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Frank Lortz

06.02.2025 Sitzungen 21/31

Vielen Dank, Kollege May. – Das Wort hat der Abgeordnete Moritz Promny, Fraktion der Freien Demokraten. Moritz Promny (Freie Demokraten): Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren! Der vorliegende Antrag der AfD-Fraktion – das hat die Debatte deutlich gezeigt – greift ein vielschichtiges Thema auf, bietet aber leider nur einen eindimensionalen Lösungsvorschlag. Komplexe Probleme verlangen nach durchdachten Lösungen und nicht nach simplen Verboten. (Beifall Freie Demokraten und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Deswegen einmal ein konkretes Beispiel: Die AlbertSchweitzer-Schule in Alsfeld zeigt uns, wie Fortschritt gelingt und wie praktische Lösungen im Schulalltag aussehen können. Ein Jahr intensiver Zusammenarbeit von Schülern, Eltern und Lehrkräften führte zu einem Modell, das am Ende des Tages von allen mitgetragen wurde und wird. Das ist gelebte Freiheit und gelebte Eigenverantwortung in der Schule. Damit hat man den Nagel auf den Kopf getroffen, meine Damen und Herren. Im Gegensatz dazu fordert die AfD-Fraktion eine starre Landeslösung von oben, die die Vielfalt ignoriert und Innovationen und Bildungschancen erstickt. Das ist kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt. Bildungspolitik braucht Vielfalt und nicht Vereinheitlichung; sie lebt von der Freiheit und nicht vom Zwang. Meine Damen und Herren, die GEW Hessen erinnert uns daran, dass es unterschiedliche Voraussetzungen in den Städten und auf dem Land sowie bei den jeweiligen Schulen gibt. Ich denke, ein simples Verbot digitaler Geräte ignoriert den Alltag der Kinder und verhindert eine sinnvolle Integration der digitalen Bildung in den Alltag der Schule. (Beifall Freie Demokraten) Medienbildung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit unserer Zeit. Das betont gerade auch die Kultusministerkonferenz. Die AfD-Fraktion will mit ihrem Vorschlag die Tür zur Zukunft zuschlagen, während wir aufgefordert sind, sie weit zu öffnen. (Beifall Freie Demokraten) Können wir es uns leisten, die Lebensrealität der Kinder zu ignorieren? Können wir es uns leisten, den Zugang zu moderner Bildung zu verwehren? Können wir es uns leisten, mit simplen Verboten den Fortschritt aus unseren Schulen zu verbannen? Meine Damen und Herren, wir sind der Auffassung, wir brauchen an dieser Stelle keinen Scheuklappenansatz, sondern einen differenzierenden Weg. Wir brauchen Unterstützung für individuelle Schulkonzepte wie beispielsweise das Konzept in Alsfeld. Wir brauchen eine Stärkung der Medienkompetenz durch qualifizierte Lehrkräfte, und wir brauchen selbstverständlich – das ist nicht abschließend gemeint – das Vertrauen in die Kreativität unserer Schulgemeinden. Eines ist doch klar: Wer den Kindern die eigene Realität nimmt, der nimmt ihnen schlussendlich auch ihre Zukunft. Ich bin der festen Auffassung, dass wir mit Augenmaß handeln und die Weichen für eine moderne Bildungspolitik stellen müssen, eine Bildungspolitik, die auf Vertrauen und Zusammenarbeit basiert. Die AfD-Fraktion hingegen hat mit ihrem Vorschlag meines Erachtens den roten Faden einer durchdachten und modernen Bildungspolitik verloren. Deshalb lehnen wir diesen Antrag ab. (Beifall Freie Demokraten und vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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