli an den Start bringen wollen. Die Förderrichtlinie wird jetzt in Kraft treten. Die Kita-Assistenzkräfte werden Fachkräfte unterstützen. Das ist eine wichtige Neuerung. Lassen wir das doch erst einmal wirken. Dann können wir evaluieren und sehen, wie wir weiter voranschreiten. Lassen Sie uns bitte zunächst den ersten Schritt und nicht den zweiten vor dem ersten machen. (Beifall CDU und SPD) Ja, wir müssen die Arbeitsbedingungen in den Kitas weiter verbessern. Das ist richtig. Herr Bärsch, ich muss Ihnen aber ausdrücklich widersprechen: Kinderlachen ist kein Lärm. (Beifall CDU und SPD – Robert Lambrou (AfD): Das hat er auch nicht gesagt, Frau Ministerin! – Weitere Zurufe AfD) Aus dem Regierungsprogramm und dem Maßnahmenbündel „Bildung, Betreuung und Bauen“ haben wir weitere wichtige Bausteine identifiziert. Da ist zum Beispiel der Bildungs- und Erziehungsplan, den wir fortschreiben und damit eine wichtige fachliche Grundlage für die Erzieherinnen und Erziehern schaffen, damit frühkindliche Bildung gestärkt wird. Wir tätigen auch Investitionen in die Kleinsten und in die Zukunft unseres Landes. Ein Weiteres ist mir sehr wichtig – es ist schon angesprochen –: Wir müssen die Kita-Leitungen, die Leitungskräfte weiter unterstützen – auch in ihrem Leitungsprofil. Wir müssen sie entlasten und weiter professionalisieren. Das ist ein wichtiger Baustein, damit unsere Kitas wirklich beste Zukunftschancen für die Kinder im frühkindlichen Bereich entwickeln können. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Und was machen Sie dafür?) Die Fachkräfte brauchen unsere Unterstützung. Sie bekommen sie mit unseren Anleitungen im System. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Anleitungen im System? Na, die werden sich freuen!) Meine Damen und Herren, ja, wir werden weitere Schritte unternehmen. Wir haben sie schon angekündigt. Wir wollen Qualität und Quantität im Blick haben, aber einen gesunden Ausgleich finden, den Fachkraftkatalog moderat erweitern. Damit reagieren wir auf unsere eigenen Erfahrungen bei der Anerkennung von Fachkräften, die Anregungen aus der Praxis, die weitere Schritte zu mehr Personal aufzeigen, um das Kita-System sinnvoll zu verstärken. Diese Schritte werden wir alsbald tun. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Alsbald! Da ist es wieder! – Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Ist das ChatGPT? – Heiterkeit – Glockenzeichen) Das HKJGB und die entsprechende Gesetzesnovelle werden wir nach den Sommerferien in den Hessischen Landtag einbringen. (Felix Martin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Dann können wir mal vergleichen!) Meine Damen und Herren, trotz aller Konstruktivität, insbesondere von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, nach dem Motto „aus jedem Dorf ein Hund“, wird aus einem Sammelsurium noch eine Gesamtstrategie. Wir tragen eine hohe Verantwortung. Es geht um das Wichtigste, was wir in unserem Land haben: unsere Kinder. Deshalb müssen wir sehr verantwortungsvoll vorgehen. Ich sage Ihnen: Mit dem, was die Landesregierung schon vorgelegt hat, (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Was denn?) mit den weiteren Schritten zum HJKGB – ich freue mich natürlich auf die Anhörung und die Gesetzesberatungen –, verfolgen wir eine Strategie, die umsichtig, lösungsorientiert, bedarfsgerecht und verantwortungsvoll ist. Sie ist abgestimmt worden mit allen Akteurinnen und Akteuren in einem monatelangen Prozess. Es ist ein Gesetz aus einem Guss – im Sinne der Kinder, Eltern, Familien und Fachkräfte. (Beifall CDU und SPD)
