hessischer-landtag.de ↗

Lena Arnoldt

CDU 27.03.2025 Sitzungen 21/37

Darüber hinaus bekennen wir uns klar zu einem aktiven Bestandsmanagement des Wolfs mit jagdlichen Mitteln. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür sind in Hessen geschaffen. Unser Ziel bleibt es, den Schutzstatus des Wolfes auf europäischer Ebene abzusenken und diese Anpassung auch im Bundesrecht zu verankern. Nur so werden wir dem realen Spannungsfeld zwischen Artenschutz und den berechtigten Interessen der Weidetierhalter gerecht. Nun sind wir heute nicht alleine mit unserem Antrag, auch die Opposition sieht anscheinend den Unterstützungsbedarf für unsere Weidetierhalter. Der Antrag der GRÜNEN bleibt leider im Ungefähren. Er verweist zwar auf die Wichtigkeit des Dialogs und eines wissenschaftlich fundierten Wolfsmanagements, wirft aber gleichzeitig der Landesregierung vor, Fachwissen abzubauen. Das Gegenteil ist der Fall: Wir haben die Praxisnähe gestärkt und Bürokratie abgebaut. Auch die Kritik, es würde an Auszahlungen und Bewilligungen mangeln, entbehrt der Grundlage. Die Richtlinie ist erst kürzlich novelliert worden – das wird in den nächsten Wochen und Monaten spürbar Wirkung entfalten. Die GRÜNEN möchten hier alte Strukturen fortsetzen, während wir längst pragmatische Lösungen geschaffen haben. Der Antrag der AfD hingegen ist geprägt von Bedrohungsszenarien für Menschen und Kinder. Ja, der Wolf muss gemanagt werden – aber bitte mit Maß und Vernunft. Das gezielte Entnehmen einzelner Tiere bei nachgewiesenen Problemen ist bereits jetzt möglich. Wir brauchen keine pauschalen Forderungen nach Rudelentnahmen und martialische Vergleiche mit dem Ausland. Das mag für Schlagzeilen taugen, aber nicht für seriöse Politik. Die Weidetierhaltung braucht unsere Unterstützung. Mit unserem Antrag setzen wir ein starkes Zeichen für die Landwirtschaft, für Biodiversität und für die Menschen, die diese Kulturlandschaft erhalten. Wir stehen an der Seite der Weidetierhalter – mit finanzieller Förderung, mit pragmatischem Bürokratieabbau und mit klarem Blick für ein verantwortungsvolles Wolfsmanagement. (zurück zum Text auf Seite 2666) Anlage 3 (zu den Tagesordnungspunkten 27, 53, 54 Nach § 109 Absatz 2 GOHLT zu den Punkten 27, 53, 54 und 55 der Tagesordnung, 21/2045, 21/2086, 21/2087 und 21/2088, zu koll gegebene Stellungnahme Maximilian Ziegler (Vogelsberg) (SPD): Es geht um diejenigen, die draußen stehen, morgens auf der Weide und auch abends spät noch bei den die mit Leidenschaft Landwirtschaft betreiben, Landschaft pflegen und unsere Kulturlandschaft lebendig halten. es geht um eine wachsende Herausforderung: den Seine Rückkehr nach Hessen sorgt für gemischte le. Manche freuen sich über ein Stück Wildnis, sind besorgt. Beides ist verständlich. Während Wölfe durch die Landschaft streifen, sind Weidetiere Nutztiere. Sie brauchen Schutz. Weidetierhaltung ist kein bloßes Hobby. Sie ist ein aber unverzichtbarer Bestandteil unserer Landwirtschaft. Sie sichert regionale Wertschöpfung, Biodiversität und pflegte Landschaften. Doch wenn Wölfe in der Nähe Weidetieren auftauchen, dann ist das für die Halterinnen und Halter keine Randnotiz, sondern eine existenzielle drohung – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch und allem emotional. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass diese Sorgen ernst nehmen sind. 2023 wurden in Hessen offiziell 43 Nutztiere nachweislich durch Wölfe gerissen. Im Jahr 2024 waren laut offizieller Statistik nur noch sechs. Das wäre ein gang um über 85 % – eine Entwicklung, die in der wirtschaft auf großes Misstrauen stößt. Denn gleichzeitig wurden insgesamt 72 Nutztierrisse gemeldet, bei in vielen Fällen keine eindeutige DNA-Spur eines nachgewiesen wurde. Die neue Richtlinie Weidetierschutz sorgt dafür, dass detierhalter nicht länger für Unsicherheiten bestraft den. Eine Auszahlung wird auch möglich sein, wenn Grundschutz eingehalten wurde und ein Wolf als des Risses nicht ausgeschlossen werden kann. Das ist tig. Eine Probeentnahme ist nicht einfach, und das kann nur auswerten, was tatsächlich in der entnommenen Probe ist. Natürlich wird dadurch nicht jeder Wolfsriss genetisch nachgewiesen werden, aber das ist nicht das scheidende Problem. Entscheidend ist, dass die Betroffenen nicht mehr alleine gelassen werden, wenn ihre Tiere sen wurden. Wer sich jetzt an der Statistik aufhängt, verkennt eigentliche Ziel dieser Regelung. Es geht nicht Zahlen auf einem Papier zu haben, sondern darum, die Menschen, die jeden Tag mit diesen Herausforderungen leben, endlich eine faire Lösung bekommen. Hessen ist dicht besiedeltes Bundesland, und der Wolf wird sich anpassen. Deshalb braucht es ein Wolfsmanagement, mitwächst, das vorbeugt, unterstützt und im Ernstfall greift. Dieser Antrag nimmt die Sorgen der Menschen stärkt den Weidetierschutz und sorgt für eine faire Denn am Ende geht es wieder um diejenigen, die stehen, morgens als Erste auf der Weide, abends als bei ihren Tieren, die da sind, wenn die ersten geboren werden, die sich mit ganzer Kraft um ihre und 55) kümmern und die von uns erwarten dürfen, dass wir sie Drucks. nicht alleine lassen. Ich bitte um Ihre Zustimmung. Proto- (zurück zum Text auf Seite 2669) früh Tieren, Und Wolf. Gefühandere frei harter, gevon Bevor zu es RückLanddenen Wolfes Weiwerder Ursache richLabor entgerisdas darum, dass ein daran das einernst, Balance. draußen Letzte Lämmer Tiere

Protokoll ↗