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Frank Lortz

06.02.2025 Sitzungen 21/31

Herr Minister, gestatten Sie eine Zwischenfrage? Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen: Nein. (Robert Lambrou (AfD): Nur ganz kurz! Sie haben doch gar keine Redezeitbegrenzung!) Wir werden Folgendes machen: Erstens. Wir bringen das in die BMK ein. Zweitens. Es geht darum, sehr pragmatische, einfache Lösungen zu finden, damit alle davon profitieren, die Lernerfolge besser werden, psychische Erkrankungen nicht mehr so häufig auftauchen und Kinder in Ruhe das machen können, was sie brauchen, nämlich sich beim Spiel auszutauschen. Ich will es noch einmal deutlich sagen: Medienbildung für Kinder und Jugendliche ist ein wesentlicher Aspekt dabei. Wir müssen an den Schulen starke Persönlichkeiten ausbilden, wir brauchen charakterfeste Kinder, die wissen, was in den Medien mit den Algorithmen geschieht. Die Wahrheit ist relativ schlicht, wie ohne Ausnahme alle Studien belegen: Erst bei Jugendlichen ab dem 14., 15. Lebensjahr sieht man, dass sie erkennen, was für Prozesse Algorithmen eigentlich auslösen. Deswegen braucht es eine altersgerechte Stufung. Das ist meine feste Überzeugung. Es braucht gute Angebote für Lehrkräfte – für Schülerinnen und Schüler sowieso –, aber auch für Eltern; denn das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Welt der Medien ist nämlich nach dem Unterricht nicht zu Ende. Wenn ich höre, dass pro Kind 300 bis 400 Nachrichten am Tag verarbeitet werden sollen, muss ich sagen: Das halte ich ein Stück weit für unverantwortlich. Deswegen: Es geht um Smartphone-Schutzzonen, die eine kluge Nutzung ermöglichen. Ich betone ausdrücklich, an den Grundschulen müssen wir besonders in den Blick nehmen, dass es dort konsequente, verbindliche Regeln gibt, um das einzuhegen. Smartphone-Schutzzonen, eine kompetente und umfangreiche Medienbildung und Begeisterung für Technik – das ist ein Dreiklang, der gelebt werden muss – haben nichts mit Skepsis der Technik gegenüber zu tun, sondern haben etwas mit Verantwortung zu tun. Es hat auch nichts mit Politik zu tun, sondern es ist die Verantwortung unseren Kindern gegenüber, damit sie stabil sind, damit sie klug und gut ausgebildet werden können und damit sie in der Schule fürs Leben lernen und nicht verwirrt werden. Das ist der Ansatz. Dazu sind wir in guten Beratungen. Genau mit diesem Ansatz gehe ich in die nächste BMK, und dort werden wir mit der schwarz-roten Koalition im Sinne der schwarz-roten Realpolitik einen klugen Vorschlag machen. Genau das ist die Herangehensweise. – Ich bedanke mich herzlich für die Aufmerksamkeit und wünsche allen einen schönen Nachmittag. (Beifall CDU und SPD)

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