Frank Lortz
Vielen Dank. Wir kommen zur Abstimmung über die Anträge. Zunächst der Antrag der Fraktion der AfD, Drucks. 21/2050. dem zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – sind die AfD und der Kollege Müger. – Wer ist dagegen? Das übrige Haus. Damit ist der Antrag abgelehnt. Ich rufe den Dringlichen Entschließungsantrag der tionen der CDU, der SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Freien Demokraten auf, Drucks. 21/2083. stimmt zu? – CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP. Wer ist dagegen? – Die AfD und der Müger. Damit ist dieser Dringliche Entschließungsantrag angenommen. Ich rufe Tagesordnungspunkt 24 auf: Antrag Fraktion der Freien Demokraten Digitale Zukunft für alle – Mädchen und Frauen in IT-Branche stärken – Drucks. 21/2042 – Es beginnt der Kollege Moritz Promny, FDP-Fraktion. te sehr. Moritz Promny (Freie Demokraten): Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Lassen Sie mich mit Zahlen, Daten und Fakten nen, die uns alle alarmieren sollten. Der Hessische trie- und Handelskammertag prognostiziert, dass bis in Hessen insgesamt 495.000 Fachkräfte fehlen Schon bis 2028, also in drei Jahren, werden voraussichtlich 178.000 Arbeits- und Fachkräfte in Hessen fehlen. gen hat sich die Nachfrage nach IT-Fachkräften seit nahezu verdoppelt. Gleichzeitig wird der Quereinstieg die IT-Branche immer schwieriger. Der Markt für ralisten ohne Universitätsabschluss erlebt eine deutliche Konsolidierung. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit fundierten IT-Ausbildung bereits in der Schule. kommt der demografische Wandel: Die Zahl der jährlichen Renteneintritte in Hessen wird sich zwischen 2022 2032 von rund 40.000 auf knapp 80.000 Personen fast doppeln. Das bedeutet einen Ersatzbedarf von rund IT-Fachkräften innerhalb der nächsten zehn Jahre. Diese Zahlen zeigen: Der Fachkräftemangel in der IT nicht nur eine kurzfristige Herausforderung, sondern ein grundlegendes strukturelles Problem. (Beifall Freie Demokraten) Gleichzeitig – und das ist der Kern unseres Antrags waren laut Daten der Europäischen Kommission 2021 19 % der IT-Fachkräfte in Deutschland weiblich. Mit sem Wert liegt Deutschland im europäischen Vergleich hinteren Mittelfeld. Wir verschenken hier systematisch tenzial, das wir dringend brauchen. Sechs Bundesländer haben es bereits, drei weitere es ein: das Pflichtfach Informatik. Wir dagegen mit dem Fach „Digitale Welt“ in der Evaluationsphase um, (Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Genau!) und das Pilotprojekt „Digitale Welt“ wurde im Schuljahr an 80 Schulen von rund 1.800 öffentlichen Schulen in Hessen eingeführt. Meine Damen und Herren, Wer das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Das (Beifall Freie Demokraten) – Weder wird dieses Fach benotet, noch ist es versetzungsrelevant. Für die Landesregierung ist digitale Bildung anFrakscheinend ein unverbindliches „Nice to have“. Wer Ja, wir erkennen an, dass die Landesregierung mit dem Pilotprojekt „Digitale Welt“ und den Initiativen wie beiKollege spielsweise „Women go digital“ erste Schritte unternommen hat. Aber diese Maßnahmen sind angesichts der dramatischen Situation auf dem IT-Arbeitsmarkt und der Unterrepräsentation von Frauen unzureichend. (Beifall Freie Demokraten) Genau deswegen fordern wir Freie Demokraten, bis zum der Schuljahr 2028 Informatik als Pflichtfach ab der 5. Klasse flächendeckend in Hessen einzuführen. Außerdem braucht es weitere gezielte Maßnahmen, die Mädchen und junge Frauen ansprechen: BitErstens. Wir fordern ein flächendeckendes Programm „ITBotschafterinnen Hessen“, das die bestehenden Initiativen bündelt und weibliche IT-Fachkräfte als Vorbilder auch in die Schulen bringt. Herren! (Beifall Freie Demokraten) beginZweitens. Zusätzlich fordern wir ein Pilotprogramm „ITIndusMentorinnen Hessen“, das tech-affine Schülerinnen zu Expertinnen für technische IT-Kompetenzen ausbildet. Diese könnten. Mentorinnen sollen Coding-AGs für unsere Schülerinnen nach dem erfolgreichen Peer-to-Peer-Prinzip leiten. Dage2013 Drittens. Die im Sommer 2024 gestartete Praktikumswoin che soll mit einem besonderen Fokus auf „Girls’ Digital GeneSummer“ weiterentwickelt werden, um Schülerinnen Praktikumsplätze in IT-Unternehmen zu vermitteln. (Beifall Freie Demokraten) einer Meine Damen und Herren, es geht hier um weit mehr als Hinzu nur um Bildungspolitik. Es geht hier um die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit unseres Bundeslandes, und schlussendund lich geht es natürlich um Chancengerechtigkeit. Diese einvergangs erwähnten Zahlen, Daten und Fakten machen doch 2.400 eines überdeutlich: Wir können es uns nicht leisten, die Hälfte unserer Bevölkerung von einer zukunftsträchtigen ist Branche selbst auszuschließen. Wenn wir es mit der digitaer ist len Bildung in diesem Land wirklich ernst meinen – und davon gehe ich aus –, dann müssten Sie unserem Antrag zustimmen. – Herzlichen Dank. (Beifall Freie Demokraten) – nur die- Präsidentin Astrid Wallmann: im Vielen Dank, Herr Abgeordneter Promny. – Als Nächste Pohat die Abgeordnete Julia Herz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN das Wort. führen dümpeln
