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Frank Lortz

06.02.2025 Sitzungen 21/31

Vielen Dank, Kollege Dr. Büger. – Das Wort hat die Kollegin Hildegard Förster-Heldmann, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Hildegard Förster-Heldmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜdass NEN): Sorgen mit Sehr geehrter Herr Präsident, geschätzte Kolleginnen und und Kollegen! Ich freue mich auf die documenta. Ich will hier man- einfach einmal etwas Positives sagen, weil es mir sehr gegen den Strich geht, die ganze Zeit die Argumentation von Ver- Rechten aufrechtzuerhalten und dagegen anzuargumentieKunst ren. Das reicht mir jetzt. Deswegen möchte ich meine Rede beginnen mit einem Zitat von Naomi Beckwith, woraus auch deutlich wird, welche Hoffnung ich in diese Kuratorin setze: „Es ist eine außerordentliche Ehre, zur künstlerischen Leitung der documenta 16 gewählt zu werden. Die documenta ist eine Institution, die der ganzen Welt und genauso auch Kassel gehört. Sie ist auch eine Institution, die sich im ständigen Dialog mit der Geschichte befindet und gleichzeitig ein Barometer für Kunst und Kultur in der unmittelbaren Gegenwart ist. Ich bin voller Demut angesichts der Tragweite dieser Verantwortung …“ Ich könnte jetzt noch weiter vorlesen, aber es muss nicht sein. Ich glaube, Sie verstehen die Intention und die Wichtigkeit, dass wir jetzt eine künstlerische Leitung haben, die uns mit Hoffnung auf die nächste documenta blicken lässt. In dem Zusammenhang möchte ich mich auch meinen Vorrednern anschließen und Angela Dorn, der ehemaligen Staatsministerin, für die Einsetzung des Gremiums zur Aufarbeitung der Vorfälle der letzten documenta danken. Sie haben uns allen auch einen Spiegel vorgehalten. Sie haben dazu geführt, dass bestimmte Dinge neu organisiert worden sind, sodass wir jetzt davon ausgehen können, dass der Rahmen für die nächste documenta klar gesteckt ist. Ich sage noch einmal ganz klar, den Code of Conduct einfach zu diskreditieren, ohne ihm eine Chance zu geben, finde ich unsachlich. Ich finde es auch nicht richtig. Einen kurzen Abschnitt aus diesem Code of Conduct zitiere ich: „Die documenta bekennt sich zu ihrer hieraus erwachsenden Verpflichtung und Verantwortung zur Gewährleistung von Schutz gegen Antisemitismus, Rassismus und jedweder anderen Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die documenta gewährleistet die Kunstfreiheit und den für jede künstlerische Betätigung unabdingbaren freien, von Toleranz und Weltsicht geprägten Raum zum Ausdruck von Haltung und Meinung in allen erdenklichen Formensprachen.“ Meine sehr verehrten Damen und Herren, die documenta ist eine internationale Ausstellung. Sie gibt uns die Chance, zu reflektieren, nicht nur, was bei uns quasi vor der Haustür passiert, sondern auch, was international passiert und wo Zusammenhänge bestehen. Diese Reflexion sollten wir nutzen – auch für unser eigenes politisches Handeln. Wir nutzen es dann nicht, wenn wir uns von vornherein Scheuklappen aufsetzen, bestimmte Voraussetzungen setzen und davon ausgehen, dass wir Kunst reglementieren wollen. Genau das soll nicht passieren. Deswegen bin ich der festen Auffassung, dass wir eine gute documenta haben werden. Wir werden ganz genau hinsehen, wie sich diese neue Organisationsstruktur bewährt. Ich habe große Hoffnungen schon allein darin, dass die Kuratorin in einer öffentlichen Veranstaltung ihr Konzept darstellen muss. Das wird mit Sicherheit Reaktionen hervorrufen. Es wird aber eine lebhafte, eine internationale und nicht nur eine regionale Ausstellung. – Vielen Dank für das Zuhören. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Axel Wintermeyer (CDU))

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