Kathrin Anders
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Heute sprechen wir über ein Thema, das viel zu lange ignoriert wurde: Wir sprechen über Frauengesundheit – ein Thema, das eigentlich die Hälfte unserer Bevölkerung betrifft, und doch fehlte es lange an einer politischen Priorisierung. Ich finde, der vorliegende Antrag ist sicherlich ein erster Schritt. Ich bin vor allem der Ministerin dankbar, dass sie einen Fokus darauf legt. Dennoch mir wirklich konkrete Maßnahmen, die dann auch in Umsetzung kommen müssen. Problembeschreibungen viele Seiten alleine reichen eben nicht. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Knell (Freie Demokraten)) Beginnen wir mit der Versorgung von Schwangeren. schließe ich alle Schwangeren mit ein, das kam ja auch von der rechten Seite. Damit meine ich auch die sorgung von Menschen, die ungewollt schwanger sind Hilfe, Unterstützung und auch ein flächendeckendes werk an Beratungsstellen und Gynäkologinnen brauchen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Knell (Freie Demokraten)) In ländlichen Regionen sieht es düster aus, besonders Gynäkologinnen, mit Hebammen, die fehlen, und Geburtsstationen, die schließen müssen. Ich bin sicherlich niemand, der die Qualität negieren will. Deswegen auch logisch, dass an vielen Stellen kleine Geburtsstationen nicht erhalten werden können. Aber man braucht eben eine Versorgungsstruktur, die das auffängt. Die eben noch an vielen Stellen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Deswegen kommt es zu langen Wegen. Deswegen die eine oder andere Vorsorgeuntersuchung vielleicht einmal aus. Das sind unzumutbare Zustände. Sie gefährden nämlich die Gesundheit der Mütter und der Kinder. Ich war eben sehr erstaunt, dass von Priorisierung von Mitteln gesprochen wurde. Wenn ich in den schaue, sehe ich, dass das Hebammenprogramm eine liche Kürzung erfährt. Da müsste vielleicht noch deutlich gemacht werden, was jetzt in Hessen für Hebammen mehr gemacht wird. Denn wir brauchen nur die einzelne Förderung. Wir brauchen eine strukturelle Förderung. Wie das mit weniger Mitteln gehen soll, ten Sie mir noch einmal erklären. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das wurde eben schon mehrfach angesprochen: Ein terer blinder Fleck ist natürlich die Forschung zur gesundheit. Allen, die beim Wort Gender das kalte kriegen, sage ich: Das ist Genderforschung. Wir noch spüren, was es heißt, wenn eine große Forschungsnation wie die USA genau da Mittel kürzen wird. Es unsere Aufgabe auch in Hessen sein, erst einmal dieser Forschenden nach Deutschland zu holen, damit die Möglichkeit bekommen, ihre Arbeit fortzusetzen. wir werden merken, dass das unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgung der Frauen in ganz Deutschland, auch auf der ganzen Welt haben wird. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Knell (Freie Demokraten)) Das haben wir auch schon gehört: Die Forschung orientiert sich vor allem an dem männlichen Körper. Der weibliche Zyklus gilt gerne einmal als Störfaktor. Deswegen Frauen da ausgeschlossen. Das heißt, Diagnostik, und Medikation sind nicht angepasst. Gerade Erkrankungen wie die Endometriose, das Lipödem oder auch Herzinfarkt machen sich nun einmal bei Frauen und nern unterschiedlich bemerkbar. Gerade da brauchen mehr und nicht weniger Forschung. fehlen (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Wiebke die Knell (Freie Demokraten)) über Das heißt, da müsste die Landesregierung einen deutlichen Fokus setzen. Da braucht man, was auch die ForschungsWiebke mittel angeht, Priorität. Wir brauchen Forschungsprogramme, die gezielt die Gesundheitsbedürfnisse der Frauen untersuchen. Das bedeutet auch, dass man eine bessere Da Integration der geschlechtersensiblen Medizin in der Auseben bildung aller Gesundheitsberufe braucht. Man braucht das Verauch in der Praxis. und Netz- Vor allem brauchen wir Daten. Da sind wir in Deutschland einfach sehr schlecht. Das liegt an der fehlenden Digitalisierung. Das liegt auch daran, dass gerne einmal die Wiebke Datenschutz-Grundverordnung vorgeschoben wird. Sie gilt in ganz Europa. Trotzdem können andere Länder besser zeigen, wie die Zahlen und Fakten sind. Denn wir kennen mit schlichtweg die Zahl der jährlichen Fehlgeburten nicht. auch Wir haben noch nicht einmal belastbare Zahlen hinsichtlich der Müttersterblichkeit in Verbindung mit der Schwangerist es schaft und der Geburt. Doch genau diese belastbaren Zahlen könnten die bessere Medizin schaffen. Deswegen ist dann es dringend geboten, eigene Initiativen auch des Landes fehlt Hessen zu starten. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Wiebke Knell (Freie Demokraten)) fällt auch
