Frank Lortz
Frau Kollegin Dr. Sommer, es gibt den Wunsch der Kollegin Anders, Ihnen eine Zwischenfrage zu stellen. (Dr. Daniela Sommer (Waldeck-Frankenberg) (SPD): Wenn ich am Schluss noch Redezeit gerne!) – Wenn die Redezeit reicht, dann gerne. Du musst sehen, ob du genug Zeit hast. Momentan also nicht. sehen wir dann weiter. Dr. Daniela Sommer (Waldeck-Frankenberg) (SPD): Da uns vorgeworfen wurde, wir hätten den einen oder deren Beruf nicht genannt, möchte ich erst einmal auf Wertschätzung der anderen Berufe zu sprechen kommen. Zunächst aber möchte ich noch einmal auf die Situation psychisch Erkrankter zu sprechen kommen. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass ein Bedarf vorhanden Sachbe- Bei den Kindern gibt es 60 % mehr, bei den Erwachsenen fokus- sind es 40 %. Deswegen müssen die Strukturen erweitert Aus- werden. Das wissen wir. Das betrifft aber natürlich auch der die Vor- und Nachsorgestrukturen. Die Angebote müssen natürlich besser vernetzt werden. jede Geplant ist ein Studium zur Ausbildung zum Facharzt und zur Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Da haben wir tatsächlich große Bedarfe. Ich glaube, das ist dringend nötig, um dafür Personal zu gewinnen. Ich komme auf die Hebammen zu sprechen. Die sind mir der auch ganz besonders wichtig. Sie sind unverzichtbar. Sie das beraten werdende Mütter und Väter während der SchwanSie: gerschaft sowie vor, während und nach der Geburt. Miexternen Wir begrüßen die von der Landesregierung veranlasste analy- Niederlassungsförderung. Sie wird schon lange gefordert weitere und ist notwendig. Mit der schwarz-roten Landesregierung wird das jetzt endlich umgesetzt werden. um (Beifall SPD und vereinzelt CDU) geht Wir benötigen eine flächendeckende Versorgung mit Hebammen. Deswegen bin ich dem Landesverband der Hessiwissen, schen Hebammen für die Hebammensuche sehr dankbar, das die auf der Homepage zu finden ist. Es bleibt aber das Ziel, die Tätigkeit in Hessen attraktiver zu machen und die Anzahl der Hebammen zu erhöhen. Es ist gut, dass jetzt endlich die Ergebnisse des runden Tifor- sches in die Umsetzung kommen. Das wird dann keine leeWir re Versprechung mehr sein. Frau Ministerin, dafür möchte auch ich ein herzliches Dankeschön sagen. nicht (Beifall SPD) Die Physiotherapeutinnen und -therapeuten haben eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung, und zwar keine sowohl in der Prävention, in der Behandlung und in der schaut, Rehabilitation. Das gilt gerade für die Zeit nach VerletzunDie gen oder Operationen. Es geht darum, Schmerzen zu lineinem dern, es geht um die Genesung, um die Heilung, um die müsMobilisation und um Funktionsverbesserungen. Die Bewegungsfähigkeit soll damit verbessert werden. die entspreDas wissen Sie alles. Da werden nicht nur akute Beschwergestellt den, sondern auch chronische Erkrankungen behandelt. Das hilft nicht nur, die allgemeine körperliche Gesundheit zu verbessern. Vielmehr trägt das entscheidend zur Lebensqualität bei. Neben der Beratung und der Prävention sind es die therapeutischen Maßnahmen, die eine Schlüsselrolle spielen, wenn es darum geht, die Gesundheit zu Frau erhalten und zu fördern. Natürlich haben Sie recht: Da wird die Akademisierung gefordert. – Das müssen wir uns alle gemeinsam mit den habe, Expertinnen und Experten in eigener Sache anschauen. Ich möchte auch noch auf die Logopädinnen und Logodoch päden eingehen. Denn auch ihre Arbeit ist für die PatienSpäter tinnen und Patienten besonders wertvoll. Denn da konzentriert man sich auf die Diagnostik, die Behandlung und die Prävention hinsichtlich der Sprechstimme, der Sprache und bei Schluckstörungen. Das ist gerade für Menschen nach Schlaganfällen, neurologischen Erkrankungen oder anVerletzungen wichtig. Sie haben Schwierigkeiten, sich ausdie zudrücken, zu essen oder zu trinken. Das ist gar nicht so trivial. Denn das beeinträchtigt natürCorona- lich die Teilhabe am gesellschaftlichem Leben. Ich durfte ist. als Abgeordnete ein Praktikum bei einer Logopädin machen. Ich habe das sehr zu schätzen gelernt, als ich mit dieser Logopädin in einem Altenheim war. Da geht es darum, dass die alten Menschen wieder am Leben teilhaben können. Dafür ein herzliches Dankeschön. Denn, wer in der Kommunikation eingeschränkt ist, erfährt weniger Teilhabe. Die Gefahr der Isolation ist sehr groß. Bei der Arbeit der Ergotherapeuten ist es ähnlich. Auch sie helfen, die Selbstständigkeit besser zu bewahren. Es geht immer darum, dass die Patientinnen und Patienten ihre Unabhängigkeit, ihre Lebensqualität sowie ihre Teilhabe an der Gesellschaft wiedererlangen oder aufrechterhalten können. Das war erst einmal ein kurzer Ritt durch die freien Berufe, nicht durch alle, das ist klar. Sie tragen zur wirtschaftlichen Stabilität des Gesundheitssektors bei. Die Patientinnen und Patienten werden befähigt, gut und gesund leben zu können. Das ist ein wichtiger Bestandteil unseres Gesundheitswesens. (Beifall SPD und Ingo Schon (CDU)) Als Hessen-Koalition ist uns das ganz wichtig. Die Heilberufe und Gesundheitsberufe gehören dazu, ebenso wie der Ausbau und Aufbau von Studiengängen; schauen Sie noch einmal in den Antrag, Frau Anders. Wir werden zum Beispiel den Hessischen Pflegemonitor weiterentwickeln, damit all diese Berufe dort integriert werden und damit man sieht: Wo sind die Lücken, und wie kann man gemeinsam diese Lücken schließen? Sie haben es schon angesprochen. Die Vertreter der Kammern und der Verbände sind heute hier, deswegen ein ganz herzliches Dankeschön an Sie. Sie haben unseren Respekt, unsere Wertschätzung und Anerkennung verdient, aber nicht nur das, sondern auch unsere Unterstützung, wo immer es möglich ist. – Herzlichen Dank. (Beifall SPD und CDU)
