hessischer-landtag.de ↗

Angela Dorn

15.05.2025 Sitzungen 21/41

Als Nächste spricht für die Landesregierung Frau Staatsministerin Hofmann. Bitte. Heike Hofmann, Ministerin für Arbeit, Integration, gend und Soziales: Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Lassen mich zunächst eines feststellen: Die Kindertagesbetreuung ist ein Wachstumsbereich. Bei dem Ausbau des Systems es uns gelungen, das Verhältnis Kinder pro Fachkraft verbessern. In den letzten Jahren wurden mit dem anspruch auf einen Kita-Platz viele Plätze geschaffen. Ich will damit sagen, dass wir auch ein Stück weit bewusst sein können, was wir schon erreicht haben, die Herausforderungen, die vor uns liegen, kleinreden wollen. Aber wir müssen uns manchmal auch vergegenwärtigen, was wir schon erreicht haben und woran anknüpfen müssen. Also lassen Sie uns das noch einmal Erinnerung rufen. (Beifall CDU und SPD) Die Herausforderungen sind da. Es fehlen Fachkräfte. handenes Personal steht unter Druck. Kommunen und ger müssen sogar zum Teil Betreuungszeiten reduzieren. Deshalb hat diese Landesregierung auch ein Maßnahmenpaket geschnürt. Ich habe es Ihnen mit der Regierungserklärung im Dezember mit dem Stichwort „Bildung, treuung und Bauen“ vorgestellt. Es ist ein erster wichtiger Meilenstein, dass wir im Bereich der frühkindlichen dung voranschreiten, meine Damen und Herren. (Beifall CDU und SPD – Widerspruch NIS 90/DIE GRÜNEN) Wie gehen wir da vor? Das ist mir persönlich auch wichtig. Wir machen das nicht vom grünen Tisch aus, (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS GRÜNEN): Sie machen gar nichts!) sondern mit den handelnden Akteuren wirklich im spräch, im Dialog mit den Gewerkschaften, mit den tern, mit den Erzieherinnen und Erziehern, mit den munalen Spitzenverbänden. Mit allen relevanten schauen wir, wo wir ansetzen können, wo wir die chenden Hebel in Bewegung setzen können, an Schrauben wir zusätzlich drehen müssen. Es ist mir wichtig, dass wir im Dialog mit allen relevanten Playern e i n e m Strang ziehen. Daneben ist es wichtig, die richtige Balance zwischen lität und Quantität zu finden. Es braucht insgesamt mehr Fachkräfte – daran besteht kein Zweifel –, auf anderen Seite müssen wir es aber auch schaffen, dass Personal ins System kommt und mehr Kinder betreut den können. Wir brauchen einen Ausgleich dieser sen. (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS GRÜNEN): Und was tun Sie dafür?) Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, ich finde grundsätzlich erst einmal gut, (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Das gibt es doch gar nicht!) dass sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit diesem Gesetzentwurf auch intensiv diesem Thema widmet und viele Vorschläge präsentiert hat. (Yanki Pürsün (Freie Demokraten): Erstmalig!) Aber ich will es deutlich sagen: Aus Einzelmaßnahmen in Jueinem Gesetzentwurf wird noch kein Gesamtpaket. (Beifall CDU und SPD – Zuruf AfD: So ist es!) Sie Meine Damen und Herren, wir brauchen ein Gesamtpaket. ist (Zurufe Kathrin Anders und Hildegard Förster-Heldzu mann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) RechtsEs nützt auch nichts, in andere Bundesländer zu schauen selbst- (Hildegard Förster-Heldmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Doch, das nützt!) ohne zu und da alle möglichen Maßnahmen einzusammeln, sondern man muss sich vor allem die hessischen Realitäten wir anschauen in (Hildegard Förster-Heldmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Das sehe ich jeden Tag in der Realität!) und sich fragen: Wie ist die Praxis in Hessen? Könnten wir Vordas überhaupt in Hessen abbilden? Trä- (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ja, könnten wir!) Da braucht es den Praxischeck. Be- (Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ja, wir haben ihn gemacht! Und Sie? BilUnglaublich!) Ich nenne Ihnen ein Beispiel. Nach dem Vorschlag von BÜND- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN soll nach bayerischem Vorbild ein sozialpädagogisches Einführungsjahr die Erzieherausbildung um ein Jahr verkürzen. Dieser Vorschlag verganz kennt, dass es bei dem Beispiel aus Bayern nur um einen Vor-Bildungsweg geht und die fachschulische Erzieheraus90/DIE bildung in Bayern wie in Hessen dreijährig ist. (Kathrin Anders (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ja!) GeElDes Weiteren ist es so, dass bei einem nicht auszuschlieKom- ßenden Abbruch der Fachausbildung die Betroffenen ohne Playern jegliche fachliche Qualifikation dastehen würden. Das ist entspredas eine. welchen (Felix Martin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Geganz nau wie in Hessen!) an Das andere ist, dass die Altersgrenze für die Ausbildung zur Sozialassistenz faktisch abgeschafft ist. Quazwar (Zuruf BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Nein!) der Die in der Verordnung vorgesehene Altersgrenze wird mehr nicht mehr angewandt. Das ist die Information aus dem werhessischen Kultusministerium. Schauen Sie bitte doch bei Interesallem Bemühen in die Praxis, und prüfen Sie, wie sich die Vorschläge realiter abbilden würden. 90/DIE (Beifall CDU und SPD – Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Sie halten sich es nicht an die eigene Verordnung! Es wird ja immer toller!)

Protokoll ↗