Frank Lortz
Vielen Dank. – Das Wort hat der Kollege Moritz FDP-Fraktion. Bitte sehr, Moritz. über Moritz Promny (Freie Demokraten): Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren! ein Der Entschließungsantrag der Koalition von CDU und ErSPD enthält zweifellos wichtige Ansätze zur Gewaltprävention und Wertebildung. Als Freie Demokraten begrüßen wir das Ziel, Schulen zu sicheren Orten zu machen und aussoziale Kompetenzen zu fördern. eine Räu- (Beifall Freie Demokraten) Zugleich müssen wir uns fragen: Ist dieser Ansatz in dieser Form wirklich der richtige Weg? – Bildung ist der Schlüsunserer sel. Sie öffnet die Türen zur persönlichen Freiheit und zur gesellschaftlichen Teilhabe. Bildung ist mehr als Prävention und Wertevermittlung. Bildung bedeutet Befähigung, Emanzipation des Einzelnen. Wir Freie Demokraten sehen drei zentrale Herausforderungen, die wir gemeinsam angewie hen müssen: Hass Erstens. Verantwortung des Einzelnen stärken. Der Enthierbei schließungsantrag betont die Rollen von Schule und Elternhaus. Meine Damen und Herren, wir wollen noch ein Stück weitergehen. Junge Menschen brauchen Räume, in denen sie lernen, Verantwortung für sich selbst, aber auch für andere zu übernehmen – nicht nur durch Regeln, songedern durch eigene Erfahrung. Es geht am Ende des Tages es darum, die Lücken im Wissen nicht mit Vorurteilen, sondern mit Kenntnis zu schließen. Das ist der Punkt. ProExtre- (Beifall Freie Demokraten) Zweitens. Es wird auf die digitale Bildung abgestellt. Ich denke, wir müssen auch diesen Bereich neu denken. Die bisherigen Vorschläge aus Ihrem Entschließungsantrag taggreifen zu kurz. Wir brauchen keine Kontrollprogramme, durch sondern wir brauchen eine klare Strategie, die junge Menvon schen befähigt, die Chancen der Digitalisierung kreativ und selbstbestimmt zu nutzen. Das ist der Weg. die in Als dritter Punkt wird es darum gehen, die Freiheit und tätig Sicherheit auszubalancieren. Wir sind der Auffassung, Schulen dürfen keine Festungen der Überwachung werden. (Lisa Gnadl (SPD): Festungen der Überwachung?) – Festungen der Überwachungen. Es geht um Prävention, ja, aber nicht um den Preis der individuellen Entfaltung. nicht stellen, Meine Damen und Herren, dieser Entschließungsantrag, den Sie vorgelegt haben, atmet schon den Geist von Konist trolle und Reglementierung. für (Lisa Gnadl (SPD): Ach du liebe Zeit!) – Ja. – Wo bleibt denn da der Raum für Innovation? Wo bleibt der Raum für mutige Ideen? Wo bleibt der Raum für JuFehler, aus denen wir lernen können? Die Schulen sollten Zukunft doch ein Ort der Hoffnung sein, meine Damen und Herren. Zeichen Ge- (Beifall Freie Demokraten – Ingo Schon (CDU): Zusam- Waren Sie schon einmal in einer Schule?) un– Ja, ich war an vielen Schulen, anders als Sie vielleicht. – sind. – Wir Freie Demokraten fordern daher, dass wir mehr unterstützen und mehr Vertrauen in unsere Lehrkräfte, in unsere Schüler und die jungen Menschen sowie in ihre Kreativität haben. Denn das ist unsere Zukunft. (Beifall Freie Demokraten) Wir brauchen echte Partizipation und keine BevormunPromny, dung. Lassen wir sie doch mitgestalten. Lassen wir doch die Schulgemeinschaft, die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler, mitgestalten. Eine Bildungspolitik der Befähigung ist der richtige Weg. Geben wir ihnen die Instrumente an die Hand, die sie brauchen, und keine Fessel. Stichwort: Instrumente. Herr Kultusminister Schwarz, damit meine ich nicht nur die Blockflöte. (Beifall Freie Demokraten und vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Stellen wir uns Schulen vor, in denen junge Menschen nicht nur Wissen erwerben, sondern tatsächlich auch ihre Träume verwirklichen können. Gemeinsam können wir unsere Schulen zu Leuchttürmen machen – Orte der Freiheit, der Verantwortung und der Kreativität. – Vielen Dank. (Beifall Freie Demokraten)
