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Dr. Daniela Sommer

27.03.2025 Sitzungen 21/37

HerFür die Freien Demokraten erteile ich dem Abgeordneten eigentist Pürsün das Wort. ich Yanki Pürsün (Freie Demokraten): Frage Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Fachkräftemangel stellt eine der größten Herausforderunendlos. gen für unseren Wirtschaftsstandort dar. passt für (Beifall Freie Demokraten) Die Prognose von 178.000 fehlenden Arbeitskräften bis 2028 allein in Hessen ist in der Tat alarmierend. Als Freie Demokraten sind wir überzeugt: Diesem komplexen ProEinblem müssen wir mit durchdachten nachhaltigen Lösungen begegnen und nicht, wie es die AfD im vorliegenden Analle trag vorschlägt. Menzu (Beifall Freie Demokraten) Bü- Dieser Antrag stammt ursprünglich von der Linkspartei und wird nun von der AfD aufgegriffen. Diese (Zuruf AfD: Was gut ist!) – Da ruft jemand rein: „Was gut ist!“. – Die GemeinsamPraktikeiten der Linkspartei und der AfD sind interessant. Beigede Parteien setzen auf staatliche Eingriffe und finanzielle ein Umverteilung statt auf marktwirtschaftliche Lösungen und auch echte Strukturreformen. ihrer (Beifall Freie Demokraten) konnJunge Menschen brauchen jedoch keine kurzfristigen finanziellen Anreize, sie brauchen eine fundierte Berufsorientierung. für Praktika (Beifall Freie Demokraten) Unsere liberale Antwort auf den Fachkräftemangel ist daJahr her strukturell: Erstens eine grundlegende Aufwertung der dualen Ausbilüber dung. Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass nur ein Studium zu einem erfolgreichen Berufsleben führt. An unseren hilft Schulen müssen die berufliche und die akademische Bilnach dung als gleichwertige Alternativen dargestellt werden. dann Zweitens eine gezielte Förderung der Ausbildungsstandornoch te mit moderner technischer Ausstattung. Auszubildende müssen sehen, dass sie am Puls der Zeit arbeiten. Zeitgemäße Ausbildungsinhalte, die digitale Kompetenzen gemöchten nauso vermitteln wie traditionelles Handwerk oder PflegeBerufe wissen, sind entscheidend für die Attraktivität der Berufe. über Drittens. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen ist notwendig. Junge Menschen sollten nicht erst in der 9. Klasse mit der Berufswelt in Kontakt treten. Durch regelmäßige Unternehmensbesuche, PraxisMil- tage und langfristige Kooperationen können Schüler frühzeitig realistische Einblicke in verschiedene Berufsbilder gewinnen. Zusätzlich müssen steuerliche Anreize für Ausbildungsbetriebe geschaffen und bürokratische Hürden abgebaut werden, die besonders kleine und mittlere UnterHessen nehmen oft daran hindern, Ausbildungsplätze anzubieten. uns und Die wahren Probleme bei der Nachwuchsgewinnung in Branchen, die besonders vom Fachkräftemangel betroffen sind, liegen wesentlich tiefer als in einem fehlenden Taschengeld für Praktika. In der Pflege sind es die herausfordernden Arbeitsbedingungen, die Schichtdienste, die körperliche und emotionale Belastung sowie die oft unzureichende Bezahlung, die junge Menschen abschrecken. Im Handwerk ist es einerseits das Image, das einer dringenden Aufwertung bedarf, andererseits sind es aber auch reale Herausforderungen wie die im Vergleich zu akademischen Berufen oft geringere gesellschaftliche Anerkennung. Diese strukturellen Herausforderungen werden nicht durch ein Taschengeld von 120 Euro pro Woche für Ferienpraktika gelöst. Eine liberale Bildungspolitik setzt auf Leistungsförderung, Chancengerechtigkeit und individuelle Talententwicklung. (Beifall Freie Demokraten) Unsere Wirtschaft braucht echte Strukturreformen. Den vorliegenden Antrag lehnen wir daher ab. (Beifall Freie Demokraten)

Protokoll ↗