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Dr. Josefine Koebe

SPD 14.05.2025 Sitzungen 21/40

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Ich glaube, es ist in dieser Debatte sehr deutlich geworden, dass wir uns in diesem Haus nicht über das Ob an dieser Stelle streiten, sondern über das Wie. Eltern haben das unbestrittene Recht – das haben wir heute von allen Fraktionen auch gehört –, in allen Belangen, die ihre Kinder betreffen, mitzudenken, mitzureden und mitzubestimmen. Das ist nicht nur die Auffassung der Freien Demokraten, sondern auch die Auffassung der Landesregierung. Es ist, wie ich finde, eine ganz grundlegende Erkenntnis für jede Gesellschaft, die das Potenzial der Jüngsten ernst nimmt. Aus diesem guten Grund hat die Landesregierung die Stimme der Eltern in Form der Landeselternvertretung institutionalisiert. Die SPD-Fraktion hat sich – das war noch vor meiner Zeit – sehr stark für ihr Entstehen eingesetzt. Im Verlauf der Diskussion musste ich oft an meine Zeit als Schulsprecherin zurückdenken. Ich bin mir sicher, im Raum sitzen einige, die schon einmal vor einer ähnlichen Herausforderung standen, Interessenvertretung wirksam zu gestalten. Auch ich habe als damals frisch gewählte Schulsprecherin an die Schulleitung Strukturforderungen gestellt. Die SV war damals bei uns in einem Kellerraum untergebracht, nicht ganz so leicht zu finden. Das war kein böser Wille oder Nichtwertschätzung unserer Arbeit – ganz im Gegenteil –, aber das Schulhaus platzte aus allen Nähten. Mir war damals, als ich das Ruder übernommen habe, klar, dass ich an diesem Raum etwas ändern musste. Dann habe ich angefangen, mir einen schöneren Raum zu wünschen. Das habe ich erst einmal freundlich artikuliert, dann auch ein bisschen lauter. Irgendwann kam der Punkt des Umdenkens. Wir beschlossen, uns damals ein Wochenende zu nehmen, zwei Farbe zu kaufen und das fehlende Tageslicht im Farbton an die Wand zu malen. Das SV-Zimmer wurde einem beliebten Begegnungsraum, kann ich Ihnen Dieses Wochenende war für uns als Team der Start etwas Größerem. Sehr verehrte Damen und Herren, was will ich Ihnen diesem Bild sagen? Aus Sicht der Landesregierung wir mit der Landeselternvertretung definitiv nicht im ler eines Schulhauses. Eine hauptberufliche Geschäftsstelle – haben wir heute schon gehört, wir sind schon in Lesung –, ausgestattet mit 1,5 Vollzeitäquivalenten, das ehrenamtlich beratende Gremium von administrativen Aufgaben entlasten, ist viel wert. Das braucht es auch, mit sich die Elternvertreterinnen und Elternvertreter auf re Kernaufgaben konzentrieren können: frühkindliche dung in Hessen mitdenken, mitreden und mitbestimmen. (Beifall SPD) Sehr geehrte Damen und Herren, wir wollen genau gute Grundlage für eine wirksame Vertretung der chen Perspektive in der frühkindlichen Bildung bieten. unterscheiden uns aber in der Bewertung der bestehenden Grundlage und auch in der Bewertung der Arbeitsfähigkeit, wie Sie es gerade nannten, Herr Rock. In meiner letzten Rede dazu habe ich Erich Kästner und von der Balance von Mut und Klugheit gesprochen. Es ist jetzt auch genau wieder daran, diese Balance finden. Sie haben damals den Mut gehabt, deutlich Ressourcen als die in dem Gesetzentwurf geforderten investieren und Räume zu schaffen. Jetzt kommt mehr auch die Klugheit ins Spiel. Denn jetzt muss bestehende Struktur mit Leben gefüllt werden. Sehr geehrte Damen und Herren, wir reden hier von renamtlichem Engagement. Das kennen wir alle nur gut. Ehrenamtliches Engagement lebt von der freiwilligen Entscheidung, etwas zu bewirken. Mir geht es darum, tern für eine Mitarbeit zu begeistern, und nicht sie zu verpflichten. Es geht darum, für eine freiwillige Beteiligung zu werben, die auf echten Interessen und Bereitschaft besteht, Verantwortung zu übernehmen. sehen wir das Qualitätsmerkmal nicht in der regelmäßigen verpflichteten Berichterstattung. Es ist an der auch bemerkenswert, dass das von den Freien Demokraten kommt. Dieses Mit-Leben-Füllen, das ich anspreche, kann nur meinsam gehen. Damit das elterliche Engagement in Sache auch tatsächlich etwas bewirken kann, braucht noch etwas. Das war früher bei mir das offene Ohr Schulleitung. Hier ist es die ausgestreckte Hand des teriums, den konstruktiv-kritischen Dialog mit den zu führen. Ich persönlich sehe diese ausgestreckte Ich bin mir sicher, dass wir damit auch die Lösung Kommunikationsprobleme aller Art finden werden. Ich möchte heute noch etwas aussprechen: eine Einladung, dass man uns alle in diesem Raum als Parlamentarier, nen die frühkindliche Bildung, glaube ich, durch die weg sehr wichtig ist, als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren nutzen kann und soll. Spannen Sie uns ein. dest für die Koalition kann ich sagen: Wir ziehen gerne Ihnen durchs Land und werben für die bevorstehende wahl. Bleiben Sie mit uns über die heutige Debatte im Gespräch. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall SPD und CDU) Eimer warmen

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