Dr. Daniela Sommer
Für die Landesregierung spricht Herr Kultusminister Schwarz. Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen: Hochverehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Der Antrag der Liberalen lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Er verweigert schlicht und ergreifend die Realität. Ich sage Ihnen auch, warum das so ist. Wenn Sie in Ihrem Antrag innovative Ansätze bei der Lehrergewinnung fordern, dann stellt sich die Frage, warum Sie im Dezember vergangenen Jahres nicht dem sehr innovativen Lehrkräftebildungsgesetz zugestimmt haben. Das ist ein sehr innovativer Ansatz. Da werden Akademikerinnen und Akademiker gewonnen, die ein Fach studiert haben und damit tatsächlich eine Lücke füllen können. Sie sind sehr begehrt. Wir werden zum 1. Mai dieses Jahres die ersten einstellen. Da hätten Sie zeigen können, dass Sie es ernst meinen, ohne hier irgendwelche Blaupausen und irgendwelche Geschichten zu erzählen. (Beifall CDU und SPD) Bevor ich darauf eingehe, möchte ich eines einordnen. Sowohl der Abgeordnete Promny als auch der Abgeordnete May spielen immer gern mit Zahlen. Das ist immer schnell gemacht. Offene Beamtenstellen. Dazu will ich Ihnen sagen – Herr Abgeordneter Göttlicher hat darauf hingewiesen –: 38 % mehr Lehrerzuweisung an hessischen Schulen als für die Grundunterrichtsversorgung erforderlich. Das ist die erste Bemerkung. Zweite Bemerkung. Für jede offene Beamtenstelle gibt es eine x-fache Anzahl von TV-H-Verträgen. Schauen Sie sich hier auch einmal um. Es gibt auch Krankheitsfälle in diesem Parlament, das ein Spiegelbild der Gesellschaft ist. Wenn eine Kollegin nicht zur Arbeit kommen kann, weil sie schwanger ist, worüber man sich freut, dann ist das selbstverständlich eine Situation, die immer entsteht. Natürlich wird das Problem unverzüglich gelöst. Deswegen finde ich, dass das ein unredliches Mittel ist. Fakt ist: Wir haben so viele Lehrkräfte wie noch nie Fakt ist: Die Zahl der Lehrkräfte steigt stetig. Das ist Leistung schwarz-roter Realpolitik. (Beifall CDU und SPD) Wir sind bei der Umsetzung dieses Gesetzes bundesweit spitze. Das will ich auch sagen. Da liegen wir ganz vorn. Damit gewinnen wir neue Zielgruppen. Diese den für den Berufseinstieg als Quereinsteiger entsprechend unterstützt mit einer besonderen Vergütung. Wir hier eine Klientel an, die aufgrund der Vorkarriere zu Spätberufenen zählt und deswegen schon mitten im rufsleben und mitten im Familienleben steht. Da muss Wohnung bezahlt werden. Deswegen werden sie finanziell entsprechend unterstützt. Im Gegensatz zur Einführung eines dualen Studiums beim Quereinstieg erwiesen, dass wir qualifizierte Zielgruppen tatsächlich erschließen. Das zeigt, dass sen hier sehr erfolgreich ist. Wir haben hier x verschiedene Quereinstiegsmodelle, die wir umsetzen. Das ist genau bedarfsorientierte Ansatz zur Lehrkräftegewinnung, der folgreich ist. In Ihrem Antrag formulieren Sie einen Gag, den ich zitieren möchte: „Die fachliche Ausbildung und die pädagogische Praxis müssen eng aufeinander abgestimmt werden.“ Herr Abgeordneter Promny, das machen wir längst. Wintersemester 2023/2024 hat die Hessische Landesregierung flächendeckend ein verpflichtendes Praxissemester eingeführt. Enge Begleitung von qualifizierten und renen Lehrkräften gemeinsam mit der Universität, das genau der Ansatz. Dadurch können und werden und Praxis in bester Art und Weise miteinander verzahnt. Damit werden wir der Professionalisierung dieser gruppe sehr erfolgreich gerecht. Zudem müssen alle Studentinnen und Studenten zu frühen Zeitpunkt ein Grundpraktikum im Studium ten und dann unverzüglich reflektieren: Ist das der Beruf für mich? – Das ist ein verantwortungsvoller gang mit der Gewinnung von Lehrkräften. (Beifall CDU und SPD) Es gibt einen weiteren Knaller, den ich sehr bemerkenswert finde. Sie agieren hier mit falschen Zahlen. Sie schlicht und ergreifend mit falschen Zahlen. Ich könnte noch in anderen Worten formulieren. Das finde ich sehr bemerkenswert. Die Abbrecherquote im Lehramtsstudium soll in groß sein und in anderen Ländern niedriger. (Zuruf Moritz Promny (Freie Demokraten)) – Merkwürdig. Sie schreiben das. – Die Studienerfolgsquote ist in Hessen nach einer kürzlich veröffentlichten des Stifterverbandes aus dem Jahre 2024 signifikant als im Bundesdurchschnitt. Das widerlegt Ihre These.
