hessischer-landtag.de ↗

Lena Arnoldt

CDU 27.03.2025 Sitzungen 21/37

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Weidetierhaltung in Hessen ist nicht nur ein landwirtschaftlicher Betriebszweig, sondern auch gelebte Kulturlandschaftspflege, Naturschutz, Biodiversität und regionale Wertschöpfung in einem. Schafe, Ziegen, Rinder und andere Weidetiere erhalten unsere Offenlandschaften, pflegen Schutzgebiete und tragen zur Vielfalt bei. Genau diese Form der Landwirtschaft gilt es zu schützen und zu stärken. (Beifall CDU und SPD) Doch die Rückkehr des Wolfes stellt viele unserer Weidetierhalter vor große Herausforderungen. Angst um ihre Tiere, stetiger zusätzlicher Arbeitsaufwand und hohe Kosten für Zäune und andere Schutzmaßnahmen prägen ihren Alltag. Das darf nicht zum Ende der Weidetierhaltung in Hessen führen. Deshalb haben CDU und SPD den gemeinsamen Entschließungsantrag vorgelegt. Wir wollen unsere Weidetierhalter gezielt unterstützen, sowohl bei präventiven Schutzmaßnahmen als auch bei der Entschädigung von Schäden durch Wolfsübergriffe. Wir stehen dafür ein, dass unsere Weidetierhalter die Last der Wolfsrückkehr nicht alleine tragen müssen. Die neue Weidetierschutzrichtlinie der Landesregierung zeigt genau den richtigen Weg: Erhöhung der Förderung für präventiven Herdenschutz, Wegfall des bürokratischen Weidetagebuchs, Vereinfachung der Nachweispflichten bei Rissereignissen, Erhöhung der Standardkostensätze bei Entschädigungen. Das sind keine leeren Worte. Das sind konkrete Maßnahmen, die bei den Tierhaltern ankommen und ihnen helfen. Das hat nichts damit zu tun, dass das Thema nicht wichtig ist. Ich helfe Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, jetzt auch und gebe den Rest meiner Rede zu Protokoll und werbe um Zustimmung zu unserem Antrag. (Beifall CDU und SPD – siehe Anlage 2)

Protokoll ↗