Frank Lortz
Vielen Dank, Kollege Roos. – Das Wort hat Frau Abgeordnete Hildegard Förster-Heldmann für BÜNDNIS GRÜNEN. Bitte sehr. Hildegard Förster-Heldmann (BÜNDNIS 90/DIE NEN): Sehr geehrter Herr Präsident, verehrte Kolleginnen Kollegen! Es ist gut, dass es jetzt eine Entscheidung Aber das ist leider auch schon alles, was man gut kann. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Der Zustand der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ist schon lange nicht mehr tragbar. Daher ich ausdrücklich, dass es jetzt eine Entscheidung gibt, eine Perspektive für die Hochschule aufzeigt. Aber die Hochschule wird dreigeteilt – getrennt durch ne nicht gerade kleine Straße. Die Forderung nach Verkehrsberuhigung, um überhaupt die Chance eines pus zu ermöglichen, findet noch nicht Eingang in Planung. Da bin ich sehr gespannt, wie das einzelne an Planung Teilnehmende dann auch sehen werden. Aus Sicht des Landes Hessen muss man sich fragen, welcher Basis dieser Kompromiss – und nichts weiter die derzeitige Planung – entstanden ist. Ich stehe hier Abgeordnete des Landes Hessen und nicht als Stadtverordnete der GRÜNEN in Frankfurt. Wie kann da ein Campus entstehen, der sowohl der enthaltsqualität als auch der Lehre Rechnung trägt, Campus, der die Kreativität fördert und überhaupt Leben einer Gesellschaft vorantreiben kann? Herausgekommen ist eine Planung, die nur Fragen wirft. Das Land Hessen hat die Interessen der Hochschule, den Wunsch nach einem zusammenhängenden Gebäude, wie ich finde, aus nicht nachvollziehbaren Gründen fert. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Die Aufteilung auf drei Gebäude ist weder ökonomisch noch ökologisch nachvollziehbar und im Sinne der in sowieso nicht zu verstehen. Also stellt sich die Frage: Warum wurde das ursprüngliche Ansinnen aufgegeben, wo es doch durchaus auch Gutachten gab, die gesagt haben, dass wir es schaffen können, alles zusammen in einem Arrondissement unterzubringen? Auch aus Sicht der Stadt Frankfurt ist nur noch ein schaler Kompromiss übrig geblieben. Der von vielen erhoffte Kulturcampus mit ausreichender Berücksichtigung von vielfältigen Angeboten für noch nicht etablierte Kultur ist, wenn überhaupt, nur in Planung, aber finanziert ist er sowieso noch nicht. Situati- Schon redet die Dezernentin von einem dezentralen Kulauf turcampus. Das muss man sich einmal anhören. Verteilt auf erinnern, die Stadt ist Frankfurt im weitesten Sinne ja bereits jetzt ein Kulturcampus. Herzlichen Glückwunsch, Frankfurt – Stich und das meine ich ernst. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das Ensemble Modern und die Dresden Frankfurt Dance Company sollen nicht mehr auf den Campus ziehen. Wenn das vorgestellte Projekt für alle nur ein Kompromiss ist, frage ich mich: Warum? Liegt es daran, dass das Juridicum auf jeden Fall erhalten werden soll, damit die ABG, die 90/DIE das Gelände für 70 Millionen Euro 2011 vom Land gekauft hat, Wohnungen errichten kann? – Laut Bebauungsplan ist das Areal ein Mischgebiet und muss 30 % Wohnungen beinhalten. GRÜDen Bebauungsplan will man nicht ändern. Das würde zu lange dauern. Da sind wir schon beim eigentlichen und Thema, nämlich dem Zeitplan. Da, so finde ich, wird es gibt. finden dann richtig kritisch. Denn es geht ja nicht darum, drei Gebäude gleichzeitig zu entwickeln, sondern geht darum, drei Gebäude nacheinander zu entwickeln. Wenn jemand schon einmal Umzüge von Institutionen beobachtet hat, weiß er oder sie, was das im Einzelnen bedeutet. begrüße Zugleich mit dem Hochschulbau wird die Dondorf-Drudie ckerei pinselsaniert. Wenn man sich das Gebäude einmal angeschaut hat, dann weiß man, welche Farce das ist, wenn hier von „Pinselsanierung“ gesprochen wird, damit eidie Schirn dort einlagern kann. Dann soll die Schirn saeiner Cam- niert werden, und erst danach kann dieses Gebäude für die Hochschule hergerichtet werden. Ah ja, gut. Dann muss diese man gar nichts zu Jahreszahlen sagen. Da kann sich schon der jeder vorstellen, wie das wird. auf Was ist dann mit dem alten Studi-Wohnheim? Findet das auf dem sogenannten Tortenstück überhaupt ausreichend ist als Platz, oder wird es anders gemacht? Erste Zweifel sind entstanden, ob der Erhalt des Juridicums überhaupt sinnvoll ist. Und inwieweit werden dadurch die Planungen so beeinflusst, dass eben dieser Kompromiss entstanden ist? AufFür die Hochschule ist es eine Erleichterung, dass jetzt ein endlich mit dem Architekturwettbewerb begonnen wird – in alles richtig. Die zeitliche Abfolge ist aber die nächste Zumutung, die mit der Planung einhergeht. Unser Vorwurf ist: Unter all den Vorbedingungen ist das dringliche Anliegen aufder Hochschule unter die Räder gekommen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) geopIch vermute, dass noch viel Wasser den Main herunterlaufen wird, bis dieses Ei richtig ausgebrütet ist. Bezeichnend fand ich, dass Bijan heute schon an Abriss denkt, wo das Ding noch nicht einmal zu bauen angefangen wurde. – Lehre Vielen Dank. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
