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Frank Lortz

06.02.2025 Sitzungen 21/31

Vielen Dank, Kollege Scholz. – Das Wort hat der Abgeordnete Sebastian Sommer, CDU-Fraktion. Sebastian Sommer (Hochtaunus) (CDU): Sehr geehrter Herr Präsident, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ihr Antrag ist ein Versuch, sich mit der Smartphone-Nutzung in hessischen Schulen zu befassen. Doch anstatt zeitgemäße Lösungen für den Umgang mit Smartphones zu entwickeln, setzt die AfD auf starre Vorgaben. Ihr Antrag spricht von einer Normierung. Herr Scholz, Sie haben gerade versucht, es noch irgendwie zu erklären. Doch tatsächlich geht es Ihnen um ein Verbot. Dann nennen Sie das Kind doch auch einfach beim Namen. (Beifall CDU und SPD) Das ist ein Verbot, das an der Realität moderner Schulen übrigens meilenweit vorbeigeht. Herr Scholz, ich weiß ja, dass Sie einmal Lehrer waren. Aber wissen Sie, was der Unterschied zwischen Ihnen und mir ist? Mir fallen da zahlreiche ein. Ich meine aber Unterschiede in diesem Kontext. Als ich noch Schüler war, da gab es bereits Smartphones. Wir hatten fast alle eines in der Hosentasche. Das ist schon über zwölf Jahre her. Ihr Antrag beweist, dass Sie das nach zwölf Jahren aber immer noch nicht begriffen haben und offenbar immer noch nicht in der Realität angekommen sind. Vielmehr wünschen Sie sich die digitale Steinzeit wieder zurück. (Beifall CDU und SPD – Heiko Scholz (AfD): Da haben Sie nicht zugehört!) Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allein hier im Saal haben gerade viele von uns ihr Gerät in Benutzung. Es ist eine Realität, der wir uns stellen müssen. (Heiko Scholz (AfD): Grundschüler, Herr Kollege!) Diese Realität hat längst auch in unseren Schulen Einzug gehalten. Viele Schulen setzen inzwischen auf digitale Schwarze Bretter, auf denen Vertretungspläne und wichtige Informationen bereitgestellt werden. Schülerinnen und Schüler nutzen ihre Smartphones, um darauf zuzugreifen, weil es einfach praktikabel und effizient ist. Ein pauschales Verbot würde bedeuten, dass der digitale Fortschritt im Schulalltag massiv zurückgedreht wird. Stattdessen sollten wir uns doch fragen: Wie können wir Technik sinnvoll in den Schulalltag integrieren und unsere Jüngsten schützen? (Beifall CDU und SPD) Zum Stichwort Feature-Phones werden Sie gleich noch etwas hören. Das ist nämlich das Bizarrste an Ihrem Antrag. Uns ist nämlich bewusst, dass Smartphones in der Schule Herausforderungen mit sich bringen: Konzentrationsschwierigkeiten, Mobbing, abnehmende soziale Interaktionen, Defizite in geistiger und motorischer Entwicklung, sogar Sucht und einiges mehr. Auf diese Gefahren müssen und werden wir als hessische Landespolitik Antworten geben. Doch darauf mit einem platten Verbot zu antworten, greift einfach zu kurz. Ja, wir brauchen Schutzzonen, Schutzzonen gerade für unsere Jüngsten. Wir brauchen aber auch Aufklärung. Wir brauchen Medienbildung. Wir brauchen Werkzeuge, die Lehrkräfte unterstützen. Chancen und Risiken sollen unserem Nachwuchs vermittelt werden. (Beifall CDU und SPD) Unser Kultusminister Armin Schwarz kümmert sich genau um eine solche breit gefächerte Lösung. Probleme werden angegangen, Zukunftstechnologien aber nicht leichtfertig von unseren Schulen ferngehalten. Ihr Antrag – jetzt wäre es gut, wenn Sie einmal zuhören, Herr Scholz – enthält neben den Verbotsabsichten noch einen bizarren Vorschlag. Sie wollen sogenannte FeaturePhones ausdrücklich erlauben. Feature-Phones, das klingt erst einmal vielversprechend. Doch was ist das eigentlich? Was sind Feature-Phones? Das sind Mobiltelefone, mit nen man telefonieren und vielleicht auch noch eine schreiben kann, also Technik von vorvorgestern. Das quasi das alte Nokia, das Sie wahrscheinlich noch in rer Schreibtischschublade liegen haben. Wissen Sie, man Feature-Phones auch noch nennt? Dafür gibt es Synonym: Dumbphones. Verstehen Sie? Smartphones Dumbphones. Ich persönlich finde, dass diese Begrifflichkeit viel zu Ihrem Antrag und zu Ihren politischen Ideen in Sache passt. (Beifall CDU und SPD) Meine Damen und Herren, unsere Aufgabe ist es, gemäße Antworten auf die Herausforderungen der phone-Nutzung in unseren hessischen Schulen zu Unser Kultusminister arbeitet weiter an genau solchen sungen, dies übrigens gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen in der Kultusministerkonferenz.

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