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Kerstin Geis

SPD 06.02.2025 Sitzungen 21/31

Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Die AfD will die Verwendung der privaten digitalen Endgeräte der Schülerinnen und Schüler an unseren Schulen reglementieren und meint, das müsse in Hessen unbedingt sofort geschehen. An die Herren von der rechten Seite dazu zunächst zwei Anmerkungen. (Robert Lambrou (AfD): Hier sitzen auch Damen!) – Ich sehe da nur Männer. (Robert Lambrou (AfD): Sie sitzt direkt hinter mir!) Erstens. Digitale Endgeräte gibt es seit Jahrzehnten, und ebenso lange haben sich Schulen mit deren Nutzung und Beschränkung beschäftigt und oft sinnvolle Regelungen entwickelt. Niemand hat dort auf Ihren alarmistischen Antrag gewartet. Zweitens. Sie scheinen eine Vorstellung vom Unterricht an unseren Schulen zu haben, die seit mindestens einigen Jahrzehnten überholt ist. Hier steht nicht mehr der autoritäre Pauker frontal vor den Schülern, denen er Anweisungen erteilt und die dann zu gehorchen haben. Das mag Ihre Wunschvorstellung sein, aber mit der Realität an Schulen hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun. (Beifall SPD) Genau das ist das Problem des Antrags, den Sie hier stellt haben, und darüber hinaus Ihr Problem. Die funktioniert eben nicht nach Ihren unterkomplexen lungen von vorgestern, und Sie werden sie auch zurückdrehen können, selbst dann nicht, wenn Sie auf den Kopf stellen; denn die Vergangenheit, in die zurückkehren wollen, die gab es nie. Unser Schulen dagegen sind offene Orte des Austauschs, der Diskussion, der gelebten Schulgemeinschaft und gemeinsamen Entscheidungsfindung, und das ist gut Vor diesem Hintergrund ist auch der Einsatz von phones im Unterricht zu sehen. Die kritische Medienkompetenz junger Menschen, um die es hier geht, kann nach dem Prinzip von Befehl und Gehorsam erlernt den. Das sollte klar sein. Vielmehr bedarf es eines senden Diskurses darüber, wie in den Schulen mit nen Medien als Teil unserer Lebenswelt umgegangen den soll. Die Bandbreite der Vorschläge ist groß; wir haben gehört. Sie reicht vom Verbot privater Smartphones der Schule über Regelungen, die die Schulgemeinschaften selbst treffen, und pädagogische Begleitung bis hin völlig freien Nutzung. Für eine Regulierung gibt es Gründe: weniger Ablenkung, bessere Konzentration. gibt ebenso gute Gründe für eine freiere Nutzung, da dienkompetenzen nur in der Praxis erlernt werden Am Ende jedoch müssen Beschlüsse stehen, die dem ma gerecht werden und mehr sind als Schlagworte, die Realität der Mediennutzung junger Menschen entsprechen und den Alltag in unseren Schulen widerspiegeln. Es gilt, durch die Beteiligung der Schulgemeinden, der ternbeiräte und der Schülervertretungen für eine umfassende Akzeptanz solcher Regeln zu sorgen, auch und sondere bei der Umsetzung im schulischen Alltag für Beteiligten. Was wir nicht brauchen, sind Schaufensteranträge von scharf rechts, die nichts anderes zum Ziel als eine sorgfältige, sachliche Diskussion zu behindern altbekannte politische Spielchen zu spielen, in diesem auf dem Feld der Schulpolitik und der Mediennutzung. Deshalb werden wir Ihren Antrag selbstverständlich nen. – Danke fürs Zuhören. (Beifall SPD)

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