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Astrid Wallmann

06.02.2025 Sitzungen 21/31

Als Nächster hat der Abgeordnete Müller von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN das Wort. Hans-Jürgen Müller (Witzenhausen) (BÜNDNIS DIE GRÜNEN): Frau Präsidentin, werte Kolleginnen und Kollegen! ich will versuchen, mich angesichts der fortgeschrittenen Zeit kurzzufassen. Einiges muss aber doch gesagt werden. Der Antrag der AfD-Fraktion, der entsprechende Passus Koalitionsvertrag der Regierungskoalition und auch was im FDP-Antrag steht, sind aus meiner Sicht und überflüssig. Ich zitiere die Aussage von Dr. Ulf mann – daran orientiere ich mich – von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft, der sich siv mit dem Thema Waschbär befasst hat. Er hat in Vortrag wortwörtlich gesagt: „Ich kenne keinen einzigen Wissenschaftler Jagdexperten, der ernsthaft glaubt, den Waschbären mit jagdlichen Mitteln Einhalt gebieten zu Wir müssen uns einfach damit abfinden, dass Waschbär sich bei uns wohlfühlt und wir ihn regulieren können. Insofern müssen wir uns ihm arrangieren. Die Etablierung erfolgt unabhängig von den landesjagdgesetzlichen Regelungen Beispiel mit oder ohne Schonzeit). Ein jagdliches Management (Regulation) war bisher nicht Auch zukünftig ist keine jagdliche Regulation erwarten.“ Das ist der Originalton von Ulf Hohmann. Zu der Frage, ob Waschbären die Bestände von geschützten Arten dezimieren, sagt die Wissenschaft, nämlich Diplom-Biologin Berit Annika Michler in ihrer Dissertation an der TU Dresden 2017: „Eine tatsächlich bestandsregulierende Wirkung“ – das bezieht sich jetzt auf die geschützten Arten – „können aber nur Arten haben, die sich als Jäger auf ein bestimmtes Beutespektrum spezialisiert haben ... Hochgradig generalistische Arten wie Waschbär sind nur unter sehr spezifischen setzungen (zum Beispiel Inselpopulationen) in Lage, den Gesamtbestand von Arten nachhaltig beeinflussen.“ Das sagt die Wissenschaft dazu. Nun müssen wir Lösungen finden. Meine ganz persönlichen Erfahrungen – diese sind sehr vielfältig, ich bin auch in Nordhessen unterwegs – mit dem Kleinbären sind, dass diese erheblichen Schaden an Haus und Hof anrichten Das ist so. In befriedeten Gebieten darf aber gar nicht jagt werden. Da spielt die Schonzeit auch überhaupt Rolle. Um den Problemen in befriedeten Gebiete beizukommen, müssen die Schaden verursachenden Tiere mit der falle gefangen werden, um sie dann einem Jäger zur tung zu übergeben. Dafür braucht es keine Änderung in Jagdverordnung und keine Änderung der Schonzeit. braucht man vor allem einen zugewandten und chen Jagdausübungsberechtigten. Denn auch in befriedeten Gebieten ist die Tötung von Schaden verursachenden Waschbären möglich, wenn ein Jäger oder eine bei der unteren Jagdbehörde eine entsprechende Erlaubnis beantragt hat. Fazit: Die Bejagung des Waschbären beeinflusst die lation in Hessen nicht und verhindert auch nicht die re Ausbreitung. 90/ (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Natürliche Regulationsfaktoren für den Waschbären – die Auch habe ich jetzt noch nicht angesprochen – sind insbesondere die Staupewellen – dafür ist er sehr anfällig –, gelegentlich auch Beutegreifer, unter anderem der Uhu, der Luchs und der Wolf; aber die werden auch nicht dezimierend wirken. im das, Eine generelle Jagdzeit für den Waschbären ist unnötig. unsinnig Man sollte allen Säugetieren während der Jungtieraufzucht Hoheine Schonzeit zugestehen. Das gebietet der Tierschutz. inten- (Vereinzelter Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) einem Eine Jagd zum Schutz vor ökonomischen und/oder ökologischen Schäden ist im Einzelfall sinnvoll, hilfreich und oder gegebenenfalls auch notwendig. Ein Abschuss oder das Fangen von Waschbären kann mit geringem Verwaltungskönnen. aufwand örtlich zugelassen werden. Das habe ich schon der gesagt. Das geschieht mit einem Antrag bei der unteren nicht Jagdbehörde. mit Die Forderungen der AfD, aus dem Koalitionsvertrag und (zum in Teilen auch aus dem FDP-Antrag sind Forderungen, die auch der hessische Jagdverband immer wieder aufstellt. effektiv. Das weiß ich. Aus unserer Sicht sind sie populistisch und zu tragen, wie alle populistischen Forderungen, nur Unfrieden und Zwiespalt in die Gesellschaft.

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