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Dr. Daniela Sommer

27.03.2025 Sitzungen 21/37

Vielen Dank, Herr Abgeordneter Steinraths. – Nun hat die Landesregierung das Wort. Es spricht Herr Staatsminister Schwarz. Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen: Hochverehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Fachkräftesicherung ist ein Megathema. Fachkräftesicherung ist aus mehreren Gründen ein Megathema: zum einen aufgrund des demografischen Wandels, zum anderen – Herr Abgeordneter Meier hatte darauf hingewiesen – mit Blick auf die Fragestellung, wer sich in welche Richtung orientiert, Universität oder duale Ausbildung. Deswegen ist die Landesregierung unterwegs und stärkt die duale Ausbildung in jeder Form und jeder Weise, in Wort und in Tat. Das zeigt auch Wirkung. Wir haben immer wieder den Hinweis gegeben, dass es eine Durchlässigkeit im System gibt. Wir haben den kostenfreien Meisterbrief. Wir haben die Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung. Wir haben verschiedenste Maßnahmen, um die duale Ausbildung attraktiv zu halten, und das tun wir auch. Die Stärkung in der Fläche für die duale Ausbildung zeigt sich allein darin, dass wir die zukunftsfähige Berufsschule haben. Die zukunftsfähige Berufsschule stärken wir mit den kleinsten Fachklassen, die es bundesweit gibt. Wir garantieren, dass die 104 Berufsschulstandorte, die wir haben, auch in Zukunft da sein werden. Ich will auf noch etwas hinweisen – wir haben heute schon darüber gesprochen –: Wir haben enorm erfolgreiche Praktikumswochen in den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien, in denen eigentlich nicht mehr allzu großer Druck bei den Schülerinnen und Schülern besteht, weil die Zeugnisse da sind, aber auch in den Ferien selbst. Da sind die jungen Leute bereit, in die Betriebe hineinzugehen. Das muss man sich in der Tat einmal vorstellen: Das Ganze ist freiwillig, und 1.400 Betriebe sind freiwillig dabei. So kommen 6.000 Praktikumstage zustande. Das machen wir im kommenden Sommer wieder, und das Ganze ohne Praktikumsprämie. An der Stelle sehen wir, das ist in hohem Maße attraktiv. Wir wollen Praktika, freiwillig und verpflichtend, und das ist ein ganz wesentlicher Baustein für die duale Bildung. (Beifall CDU und vereinzelt SPD) Wir haben an dieser Stelle noch viel mehr zu bieten. Da schauen wir einmal in die Regionen. Jenseits der Landesstrategie OloV, Orientierung zur Optimierung der lokalen Vermittlung, haben wir das Limburger Modell – ich schaue in Richtung von Christian Wendel –, ProBe in WaldeckFrankenberg, die Friedrich-Dessauer-Schule, die sich mit Berufsschülern den Grundschülern widmet – großartige Modelle, die alle dazu beitragen und den Geist atmen, die berufliche Bildung bzw. die duale Bildung stärken zu wollen. Jenseits der Fragestellung will ich darauf hinweisen – auch davon war heute schon die Rede –: Die „berufswahlapp“ oder beispielsweise auch der Digitaltruck zeigen, dass man das Ganze auch modern gestalten kann und es deswegen keine Prämie braucht. Wir werben auch ganz konkret – das ist Teil des Antrages – für Pflege- und Sozialberufe. Mit den Fachkräftecamps Zukunftsberufe in Gesundheit, Pflege und Kinder- und Jugendhilfe sind wir genau an dieser Stelle in der 8. und 9. Klasse auf Werbetour mit Workshops, um junge Menschen für diese wesentlichen Ausbildungsberufe, für diese Zukunftsberufe in Pflege und Gesundheit zu begeistern: Auf spielerische Art und Weise wird – auch das ist ein spannendes Modell – mit der Escape-Room-Tour für diese Berufe geworben. Es ist gut und richtig, dass wir diesen Weg weitergehen. Es braucht keine Prämie, sondern es braucht freiwillige und verpflichtende Praktika. Ich werbe an jeder Stelle dafür, dass diese freiwilligen Praktika nicht nur angeboten, sondern auch wahrgenommen werden. Wer einmal wirklich den Geist der dualen Ausbildung geschnuppert hat, weiß, dass er oder sie in der dualen Ausbildung auf eine tolle Karriere super vorbereitet wird. Deswegen: Duale Ausbildung ist attraktiv, duale Ausbildung ist sexy, und wir werben weiter dafür. – Vielen Dank. (Beifall CDU und SPD)

Protokoll ↗