Frank Steinraths
Die Sicherung von Fachkräften ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Unsere Wirtschaft, Gesundheitsversorgung und unser Handwerk sind auf ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Deshalb ist es Aufgabe als Politik, junge Menschen für eine Berufsausbildung zu begeistern und sie auf ihrem Weg bestmöglich zu unterstützen. Und deshalb ist die Fachkräftesicherung eines der zentralen Anliegen der Hessischen Landesregierung. Wir sind jedoch überzeugt, dass der Schlüssel zur kräftesicherung nicht in kurzfristigen finanziellen liegt, sondern vor allem in einer nachhaltigen Stärkung dualen Ausbildung und einer frühzeitigen, gezielten rufsorientierung. Junge Menschen müssen nicht nur ren, welche Berufe es gibt, sondern auch die Möglichkeit haben, sich auszuprobieren, ihre Talente zu entdecken eine fundierte Entscheidung für ihre berufliche Zukunft treffen. Deshalb setzen wir auf eine Vielzahl bewährter und novativer Maßnahmen. Bereits in den Schulen legen mit Programmen wie dem Dreiklang „Grundschule Berufsschule und Handwerk“ einen wichtigen Grundstein. Hier bekommen Schülerinnen und Schüler frühzeitig tische Einblicke in handwerkliche Berufe und können eigenen Fähigkeiten erproben. Das weckt Interesse Begeisterung für eine handwerkliche Ausbildung – und nau das brauchen wir. Hinzu kommen die Kompetenzfeststellungsverfahren „KomPo7“ und „KomPoG“, die jungen Menschen ihre Stärken und Neigungen zu erkennen. Wer frühzeitig weiß, wo seine Talente liegen, kann gezielter in eine bildung oder ein Studium starten. Unterstützt wird Prozess durch die „berufswahlapp“, die nicht nur ge Dokumentationen ersetzt, sondern auch eine moderne, digitale Plattform zur strukturierten Begleitung des findungsprozesses bietet. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf Schülerpraktika, die eine wertvolle Brücke zwischen Schule und schlagen. Sie ermöglichen jungen Menschen, praktische Erfahrungen zu sammeln, Arbeitsabläufe kennenzulernen und herauszufinden, welche Berufe wirklich zu ihnen sen. Aber ich wiederhole: Dabei darf jedoch nicht eigentliche Zweck dieser Praktika aus dem Blick Es geht um das Lernen, nicht ums Geldverdienen. verpflichtende Vergütung könnte falsche Erwartungen cken und dazu führen, dass Praktika eher nach finanziellen Gesichtspunkten als nach echtem Interesse ausgewählt werden. Das würde Schülerpraktika letztlich zu einem rienjob degradieren – und genau das wollen wir nicht. Stattdessen setzen wir auf bewährte Formate wie die senweiten Praktikumswochen, die im Sommer 2024 ein großer Erfolg waren. Rund 1.400 Unternehmen sich beteiligt und jungen Menschen in ganz Hessen Möglichkeit gegeben, verschiedene Berufsfelder kennenzuder lernen und ihre Fähigkeiten praktisch zu erproben. Das ge- zeigt: Unternehmen sind bereit, in die Nachwuchsförderung zu investieren. In einer sozialen Marktwirtschaft sollte es ihnen auch weiterhin selbst überlassen sein, ob und in welcher Form sie Praktikantinnen und Praktikanten vergüten. Deshalb halten wir eine staatlich verordnete Praktikumsprämie für nicht zielführend. Sie würde nicht nur das unsere gut eigentliche Ziel der Berufsorientierung verwässern, sondern auch Fehlanreize setzen. Viel wichtiger ist es, beunsere stehende Maßnahmen weiterzuentwickeln und den Weg in die Ausbildung durch gezielte Förderung zu erleichtern. Aus diesen Gründen plädieren wir dafür, den Antrag nicht anzunehmen, sondern zur weiteren Beratung an die Ausschüsse zu überweisen. Lassen Sie uns gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten, die jungen Menschen Fachechte Perspektiven eröffnen und Hessen als WirtschaftsAnreizen und Ausbildungsstandort langfristig stärken. der Beerfah- (zurück zum Text auf Seite 2660) und zu inwir trifft prakihre und gehelfen, Ausdieser analoBerufsBeruf pasder geraten: Eine weFeeben hesbereits haben die Anlage 2 (zu den Tagesordnungspunkten 27, 53, 54 und 55) Nach § 109 Absatz 2 GOHLT zu den Punkten 27, 53, 54 und 55 der Tagesordnung, Drucks. 21/2045, 21/2086, 21/2087 und 21/2088, zu Protokoll gegebene Stellungnahme
