Astrid Wallmann
Vielen Dank. – Das Wort hat der Minister für Kultus, Bildung und Chancen. Herr Staatsminister Schwarz, bitte. Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen: Hochverehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Herr Abgeordneter May, auf Ihre letzte mündliche Frage zu diesem Thema im November habe ich Ihnen geantwortet, dass gemäß dem Koalitionsvertrag der regierungstragenden Fraktionen die Beschaffung und Bereitstellung eines digitalen Schulprogramms geprüft wird, das im Funktionsumfang eine Unterrichts-, Stundenplan- und Vertretungsverwaltung beinhaltet. Gleichzeitig sollte das Programm nach Möglichkeit den Umgang der Schulen mit Vertretungsanlässen auswerten können; denn es ist wirklich wichtig, dass wir mit einer solchen Erfassung kein bürokratisches Monster, kein bürokratisches Ungetüm auf unsere Schulen losrennen lassen. Sinn und Zweck der Übung muss sein, dass Schulen letztlich auch damit umgehen können und dass die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern weiterentwickelt werden, aber nicht, die Schulen mit möglichst vielen Berichtspflichten zu beschäftigen. Die Prüfung, ob ein solches Programm zentral durch mein Haus angeschafft werden kann, ist mittlerweile erfolgt. Deswegen bin ich Ihnen dankbar für Ihre Frage. Im Rahmen der Prüfung wurde eine freiwillige Abfrage an allen öffentlichen Schulen durchgeführt – es war eine freiwillige Abfrage, das muss man sich vergegenwärtigen –, an der 85 % der Schulen teilgenommen haben. Ich finde, das ist sehr repräsentativ. Im Kern haben wir uns mit der Abfrage einen Überblick verschafft, welche Programme zur Unterrichts-, zur Stundenplan- und Vertretungsverwaltung an den Schulen im Einsatz sind welche konkreten Bedarfe die Schulen hinsichtlich Anwendungen haben. Die Auswertung ergab ein sehr heterogenes Bild. 60 % der teilnehmenden Schulen nutzen bereits ein les Stundenplanprogramm. Von den übrigen 40 % rund zwei Drittel der Schulen an, keinen Bedarf an ner solchen Softwarelösung zu haben. Insbesondere kleine Grund- und Förderschulen verwalten ihre Stundenund Vertretungsplanung sehr ordentlich ohne digitale terstützung. Nur rund 15 % der Schulen, die derzeit entsprechende Softwarelösung nutzen, wünschen sich solche. Die Ergebnisse der Umfrage machen eines deutlich: besteht kein Bedarf, landesseitig zentral ein einheitliches System für alle Schulen zu beschaffen. Zu viele kommen gut ohne eine solche Softwarelösung Diese Schulen zur Nutzung einer für sie neuen Softwarelösung zu verpflichten, wäre nicht zweckmäßig und einen unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand sich bringen. Außerdem müssen wir berücksichtigen, dass die teils unterschiedliche Programme zur Stunden- und tungsplanung nutzen. Das sind jeweils Programme, die den individuellen Bedarfen vor Ort passen. Würde das Land zentral ein Programm anschaffen, ten sich diese Schulen in ein neues Programm einarbeiten. Das ist komplex und kostet Zeit, die nicht für den richt zur Verfügung stünde. All das spricht deutlich die zentrale Bereitstellung eines solchen Programms. Vor diesem Hintergrund möchten wir die Erfassung Umgangs mit Vertretungsanlässen nicht länger an Beschaffung und Bereitstellung eines digitalen Schulprogramms knüpfen, das im Funktionsumfang eine richts-, Stundenplan- und Vertretungsverwaltung tet. Stattdessen wollen wir zukünftig eine Erhebung ersatzlosem Unterrichtsausfall – so heißt das übrigens in anderen Ländern – mittels einer Stichprobe für bestimmten Zeitraum durchführen. Der ersatzlose richtsausfall umfasst diejenigen Stunden, die überhaupt nicht stattfinden. Die Art der Erfassung ist dann vergleichbar mit der beispielsweise in Bayern, Rheinland-Pfalz Baden-Württemberg. Bei der Umsetzung wollen wir auf einem bereits bestehenden Umfragesystem aufsetzen, das in die LUSD integriert ist. Das ist den Schulen dann bekannt. Dadurch wir insgesamt sicherstellen, dass wir die Daten möglichst bürokratiearm erheben, damit die Schulen ihre Zeit für Wichtigste, nämlich den Unterricht, nutzen können. Kurz und knapp: möglichst wenig Bürokratie, möglichst wenige Berichtspflichten, möglichst viel Unterricht. um geht es uns in den Schulen. Das ist auch zum der Schulen. Das gibt eine repräsentative Umfrage mit ner Teilnahmequote von 85 % sehr deutlich her. – Dank für Ihre Aufmerksamkeit, Herr Abgeordneter.
