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Sandra Weegels

AfD 15.05.2025 Sitzungen 21/41

Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Das Thema Frauengesundheit ist so wichtig, dass eigentlich viel öfter darüber sprechen müsste. im Bereich geschlechtsspezifischer Krankheitsbilder, Schwangerschaft, Geburten und daraus resultierenden chosomatischen Folgen bedarf es noch einer Menge strengungen, bevor in allen Bereichen, ob in der Schule, Arztpraxen oder bei Versicherungen, ein Bewusstsein wie Akzeptanz und Gerechtigkeit geschaffen worden Was mich beim Lesen des Antrags, den Sie zur len Stunde gereicht haben, jedoch wahrlich überrumpelt hat, ist die Unmenge an Themen, die verarbeitet Wenn ich richtig gezählt habe, waren es mindestens unterschiedliche Themenbereiche. Jeder einzelne – ich nenne auszugsweise die Fehldiagnosen bei im Kontext Herzinfarkt oder die Verbesserung der menversorgung – ist meines Erachtens jedoch so dass er eine Einzelbetrachtung verdient hätte. Meine Damen und Herren, auf EU- und Bundesebene bereits viele der Themen in Befassung und wurden beschlossen bzw. abgelehnt. Aber hier auf Landesebene wollen Sie Ihren Antrag nicht einmal im Ausschuss sprechen, sondern heften ihn an die Aktuelle Stunde Sie und lassen ihn direkt abstimmen. Dabei sagen Sie doch nicht immer, die Arbeit findet in den Ausschüssen statt. Weit Frauen, gefehlt, kann ich da nur sagen. wirklich (Beifall AfD) Meine Frage an Sie wäre an dieser Stelle: Ist Ihnen das CDU Thema nicht viel mehr wert, wie so häufig in Koalitionsanträgen, sodass Sie es nun zu einer weiteren PR-Aktion Ar- verkommen lassen? (Zuruf Tobias Eckert (SPD)) Wir auch Man kann hier insbesondere aufgrund Ihrer Vorgehensweisorgen, se nur von einem Schaufensterantrag sprechen, und das ist in gerade – ich betonte es bereits – vor dem Hintergrund der GesundWichtigkeit der Frauengesundheit sehr schade. Mehr noch, dass Ihr Vorgehen ist ein Tritt in den Rücken aller betroffenen anaFrauen und derer, die es wohl noch werden. (Beifall AfD) des Der Internationale Aktionstag der Frauengesundheit soll Betrof- die psychische und physische Gesundheit von Frauen in den Fokus rücken. Dazu gehören auch Kampagnen zur sehr Gewalt gegen Frauen oder zur Genitalverstümmelung. Das und Frauen sind wiederum Themen, die Sie in Ihrem Antrag nicht angesprochen haben. Natürlich kann man die verschiedenen Frauenerkrankungen auf der Website des Ministeriums abbilden. Ihnen sollte aber klar sein, dass dies bei Weitem nicht die Reichweite hat, die erforderlich wäre, um die von Themen in die Köpfe der Frauen zu bringen. BitAuch sollte die Hessische Landesregierung nicht den Eindruck erwecken, dass sie federführend oder gar Ideengeber 90/DIE sei oder dass die medizinische Ausbildung geschlechterspezifische Merkmale seit Jahren ignoriere. So ist es nicht. Die Bestrebung, eine geschlechtersensible medizinische Versorgung und Forschung weiter voranzutreiben, und die Frage, wie weit und in welchem Umfang diese Form der die Medizin obligatorischer Teil des Medizinstudiums werden muss – genauso wie die Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Gesundheitsberufen –, wurden im Bundestag bereits ausgiebig diskutiert und müssen jetzt seitens der zuständigen Stellen beantwortet werden. Herren! (Beifall AfD und Maximilian Müger (fraktionslos)) man Gerade Was das Bewusstsein und die Aufklärung über geschlechvon terspezifische Erkrankungen, Vorsorgemöglichkeiten und psyunterschiedlicher Symptomatik betrifft, sollte man viel früAnher ansetzen als erst im Erwachsenenalter, um bereits junge in Mädchen zu sensibilisieren. sosind. Einen Punkt – nämlich Punkt 11 des Antrags – möchte ich explizit ansprechen und schaue dabei zur CDU. Wie Aktuelkönnen Sie, meine Damen und Herren Christdemokraten, zulassen, dass der Schwangerschaftsabbruch noch leichter wurden. durchgeführt werden kann, indem man dafür sorgt, eine wohnortnahe Abtreibung flächendeckend zu etablieren? Bereich Wie können Sie diesen Passus leichtfertig mit in den AnFrauen trag aufnehmen? Wo, meine Damen und Herren ChristdeHebammokraten, ist Ihr Ja zum Leben? wichtig, (Beifall AfD) sind Das Ziel bei den Schwangerschaftsberatungen sollte unseschon rer Meinung nach und allem voran sein, Mädchen und Frauen zu ermutigen und in jeglicher Form zu unterstütbe- zen, das Kind zu bekommen, anstatt es abzutreiben. Hier an darf nicht der Eindruck entstehen, dass man zukünftig im Vorbeigehen ein Kind wegmachen lassen kann. Die Zielrichtung des Antrags ist grundsätzlich richtig. Einer flächendeckenden wohnortnahen Möglichkeit zur Abtreibung können und werden wir jedoch definitiv nicht zustimmen; denn wir als AfD sagen Ja zum Leben – augenscheinlich im Gegensatz zu der schwarz-roten Koalition und allen, die links davon sitzen. (Beifall AfD) Daher werden wir auch getrennte Abstimmung beantragen und gegen Punkt 11 votieren. Den übrigen Punkten stimmen wir, trotz einiger Kritikpunkte, zu. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall AfD und Maximilian Müger (fraktionslos))

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