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Nina Heidt-Sommer

SPD 06.02.2025 Sitzungen 21/31

Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Beste Bildung und Chancengleichheit sind unser Anspruch an unsere hessischen Schulen. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir gut ausgebildete Lehrkräfte. Die Ausbildung von Lehrkräften ist auch und gerade aufgrund des bestehenden Lehrkräftemangels besonders wichtig. Wir brauchen innovative Herangehensweisen, die dazu führen, dass wir möglichst schnell qualifizierte Menschen in die Schulen bringen. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Die Wege für den Quereinstieg sind vielfältig und wurden durch unsere Koalition verbessert. Erst kürzlich haben wir das gezeigt und beschlossen, den Quereinstieg anzubieten für sogenannte Ein-Fach-Lehrkräfte, die schon sehr bald den Weg in unsere Schulen finden. (Tobias Eckert (SPD): Gute Idee!) Das ist dringend notwendige Personalgewinnung unter Beibehaltung der hohen Qualitätsstandards, die wir zu Recht an unsere Lehrkräfte stellen. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Für uns steht aber auch fest: Wir werden weitere Maßnahmen ergreifen und so die Situation an unseren Schulen verbessern. Wir brauchen vor allem gut ausgebildete Lehrkräfte mit zwei Staatsexamen. Diese bilden den Grundbestand unserer Lehrerzimmer. Eine großartige Ergänzung und aufgrund des Lehrkräftemangels dringend notwendig sind gut ausgebildete Quereinsteiger, sozusagen Lehrkräfte auf dem zweiten Bildungsweg. Meine Damen und Herren, ein Bachelor- und Masterstudiengang allein überzeugt keinen einzigen Menschen, Lehrkraft werden zu wollen. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission hat in ihrem Gutachten deshalb bezweifelt, ob ein duales Studium Personen ansprechen würde, die sich bisher von den hohen Anforderungen des Lehramtsstudiums abgeschreckt gefühlt haben. Ich möchte die Co-Vorsitzende der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission zitieren: „Die Einführung des dualen Studiums kostet sehr viel Kraft und Geld, ohne dass ein Mehrwert belegt ist.“ Meine Damen und Herren, wir haben uns in unserer Koalition darauf geeinigt, die Grundstruktur der Lehrkräfteausbildung beizubehalten. Wir haben uns in unserem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die hohe Qualität der beiden Phasen der Ausbildung der Lehrkräfte weiterhin zu garantieren. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Ein wichtiger Punkt ist – daran arbeiten wir zusammen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur –, den Fokus auf die Studienbedingungen im Lehramtsstudium zu legen, um Studierende im Studium zu halten und zu ermöglichen, dass möglichst viele Studierende ihr Studium erfolgreich abschließen. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Ich möchte an dieser Stelle betonen: Das wichtige Thema Lehrkräfteausbildung taugt nicht für politischen Aktionismus. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) In unserem Koalitionsvertrag haben wir uns darauf geeinigt, dass wir die Studiendauer insbesondere für Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte überprüfen. Wir haben uns darauf geeinigt, angehende Lehrkräfte auf die veränderte Aufgabenstellung in den Schulen vorzubereiten. Die Arbeit der multiprofessionellen Teams und die gestiegenen Erziehungsaufgaben werden im Studium abgebildet, um unsere Lehrkräfte bestmöglich vorzubereiten. Meine Damen und Herren, wir müssen unsere Lehrkräfteausbildung keineswegs komplett umschmeißen. Der Antrag der FDP beschreibt nicht im Ansatz, was warum durch die vorgestellte Ideensammlung besser werden soll. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Wir als Landesregierung werden die gute Qualität in der Lehrkräftebildung weiter halten. Wir werden an den Stellen für Verbesserungen sorgen, wo diese notwendig sind. – Vielen Dank. (Beifall SPD und vereinzelt CDU)

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